Schlußendlich wurden die kleinen einfach beiseite geschoben und nun wird eine nette kleine Einheitspartei in die Wege geleitet der niemand mehr etwas entgegenzusetzen hat.Damit ist die (ohnehin schlecht geschauspielterte) Scharade vom wichtigen "demokratischen Instrument" der Opposition also nun endlich vom Tisch und eine Maske ist gefallen.
Hmm, ich interpretiere den Wahlausgang etwas anders. Ich glaube nicht, daß aus dieser jetzigen Möglichkeit einer Großen Koalition
eine 'Einheitspartei' entstehen kann. Dazu sind die dem Wahlvolk vermittelten 'Werte' dieser 'Doorwaypage'-Parteien zu konträr, sind die Berührungsängste zwischen Ruhrpott-Malocher und niederbayrischem Jagdpächter zu groß.
Der Effekt, der mich besorgt, ist, daß sich ab jetzt mindestens 5 Parteien etabliert haben. Und daraus folgt, daß nach jeder jetzt folgenden Wahl das gleiche Hickhack und 'Possenspiel' eintritt, da die Möglichkeiten, eine regierungsfähige Mehrheit zusammenzustellen, nur bei Großer Koalition oder einer Koalition aus min. 3 Fraktionen gegeben sind. Also noch weniger Tat und noch mehr Geschwätz (...und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann bild ich einen Arbeitskreis.)
In Weimar war das der Anfang vom Ende. Warten wir auf die ersten Notstandsverordnungen ...
Gruß
Bergamr
Hmm, ich interpretiere den Wahlausgang etwas anders. Ich glaube nicht, daß aus dieser jetzigen Möglichkeit einer Großen Koalition
eine 'Einheitspartei' entstehen kann. Dazu sind die dem Wahlvolk vermittelten 'Werte' dieser 'Doorwaypage'-Parteien zu konträr, sind die Berührungsängste zwischen Ruhrpott-Malocher und niederbayrischem Jagdpächter zu groß.
Komplett richtig.
Die Frage ist nur: Müssen sich die Parteien an die, dem Wahlvolk vor der Wahl vermittelten Werte auch nach der Wahl halten?
Ich denke nein!
Beide Parteien haben auch eine passende Ausrede parat, die der als "Wahlbetrüger" geschotenen SPD nach der vorletzten Wahl fehlte:
Beide Parteien können angeben, sie seien zu Zugeständnissen an die jeweils andere (ja beinahe gleichstarke) Partei gezwungen gewesen.
Auf diese Weise werden sich beide Parteien ihrer Wahlversprechen weitestgehend entledigen und übrig bleiben werden die bitteren Pillen, die ja vor der Wahl ebenfalls vermittelt wurden weil man ja ach so ehrlich sein wollte.
Der Begriff Einheitspartei ist zu dieser Zeit vielleicht noch etwas überspitzt. Sagen wir, es ist eine "de facto Einheitspartei im Gewand einer großen Koalition".
Fakt ist ja, daß es keine politische Macht mehr geben wird, die groß genug ist, dieser "großen Koalition" Einhalt zu gebieten....auch wenn diese vermeintlichen Knüppel, die man dem politischen Gegner hie und da medienwirksam zwischen die Beine schleuderte nichts anderes als ein von vorn herein geplantes Possenspiel waren.
Nun wird es bald viele wundern, in welchem rasanten Tempo unbequeme politische Entscheidungen in Zukunft durchgesetzt werden. Noch ehe man sich versieht ist der Karren noch viel tiefer in den Dreck gefahren als bisher.
Darauf verwette ich meinen A****.
Als seinerzeit die vorgezogenen Neu"wahlen" ins Gespräch kamen habe ich meinen Schwiegeltern exakt diese Entwicklung vorausgesagt, bin ausgelacht worden und habe darauf gewettet.
Tja und bald ist Zahltag ;D
Grüße
Erutan
Etwas zu diesem Thema muß ich einfach noch loswerden obwohl ich weiß, daß es eh nix bringt:
Der Ausweg aus diesem Dilemma ist sooooo einfach:
Die Macht des Regimes beruht alleine darauf, daß die einzelnen Staaten riesige, niemals abtragbare Berge von Schulden bei ihm haben, die durch Zins und Zinseszins immer weiter ansteigen.
Spurt ein Staat nicht wie gewünscht, werden andere Staaten draufgehetzt wie ein Casinobesitzer einen bei ihm hochverschuldeten ehemaligen Profiboxer dazu einsetzt, anderer Leute Schulden einzutreiben.
Die USA sind i.d.R. der "hochverschuldete ehemalige Profiboxer" des Regimes.
Das Regime selbst hat nahezu keine Möglichkeit der Selbstverteidigung. Alleine die Uneinigkeit der einzelnen Staaten untereinander und das damit verbundene Mißtrauen sorgt dafür, daß sie sich nicht gegen das Regime zusammenschließen.
Sie müßten dem Regime lediglich geschlossen erklären, man würde sich fortan als schuldenfrei betrachten und jedwede Zahlung einstellen.
Wenn so etwas nur ein einziger Staat erklärt...nunja, man kennt ja die Geschichte.
Quasi aus dem Stand heraus würde es hier und in unzähligen anderen Staaten wieder steil berauf gehen.
Wenn es aber so weitergeht wie bisher dann wird bald der Punkt erreicht wo es definitiv nicht weitergeht. Bis es so weit ist, geht es dem größten Teil der Bevölkerungen jedoch bereits so schlecht, daß sie - unzufrieden wie sie sind - keine große Panik mehr vor einem Krieg haben.
Menschen im Wohlstand halten nichts vom Krieg aber wer den täglich fortschreitenden Verfall und die zunehmende Armut am eigenen Leib spürt, denkt anders.
Während des Krieges werden jedoch große Mengen an Krediten gebraucht und auch dem Krieg benötigen viele Staaten Kredite für den Wiederaufbau.
Und so beginnt die Schuldenspirale von vorn....
Allen geht es zunächst gut....bis die Schulden immer mehr anwachsen.
Argentinien hat ja einen Schritt in diese Richtung gemacht, aber soweit ich weiß, nicht konsequent zuende gegangen. Argentinien hat sich zwar entschuldet, aber nur um den Preis einer neuen Verschuldung.
Schade eigentlich, wäre ein guter Ansatz und Anfang gewesen ....
Gruß
Bergamr
Die Frage ist nur: Müssen sich die Parteien an die, dem Wahlvolk vor der Wahl vermittelten Werte auch nach der Wahl halten?
Sie sollten das tun, aber jeder ist sich darüber im klaren, daß das nicht passieren wird...
Vor kurzem in MX fragten mich einige Leute, was denn mit den Wahlen in D ist und was ich wählen würde (war ja nicht da, und hatte auch keine Briefwahl gemacht).
Ich habe geantwortet, daß die Wahl in D mir quasi die Entscheidung zwischen Pest und Cholera lässt...
Alle Leute in MX wussten, was ich damit sagen will...
Gruß, Dyke