Das Geniale dabei ist, daß dem lagalen Hanf, also dem Nutzhanf, die natürliche Schädlingsresistenz weggezüchtet wurde und jetzt muß man die Felder mit allerlei chemischem Zeugs behandeln, damit man ihn überhaupt wirtschaftlich anbauen kann. Das halte ich persönlich für noch absurder, als die Idee eine Pflanze zu verbieten.
In gewisser Weise als abartig muß ich auch die Bestrebungen der pharmazeutischen Industrie ansehen, den Wirkstoff (so er denn alleinig für die Wirkung verantwortlich sein sollte) in reiner Form zu gewinnen und ihn als Medizin zu vermarkten. Natürlich zu unerhöhrten Preisen. Und das, wo Hanf als Unkraut an der Strasse wachsen könnte!
Nicht zu erwähnen solche Situationen, wo Epileptiker oder Krebskranke als Verbrecher hingestellt werden, nur weil sie im Selbstversuch erkennen mußten, daß dies das einzige Mittel ist, das ihnen wirklich hilft.
Allgemein ist es wohl eine Art "Wunderpflanze", auf vielen verschiedenen Gebieten einsetzbar, nur anscheinend nicht wirtschaftlich genug.
Wie konnte das eigentlich passieren? Nehmen wir nur mal den kulturellen Aspekt, so kann man es definitiv als heimische Kulturpflanze bezeichnen, seit langen Zeiten genutzt (und das sicher nicht nur in Form von Seilen oder Klamotten 8)). Wie konnte eine solange Zeit der Nutzung in Vergessenheit geraten? Ja sogar ins Gegenteil verkehrt und geleugnet werden?
Wie kann man sagen, Alkohol gehöhre zu unserer Kultur, Hanf nicht?
Zur Frage der Abbaugeschwindigkeit:
@Zweistein
Da wirst du nie verbindliche Richtlinien finden, denn die Abbaugeschwindigkeit ist, so wie die Wirkung, abhängig von der Person. Natürlich auch von dem Konsumverhalten der Person.
Im allgemeinen kann man nur sagen, das die Halbwertzeit des THC ~12-36 Stunden beträgt. Je regelmäßiger man raucht, desto kürzer ist diese Zeit.
Zu bedenken ist hier vor allem, daß es sich um eine Halbwertzeit handelt, also nach der angegebenen Zeit lediglich die Hälfte des Stoffes abgebaut wurde und zum anderen, daß nicht auf THC, sondern auf seine Abbauprodukte geachtet wird. THC selbst ist nämlich fettlöslich und sammelt sich deshalb bevorzugt in fetthaltigem Gewebe (wie z.B. Gehirn). Aus dem Blut selbst ist es bereits nach kurzer Zeit verschwunden, aber halt nicht die Abbauprodukte.
Der Witz ist auch, daß es nicht das THC ist, das platt macht, sondern eines oder mehrere der Abbauprodukte. Dies ist der Grund, warum das "erste Mal" recht wenig bringt, es muß erst ein spezielles Enzym in der Leber gebildet werden, daß in der Lage ist, das THC abzubauen. Leute, die dieses Enzym nicht bilden können, können nie "richtig" platt werden. :-[
Das Hauptproblem bei diesen Testmethoden ist allerdings, daß man nicht genau sagen kann, ob derjenige Gestern oder vor einer Woche einen geraucht hat. Man kann nur sagen, das geraucht wurde.
Das Problem mit den Grenzwerten dürfte auch dadurch vergrößert werden, das eine Standartisierung nicht möglich ist. Wir haben hier einfach zuviele Faktoren: Menge im Joint, Qualität des Inhaltes...
Es gibt halt nichts vergleichbares mit: "Ein 0,5L Bier hat 4.8Vol%, also beträgt die Menge Alkohol genau x Milligramm" Alles, was man sagen kann ist lediglich, daß ein Tütchen mit der gleichen Menge Schwarzem heftiger knallt, als einer mit Piece, mehr nicht.
(hmm, ist glaube ich etwas chaotisch verfasst, aber DARAN lag es diesmal nicht ;))
bis denn!
dark knight13
@ dark knight
wenn man wollte liesse sich sicher eine Möglichkeit finden einen Wert festzulegen der messbar ist. Das muss nicht unbedingt THC sein. Eher so was wie "Wenn das Rot aus den Augen verschwunden ist darf man wieder fahren" ;D 8) Man sollte den Rauschzustand besser oder anders definiern können als über den THC Wert. Da kenn ich mich aber zu wenig aus. Gibts hier im Forum keinen Medizinstudent der das als Doktorarbeit in Angriff nehmen kann? 😉
@ Uranus
Der Hanf ist auch nicht mehr das was er mal war. Viele Sorten sind hochgezüchtet, mit anderen Sorten gekreuzt oder sogar Genmanipuliert. Also kein reines Gottesgeschenk mehr.
Grzzz
2stone
Das ist aber immer noch nicht wie beim Alc.!
Es ist auch kein Koks oder sonst so'n schiss.
Fahren sollte man dann (wieder), wenn man in der lage ist die wirkung zu kontrollieren und diese im Griff hat.
Diese Wirkung lässt sich nähmlich bewusst steuern und abschalten sowie wieder einschalten!
Selbstbeherrschung in min. großer Portion nötig!
Gruß, Prema
Wenn einer Ahnung haben sollte, dann doch die User, oder? Aber ich verstehe jetzt, was du meintest, also eher so eine Art Test, der dir selber sagt, ob oder ob nicht. Aber das mit der Rauschzustandsdefinition dürfte noch schwerer werden als bei Alk. Und das mit den Medizinstudenten dürfte so eine Sache sein. Immerhin soll an einer illegalen Substanz geforscht werden, was zwar nicht unmöglich ist, aber mit einigen Auflagen und einer Menge Papierkrieg verbunden sein dürfte. Muß demjenigen also so wichtig sein, daß er bereit ist, die Zusatzarbeit auf sich zu nehmen. Auch dürfte das für die Reputation nicht so günstig sein, aber einen Aufruf ist es durchaus wert.Da kenn ich mich aber zu wenig aus. Gibts hier im Forum keinen Medizinstudent der das als Doktorarbeit in Angriff nehmen kann?
Aber vielleicht wird unser Land bald auch in diesem Punkt von der Realität überhohlt und es ist bald von "Kiffernationen" umgeben. Niederlande haben wir schon, in der Schweiz wird (soweit ich weiß) heftig diskutiert, über die anderen Länder könnte ich jetzt allerdings nur spekulieren, glaube da was gehöhrt zu haben. ;D
In Frankreich läuft gerade das Gegenteil ab, die gehen derzeit intensiver(streng) gegen Kiffer vor weil es überhand nahm.
Die dummis, es gab da doch schon mal eine Revulution...
Bei uns ist es ja glücklicherweise so, daß es zur debatte steht. Immerhin wurden testweise in Berlin 5 Coffeeshops legalisiert.
Was hat ein Doktor ahnung vom Kiffen(Kiffern)?
Genausowenig wie der Kiffer sich für den Doktor interessiert; GarNicht!