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Das Geheimnis der Materie!

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(@dark-knight13)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

@Namenloser
Was verstehst du unter "OtO-Durchschnittsmenschen"?
Bei OTO denke ich gleich an [url= http://www.oto.de/ ]Ordo Templi Orientis[/url]. Oder hattest du dich nur verschrieben und meintest Otto? Ist jetzt ne reine Verständnisfrage.


Antwort
Beiträge: 1710
Registered
(@uranus32)
Noble Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren

Hallo!

Ich denke dies passt zum Thema:

"Die Wissenschaft verfolgt in ihrer Arbeit das Ziel, die Wirklichkeit gedanklich zu durchdringen und durch das Auffinden von Gesetzen eine Ordnung in die Vielfalt der Erscheinungsformen zu bringen. Hierzu werden Tehorien aufgestellt, die die Wirklichkeit möglichst gut erfassen sollen.
Jede Theorie ist zur Zeit ihrer Erstellung jeweils ein Abblid des Bewußtseinszustandes ihrer Erzeuger. Durch das ständige Weiterforschen entwickelt sich auch der Bewußtseinszustand weiter und läßt bald die frühere Theorie als zu eng erscheinen; eine neue, umfassendere Theorie wird notwendig und so fort. So ergibt sich als zwangsläufiges Gesetz, daß durch die immer weiter fortschreitende Ausweitung des Bewußtseins der Menschheit jede Theorie früher oder später überwachsen wird und neuen Erkenntnissen Platz machen muß. Denn die Wahrheit von heute ist der Irrtum von morgen.
Ein Blick in die Geschichte der Wissenschaft bestätigt in eindrucksvoller Weise diesen Satz. Die Geschichte der Wissenschaft ist die Geschichte menschlicher Irrtümer. Es gibt jedoch keinen Grund, sich dieser Tatsache zu schämen, denn jeder weiß, daß man am besten aus seinen Fehlern lernt. Grotesk ist lediglich, daß jede Generation absolut sicher ist, daß Irrtümer ausschließlich in der Vergangenheit begangen wurden und sich deshalb durch nichts in ihrer tiefen Überzeugung erschüttern läßt, jetzt die absolute und endgültige Wahrheit gefunden zu haben. In diesem Punkt übertrifft die Glaubensstärke der Wissenschaft mit Leichtigkeit jede religiöse Sekte.
Auch das Verhalten jenen gegenüber, die durch neue Anschaungen die "allgemeingültige Wahrheit" der Zeit in Zweifel ziehen, hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit religösen Fanatismus. Allerdings ist es eine der menschlichen Kardinalschwächen, sich gedanklich zu fixieren und diesen eigenen Standpunkt mit aller Kraft bis ans Lebensende zu verteidigen. Hier steht die Wissenschaft lediglich in einer besonders reizvollen Diskrepanz zur(verdächtig) lauten Betonug ihrer Objektivität.
Die Wissenschaft begann ihre Arbeit damit, die sichtbare Außenwelt zu erforschen. Die sichtbare Welt tritt uns als Materie entgegen - dementsprechend paßte die Wissenschaft ihre Arbeitsmethode den Bedingungen der Materie an. Dies war sicher richtig - bleibt aber nur so lange richtig, solange man Materie erforscht. Auch gelten die gefundenen Ergebnisse bestenfalls innerhalb der Materie. An dieser Stelle stoßen wir jedoch auf die beiden Grundfehler , die es uns erlauben, Zweifel an dem Alleinvertretungsanspruch der Wissenschaft anzumelden:

1. Die Arbeitsmethode der Wissenschaft wurde bewußt abgestimmt auf die Erfordernisse, die Materie zu erforschen - diese Methode wird heute unbewußt weiterbenutzt und ausgedehnt auf Bereiche, die mit Materie nicht unbedingt etwas zu tun haben müssen.

2. Man schließt aus der sich aus Punkt 1 ergebenden Tatsache, daß man nur mit der Materie umgehen und nur diese messen kann, daß es außerhalb der Materie nichts geben kann.

Dieser Teufelskreis kann nur durchbrochen werden, wenn man die Beschränktheit der eigenen Methoden erkennt oder aber dem nichtmeriellen Bereich mit adäquaten, dem wissenschaftlichen Denken ungewohnten Methoden begegnet.
...
All diese Anmerkungen verfolgen jedoch weniger den Zweck, große Kritik an der Wissenschaft zu üben, sondern vielmehr die Notwendigkeit und Berechtigung verdeutlichen, daß wir uns im weiterem einer anderen, der wissenschftlichen Denkweise mitunter polar entgegengesetzten Methode zuwenden wollen, die wir mit dem Begriff Esoterik bezeichnen.

Die Wissenschaft denkt ausschließlich funktional. Dies ist für uns so selbstverständlich, daß man zuersterstaunt fragt, wie man denn sonst noch denken könnte, ohne der ungezügelten Phantasie Tür und Tor zu öffnen. Die Esoterik denkt inhaltlich, das heißt sie fragt nicht nur nach dem "Wie" der Wirklichkeit, sondern vor allem nach dem "Warum". Dieses Warum ist die frage nach der Sinnhaftigkeit, die das eigentliche Bindeglied zwischen der Welt der Erscheinungsformen und dem Menschen darstellt.
Die Sinnhaftigkeit kann sich jedoch immer nur dem einzelnen Menschen als Wahrheit offenbaren und meidet deshalb jede Öffentlichkeit. Die Esoterik ist somit unsozial. Die Wissenschaft stellt an sich die Anforderung, für jeden zugänglich zu sein. Jeder soll bei ausreichender Begabung die Möglichkeit haben, sich durch die Investition von Fleiß die Wissenschaft aneignen zu können. Wissenschaft ist übertragbar. Wissen jedoch nicht. Wir verwechseln leider oft Wissen mit völlig unwichtigen und ungerichteten Wissenskomplexen. Letztere sind übertragbar, Wissen jedoch ist niemals das Resultat von Fleiß, sondern das Ergebnis eines ganz persönlichen, individuellen Erkenntnisaktes, der metaphysischer Natur ist und alle Forderungen der Masse nach "Wissen für alle" großzügig ignoriert. Wissen kann immer nur das Ergebnis eigener Erfahrung sein, kann weder übernommen noch weitergegeben werden.
Alles, was ich von anderen übernehme kann ich lediglich glauben, niemals wissen. Dabei ist es unwichtig, ob man gute Gründe hat, etwas zu glauben oder nicht. Glauben heißt: nicht wissen. Daran ändern auch Wahrscheinlichkeitsberechnungen nichts.
Das Glauben soll damit keinesfalls abgewertet werden, denn der Glaube ist die wichtigste Vorraussetzung, um an Wissen gelangen zu können. Glauben heißt grundsätzlich: für möglich halten; ohne ein für möglich halten ist die Erfahrung niemals erreichbar. Glaube und Wissen sind verschiedene Schritte, sie bedingen sich gegenseitig und haben beide ihre Berechtigung, nur sollte man sie nicht miteinander verwechseln.
So, wie Wissen immer Sache eines Einzelnen ist, so war auch Esoterik immer Sache Weniger.  Diese Wenigen, die den schmalen Pfad der Erkenntnis gingen, um Wissende zu werden, bilden den sogenannten esoterischen , den inneren Kreis (Griechisch: esoteros = der Innere). Dieser kleinere innere Kreis ist umgeben von dem wesentlich größeren exoterischen, dem äußeren Kreis (griechisch = der Äußere). Uns wirds später bei der Betrachtung des Polaritätsgesetzes klarer werden, daß sich diese beide Kreise gegenseitig bedingen, und jeder der beiden Kreise seine Existenz dem anderen Pol verdankt.
...
Das Ziel dieses Weges ist die Vollkommenheit des Menschen, ist die Weisheit, die Überwindung der Polarität, die Vereinigung mit Gott, die Unio mystica, die chymische Hochzeit, das kosmische Bewußtsein. Alle diese Begriffe sind Versuche, dieses Endziel des menschlichen Weges zu umschreiben. An dieser Stelle müssen solche Begriffe noch sehr phrasenhaft klingen, aber ich hoffe, daß unsere weiteren Betrachtungen diese Begriffe mit immer mehr Inhalt anfüllen werden.
Um das Ziel zu erreichen, ist es notwendig, diese esoterischen Gesetze dieses Universums zu erkennen und sie auch verstehen zu lernen. Hand in Hand mit der fortschreitenden Erkenntnis muß der Mensch sich wandeln, muß bewußter werden, um seine wahre Aufgabe und sein Ziel immer deutlicher verstehen zu können. Auf einem solchen Weg sind Orientierungshilfen sehr nützlich, Wegweiser und Tafeln, die eine Auskunft geben, wo an einer bestimmten Kreuzung der rechte Weg weiterführt. Solche Hilfsmittel sind die esoterischen Techniken und Disziplinen, von denen es viele gibt. Als Beispiele seien hier nur die wichtigsten erwähnt: Astrologie, Kabbalah, Tarot, Alchemie, Magie, Yoga, Meditation, I Ging. All diese Disziplinen sind kein Selbstzweck, sondern Hilfsmittel zur Orientierung, Wegweiser auf dem Weg.
...
Dies erwähne ich deshalb , weil zur Zeit die Beschäftigung mit den östlichen esoterischen Systemen und Religionenzu einem Modetrend geworden ist, der viele übersehen läßt das wir im Westenebenfalls ein reiches Angebot esoterischer Systeme besitzen, die den Vorteil haben, unserem Denken und unseren Lebensgewohnheiten besser angepasst zu sein.
Dies ist der einzige Grund, warum ich mich bei allen Arbeiten fast ausschließlich auf die vier Säulen der westlichen Esoterik beziehe, welche sind: Astrologie, Kabbalah, die Alchemie, und die Magie. Diese systeme werden häufig als Wissenschaften ersten Ranges bezeichnet, aus denen erst im Lauf der Zeit die Wissenschaften zweiten Ranges (Astronomie, Chemie und so weiter) sich entwickelten.
Die Esoterik ist so alt wie die Menschheit. Sie hat es immer gegeben und wird es immer geben. Sie bewahrt von Anfang an die Summe des Wissens, das dem Menschen über das Universum zugänglich ist. Ihre Lehren sind zeitunabhänig, sie wurden niemals korrigiert, niemals modernisiert, veralten nie.
Unsere moderne Wissenschaft versteht nicht, daß alles Wissen immer da ist. Sie lebt vielmehr in dem Wahn, daß man durch jede neue Entdeckung der Wahrheit näher käme und es daher eine Frage der Zeit ist, bis man "Alles" weiß.
Aus esoterischer Sicht verhält es sich gerade umgekehrt. Das Wissen ist immer da, nur der einzelne muß sich zu ihm hin entwickeln, um es erkennen zu können."
(aus  "Sicksal als Chance" von Thorwald Dethlefsen)

Gruß Uranus32!


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Beiträge: 677
Registered
(@yossarian)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Nette Ausführungen, Uranus, nur in meinen Augen nicht ganz präzise.
Die Esotherik wird in dem von dir zitierten Text als eine feste Säule betrachtet, die es immer gegeben hat, und die scheinbar eine Einheit darstellt.
Nur wie erklärst du es dir, dass fast jeder Esotheriker seine eigene Wahrheit hat ? Jeder denkt anders über sich, die Welt, den Sinn des Lebens etc.
In der Wissenschaft gibt es ein festes Grundmuster (Teilchenphysik, Elektronik .......), das eigentlich alle anerkennen und auf dieser Grundlage weiterforschen.

Die Esotherik kennt anscheinend unendlich viele Wahrheiten und behauptet von sich, alles zu einem ganzen zu vereinen.
Ein Widerspruch in sich.

Gruss
Yossarian


Antwort
Beiträge: 149
Registered
(@der-bademeister-2)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

Hi,

@Yossi

Das ist nur ein Widerspruch, wenn du nicht bereit bist, die Schrotschusstechnik anzuwenden .... viele Kugeln, die meisten gehen vorbei und irgendwas wird schon treffen - ich bin sicher, dass - sollte die Weltformel jemals gefunden werden - die ein oder andere esoterische Regel / Welt / Anschauung perfekt passen wird. Und alle werden sagen "ich hab's ja schon immer gewusst ... "  ;D

Gruss @alle
vom Bademeister


Antwort
Beiträge: 828
Registered
(@rinnsal)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

und folglich ist esotherik irrelevant weil zu viel müll existiert...


Antwort
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