Oh man. Wenn man schon keine Ahnung hat, dann kann man ja wenigstens die Leerstellen mit Humor füllen - das scheint die Vorgehensweise zu sein. ::)
Von wegen Humor - der meint das ernst. Die Seite muss man sich mal antun, nicht nur das über Evolution, wirklich "informativ" ;D
Ich glaube er erweist damit dem Christentum von heute einen Bärendienst, weil er allen Kritikern ein umfangreiches Arsenal an Argumenten zur Verfügung stellt.
Wo ich mal gerade ein wenig Zeit habe, kann ich ja seinen "interessanten" Artikel zum Thema Mensch & Affe ein wenig dekonstruieren.
Die Tiere, die dem Menschen am nächsten verwandt sind,
sind Sau, Delfin und Papagei resp Boakrähe.
Die größte genetische Übereinstimmung haben immer noch Mensch(männlich) und Affe mit 99 %.
Die Evolutionisten stört auch nicht, dass Affe und Mensch gar nicht kreuzbar sind. Wären sie verwandt, müssten sie das sein. Da nicht, sind sie auch nicht verwandt. Ist klar. Und logisch.
Von der Fähigkeit sich zu Kreuzen, kann man keine Rückschlüsse auf die Artverwandschaft schließen. Beim Maulesel ist der Vater ein Esel und die Mutter ein Pferd, er ist unfruchtbar und kann daher nicht mehr mit anderen Pferden oder Eseln nicht mehr gekreuzt werden, sind sie deswegen nicht mehr verwandt? Kann man z.B. jede Vogelart mit einer anderen kreuzen - nein - sind sie deswegen nicht mehr verwandt...?
Der Affe, mit seinem glatten mini Gehirn, der bloss bellen kann wie ein Hund, fällt da glattweg raus.
Können Arten sich nicht verändern? Wers nicht glaubt sollte mal Urlaub auf den Galapagos-Inseln machen. Zum Bellen kommen wir später.
Das, aufgrund von Tierversuchen mit Medikamenten. In der Pharmaindustrie müssen die Medikamente für Menschen getestet werden. Dazu werden Tierversuche gemacht. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Tiere punkto Krankheiten ähnlich wie der Mensch reagiert. Sonst ist der Tierversuch unbrauchbar. Und hier zeigt sich, dass sich Mäuse, Ratte und Meerschweine und auch Katzen oft besser eignen als Affen.
Auch die biochemischen Reaktionen lassen keine [u]genauen[/u] Rückschlüsse auf die Verwandschaft zu. Säugetierenfunktionieren nun mal ähnlich, jedoch nur grundsätzlich. Aspirin kann man nicht an Katzen Testen, die krepieren. Man sucht sich jeweils das Tier, dessen Reaktion am ähnlichsten mit der des Menschen ist, Affenversuche gibt es sehr wohl, aber die Ablehnung in der Bevölkerung, die hohen Kosten und günstigeren Alternativen haben sie verdrängt.
Ein weiterer Hinweis ist:
Lebertransplantationen werden auch mit Schweinelebern gemacht. Affenleber-Transplantaion sind nicht üblich.
Die Immunreaktion auf jedes fremde Organ ist enorm, sind die Menschen untereinander deswegen nicht verwand. Schweineorgane haben sich bisher nicht durchgesetzt, weil sie mit einer Glucoseschicht überzogen sind, die heftige Immunreaktionen auslöst, das Problem versucht man mit transgenen Schweinen zu lösen, die menschliche Gene enthalten.
Warum man keine Affen nimmt? Möglich wäre es vielleicht, aber teurer und ethische Rechtfertigung wäre schwieriger - Schweine sind keine Kuscheltiere, werden eh im großen Stil gezüchtet und getötet.
Aber das Wichtigste ist : Was dem Menschen zum Menschen macht, ist nicht seine Biochemie, sondern seine Art zu denken. Der Affe, mit seinem glatten Gehirn, der bloss bellen kann wie ein Hund, fällt da glattweg raus. Die Meersau und die Ratte sind, puncto Verwandtschaft auch hier in etwa verwandt wie der Affe.
Man kann ja vieles weglassen. Die kognitiven Fähigkeiten von Affen sind sehr viel höher, sie bellen nicht nur. Ich glaube die Vorstellung des Autors ist diese, dass Mensch und Affe ähnlich intelligent sein müssten um verwandt zu sein, das das Gehirn des Menschen eine Weiterentwicklung ist, das vieles seiner Vorgänger enthält (Stammhirn etc...) ist anscheinend egal.
Verwandschaft auf Organ zu reduzieren ist lächerlich, guck sich mal einer Hunde und Delfine an oder Flusspferde und Hauspferde an.
Interessant finde ich immer wieder, wie selbstverständlich die religiös motivierten Gegner die Theorie wiederlegen können, ohne die komplizierteren Fragen wie, warum der Mensch immer noch Gene für Fell und Schwanz hat zu beantworten.
Ansonsten kann ich nur den Rest der Seite als Lektüre empfelen.
Irgendwo hab ich mal gelesen, dass der Mensch zu 75% mit irgendwelchen Würmen, und mit einer Banane zu 50 - 70 % genetisch identisch seien. Bei Gelegenheit untersuch ich das mal selber 🙂
Der Vergleich mit der Banane ist genial! ;D
Macht aber auch Sinn, schließlich verlaufen die grundlegenden Zellvorgänge ähnlich bis gleich.
Ansonsten finde ich das Thema zu albern um sich damit ernsthaft beschäftigen zu können, es zeigt nur das Unwissen des Seitenerstellers.
Höchstens als Ergänzung zu hier Geschriebenem:
Ich schätze mal, daß es auch noch einen weiteren Grund gibt: Krankheiten. Je näher zwei Arten verwandt sind, desto leichter ist es für ein Virus die Artenbarriere zu überspringen. Es gibt da eine nette Theorie zu HIV, Rhesusaffen und Impfungen.Warum man keine Affen nimmt? Möglich wäre es vielleicht, aber teurer und ethische Rechtfertigung wäre schwieriger - Schweine sind keine Kuscheltiere, werden eh im großen Stil gezüchtet und getötet.
Ein weiterer Vorteil von Schweinen ist, daß ihre Organe in etwa gleichgroß wie die Menschlichen sind.
Bei Schimpansen sieht das schon anders aus.
bis denn!
dark knight13