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Vorstellung

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Themenstarter
(@ockhams-razor-2)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren
[#1396464850]

Moin Leute,

ich bin zu dem Schluss gekommen dass es Zeit wird mich hier mal vorzustellen. Ich bin schon ne ganze Weile im Forum unterwegs gewesen (zugegebenermaßen habe ich die Themen hier mit einer Mischung aus Neugier, Faszination und gelegentlich ner gehörigen Portion Humor verfolgt), bevor ich mich angemeldet und gelegentlich mal meinen Senf zu den Dingen gegeben habe.

Eines zuerst: Ich stehe Verschwörungstheorien skeptisch gegenüber. Ich glaube bei Weitem nicht alles was in der Zeitung steht und gehe davon aus das genügend "hinter den Kulissen" geschieht - manchmal zu Recht, manchmal zu Unrecht.

Mein größtes Problem mit großen Verschwörungen ist die Geheimhaltung: Es gab gute Gründe wieso es in der Antike zum guten Ton gehörte briliante Architekten ins Fundament ihrer Meisterwerke zu betten, denn die Geheimhaltung ist selbst damals ein Albtraum gewesen. Wenn ich mich also frage ob die Mondlandung ein Fake war, dann stellt sich zunächst die Frage nach der technischen Machbarkeit. Da ich kein Ingenieur bin und vorliegendes Material möglicherweise gefälscht ist endet mein Weg hier bereits. Und dann kommt die Frage nach der Geheimhaltung. Ich frage mich wieviele Personen in welcher Position Geheimnisträger sein müssten um einen derartigen Betrug durchzuführen und ein halbes Jahrhundert Stillschweigen zu wahren. Und da endet die Überlegung bereits, da eine derartige Geheimhaltung für mich nicht plausibel ist.
Ein anderer Fall ist die Theorie dass Edward Snowden in Wirklichkeit im Auftrag der NSA Fehlinformationen streut und so wirklich große Geheimnisse schützt bzw. Feinden der USA eine imaginäre Bedrohung präsentiert die ihnen das Leben erschwert. Diese Theorie bräuchte lediglich eine Handvoll hochrangiger Entscheidungsträger und einen "Idealisten" der derart loyal zu seinem Land steht dass er defacto ein Leben auf der Flucht inkauf nimmt.
Alles in allem halte ich die meisten Verschwörungstheorien jedoch für Unfug.

Das Wort "Verschwörungstheoretiker" hat häufig eine abwertende Notation und ich kann mich da nicht ganz ausschließen. Einen Teil dieser Gruppe halte ich für
[list]
[*][b]Spinner[/b], ein weiterer sind
[*][b]Trolle[/b], außerdem gibt es
[*][b]Romantiker[/b] die ein bißchen Magie/Mantel&Degen/... in ihrem leben sehen möchten. Außerdem gibt es
[*][b]Idealisten[/b], die unfähig sind sich vorzustellen dass ganz normale Menschen zu einer derartigen Boshaftigkeit in der Lage sind wie man sie an manchen Orten in der Welt finden kann.
[/list]

Ich nehme hier manche Beiträge nicht allzu ernst, im Allgemeinen schreibe ich hier allerdings weil ich es interessant finde wie sich Menschen mit anderer Weltanschauung bestimmte Sachverhalte erklären die mich davon überzeugt haben dass die meisten Verschwörungstheorien kein Fundament haben.

Ich kann euch versichern: Wenn ich mich hier nur angemeldet hätte um euch zu verarschen, dann hätte ich mich "Illuminat23" genannt und möglichst dämliche Beiträge/Threads verfasst.


3 Antworten
Beiträge: 2134
Admin
(@erutan)
Mitglied
Beigetreten: Vor 21 Jahren

Danke für die Vorstellung.

Zum Thema Geheimhaltung kann ich Dir versichern, daß Du falsch liegst wenn Du der Ansicht bist, daß alles an die Öffentlichkeit kommen muß wenn nur genug Leute involviert sind.

Die besten Beispiele dafür wie einfach selbst große Projekte geheimzuhalten sind, erkennst Du nicht zuletzt an den jünsten Enthüllungen durch sogenannte Whistleblower. Diese und ähnliche Projekte gab es viele Jahre lang, unzählige Menschen waren involviert und wußten bescheid und niemand decke die Sachen auf. Bisher gibt es nur zwei Personen, die sich nicht an diese Geheimhaltung hielten.

Die jüngere Geschichte ist voll von solchen Projekten.

Die sog. Black Projects, d.h. die Entwickung der Tarnkappenflieger sind ebenso ein Beispiel wie MKUltra.

Dein Argument ist also keines.
Insbesondere dann nicht wenn man weiß, daß Whistleblower nur in Verbindung mit klassischen Medien erfolgreich sein können, denn nur denen glauben Menschen wie Du. Ich mache mit Dir jede Wette, daß Wikileaks für Dich in seiner Anfangszeit nur eine weitere Seite von Verschwörungsspinnern war. Erst als die klassischen Medien darüber zu berichten begannen und nicht anzweifelten was Wikileaks veröffentlichte, wurde es für Dich zur Tatsache.

Den einen oder anderen Whistleblower mag es also auch früher schon gegeben haben nur ist dessen Stimme ungehört verhallt.


Antwort
Beiträge: 447
Registered
(@thagirion)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren

Dann mal ein nachträgliches Willkommen von mir.

Das Wort "Verschwörungstheoretiker" hat häufig eine abwertende Notation und ich kann mich da nicht ganz ausschließen.

Hast Du Dich auch schon mal gefragt, weshalb Schlagworte mit solcher Belegung in den Köpfen der Masse installiert werden? In dem Moment, in dem ein solches Kommandowort fällt, schaltet der Massenmensch nämlich schlagartig sein Denken aus und die programmierten Routinen laufen automatisch ab. Neben "Verschwörungstheorie" sind das z.B. noch "Sekte" oder "Drogen". Es gibt noch ein paar mehr solcher Worte. Na, Du hast es immerhin selbst gemerkt.
Um noch auf die angesprochenen Mondlandungen einzugehen: Die USA wurden damals von den Sowjets sehr genau überwacht, und die hätten sich nie und nimmer derart verarschen lassen. Sie waren selbst haarscharf dran an einer bemannten Mondlandung, sie waren praktisch abflugbereit und haben ihr Projekt im letzten Moment abgebrochen, um nicht die Zweiten zu sein. Dass an den amerikanischen Mondaufnahmen nicht alles echt war und sicher nicht alles so glatt lief wie berichtet, kann ich mir gut vorstellen, aber auf dem Mond waren sie, da bin ich mir sicher.


Antwort
Beiträge: 2134
Admin
(@erutan)
Mitglied
Beigetreten: Vor 21 Jahren

Es ist eigentlich ganz einfach:

Die negative Belegung des Begriffs "Verschwörungstheoretiker" rührt einfach von dem Umstand her, daß ein Verschwörungstheoretiker eteas unterstellt, was die meisten Menschen schier für unmöglich halten: Die Verschwörung einer mehr oder weniger kleinen Gruppe von Menschen gegen den Rest.
Denn die Anerkennung dieses Umstandes würde bedeuten, daß man selber möglichweise das Ziel oder der Leidtragende dieser Verschwöung ist und ergo eigentlich handeln müßte. Dieses Handeln aber scheint so blockiert und mit Furcht beladen zu sein, daß man lieber alle Verschwörungstheorien weit von sich weist.

Dabei haben sich viele Verschwörungstheorien längst durch harte Fakten unwiederlegbar bestätigt. Daß es solche Verschwörungen tatsächlich und nicht nur in der Phantasie der Verschwörungstheoretiker gibt, steht also außer Frage. Trotzdem wird jede noch nicht bestätigte Verschwörungstheorie zunächst einmal bestritten und vehemmend bekämpft.

Der Kampf gegen Verschwörungstheoretiker ist relativ einfach, da sich jeder dieser Gruppe zuordnen kann und daher leider viele hinzugerechnet werden, die dort wirklich nichts zu suchen haben. Das Internet ist voll von den abstrusesten Verschwörungstheorien und solchen Menschen, die einfach alles kritiklos und unreflektiert glauben was nicht der offiziellen Darstellung entspricht.
Dabei macht nich niemand auch nur die geringesten Gedanken darum, ob diese Verschwörungen für die Verschwörer überhaupt Sinn machen würden.
Last not least mischen stest andere Gruppen mit, die ihre eigenen Interessen verfolgen. Hier sind vor allen Dingen die Esoteriker und die braunen Esoteriker zu nennen, die Verschwörungstheorien gerne als Trägermedium zur Verbreitung ihrer Glaubensinhalte nutzen.

Indem man solche Individuen zu Muster-Verschwörungstheoretikern macht, diffamiert man auch alle anderen geich mit.

Last not least packen die meisten Menschen einfach viel zu viele Inhalte zu den Verschwörungstheorien hinzu. Fr einige Meschen sind auch Dänikens Aussagen Verschwörungstheorien.
Daß man sich da leicht verzetteln kann, ist vorprogrammiert.

Für mich sind dumme, engstirnige, dogmatische Hstoriker lediglich die Folge einer Verschwörung aber keine eigenständige Baustelle.


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