Die extrem niedrigen Preise in den Discountern waren Ausdruck eines Preisdumpings und Verdrängungskampfes. Dabei machen die Milcherzeuger nun nicht mehr mit, weil sie ihre Milch nun nicht mehr billig verschleudern müssen sondern neue Märkte in Osteuropa und China locken. Solche Verträge laufen langfristig, deswegen kommt der Preisanstieg so plötzlich.
Marktwirtschaft halt, weis garnicht warum sich da immer alle aufregen, alle wollen doch die Marktwirtschaft?
Wäre ja auch alles kein Problem, viele Bauern würden jetzt gerne mehr Milch produzieren (Marktwirtschaft halt, $ in den Augen und so 😉 ), sie dürfen aber nicht, weil die EU das verbietet. Was über die Quote produziert wird, muß weggeschüttet werden oder an die Kälber verfüttert. Darüber sollte man sich mal aufregen.
So mal Hand auf Herz, wer hat in der letzten Zeit bemerkt, das der Preis für (preiswerten) Orangensaft extrem gestiegen ist, so sehr, das er fast schon HohesC-werte erreicht hat? Lag an schlechten Orangenernten.
Stand aber nicht groß in der Bildzeitung, deswegen hat das kaum jemand bemerkt.
Der kommende Preisanstieg wird wieder vor allem das untere Preissegment betreffen, die Markenprodukte werden nur wenig steigen, weil die eh Fantasiepreise haben.
Es wird also nur die Armen in der Gesellschaft empfindlich treffen, vor allem auch deswegen, weil sie den Preisen kaum ausweichen können und ein Großteil ihres Geldes eben für Lebensmittel draufgeht.
Die Mittel und Oberschicht hat einen ganz anderen Warenkorb. Die gleichen die teureren Lebensmittel eben mit billigeren Autos und Plasmafernsehern(übertrieben ich weis) aus. Ausserdem sind sie nicht so auf Billigprodukte angewiesen, also werden sie net soviel davon merken an der Kasse.
Was die Inflation betrifft: In unserer "wunderbaren" Zinswirtschaft ist das freilaufende Geld verdammt knapp. Es ist eigentlich zuwenig da. Dazu kommt noch das Problem , das alle die weniger als 300.000€ angelegt haben, mehr Zinsen zahlen als sie bekommen (Zinsen sind in den ja auch in allen Preisen und Steuern mit drin).
Da kommt uns doch so eine Inflation gelegen, in der das Geld abgewertet wird. Die müsste sich natürlich auch auf das Einkommen auswirken. Was leider nicht geschieht, die meisten Arbeitgeb... äh -nutzer lassen das Geld schön in der Firma.
Womit wir wieder beim Anfang sind: Wenn es für die eigene Arbeitskraft keinen Markt gibt, muss man sie verschleudern und fürn Appel und nen Ei arbeiten. Wer gut ausgebildet ist und damit gefragt, verlangt halt mehr Lohn oder geht ins Ausland (wie die Ärzte, die verstärkt in England arbeiten).
LG Twin
Nur weil manche Leute nie welches haben heißt das nicht, dass zuwenig Geld da ist, es ist sogar viel zu viel da. Der Kaufkraftverlust beim Dollar ist das Ergebnis, die momentane Krise hängt damit auch zusammen.
Die EU hat die Milchüberproduktion wohl deshalb verboten weil es sonst halt zuviel Milch gäbe und der freie Binnenmarkt eben im Bereich der Agrarprodukte problematisch ist, nicht umsonst geht die Hälfte des ganzen EU-Budgets für Agrarsubventionen drauf.
Ich weiß zwar nicht, wie es ohne diese Maßnahmen aussehen würde, aber von der Brüsseler Planwirtschaft halte ich nichts.
In den USA geht alles drunter und drüber (Brücken brechen zusammen, Stromausfälle, Immobilien-Blase platzt) . . . und der Butterpreis ist auch nicht ohne. ich bin zwar ein Butterfreak und werde darauf gerade nicht verzichten, aber wohin soll das Ganze führen ? Die Schwierigkeiten in den Staaten werden wir zeitversetzt zu spüren bekommen. In MV wird Raps angebaut und dafür wird Subvention gezahlt für BioDiesel. Hallo? In der EU MilchQuote und China ... geht alles hin und kommt von dort, obwohl die ihre Umwelt ruinieren. Sorry, ich schätze die Menschen dort sehr. .. aber sie wissen nicht, was sie tun. jedenfalls nicht die Werktätigen... oder sie wollen es nicht wissen, so what, denen kann man ja keinen Vorwurf machen.
1,3 Milliarden Einwohner (USA 300 Millionen)
L.G. Actimist
Hallo,
Nur weil manche Leute nie welches haben heißt das nicht, dass zuwenig Geld da ist, es ist sogar viel zu viel da
Natürlich ist genug Geld da. Ich meinte ja auch das Geld was der Masse der Bevölkerung zum Tauschen von Waren und Dienstleistungen zur Verfügung steht, also das was wirklich im Blutkreislauf der Gesellschaft ankommt, ist knapp. Das meiste Geld ist heutzutage Spekulationsgeld, das auch schon lange keine Wertgrundlage mehr hat. Ausserdem wirkt der Zins mehr und mehr als Produktivitätshemmer. Das Sytem bricht halt irgendwann mal zusammen.
Die Wirtschaft hält mit folgenden Strategien dagegen:
-Ausreizen der Effektivität bis zum letzten (Entlassungen trotz Mehrarbeit, Kosteneinsparungen, Zusammenlegungen, Outsourcing usw.)
-extreme Werbung, um den Geldfluß künstlich am laufen zu halten
-Krieg (wirkt immer gut, vorher werden Waffen produziert, nachher boomt die Bauwirtschaft)
-Eröffnen neuer Märkte (Globalisierung)
-Marktfreigabe von Bereichen, die früher nicht am Markt waren (Strom, Post, ÖV, Kindergärten, Sozialwohnungen etc.)
Aber irgendwann sind die Maßnahmen ausgereizt und dann knallts gewaltig.
Man sollte zum Geldsystem einen eigenen Thread aufmachen, ist sehr komplex und interessant das Thema.
Kleiner Linktip [url] http://www.secret.tv/artikel/Wege_aus_der_ZinsGeldfalle_3634.html [/url]
Achtung geht etwas länger (65min) aber man kann es ja nebenbei hören.
Sehr objektiv und anschaulich, bissl esoterisch angehaucht, stört aber nicht.
LG Twin
Es gibt schon Threads zum Geldsystem
[url] http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1184179219 [/url]
[url] http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1178380111 [/url]
Wenn jemand noch mehr zum thema Geld hat dann her damit
mfg joosh