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Nur in England oder auch in Deutschland??

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(@segestus)
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http://rhein-zeitung.de/on/04/01/08/ < http://rhein-zeitung.de/on/04/01/08/>

"Wikinger-Fund" war Terrasse aus den 40ern
London - Ein "sensationeller" archäologischer Fund aus alter Wikinger-Zeit
hat sich in Schottland als Hausterrasse aus den 40er Jahren entpuppt. Das
berichtet der "Daily Mirror". Eine Frau hatte in ihrem Garten in Buckhaven
mysteriöse Steinplatten entdeckt und Archäologen informiert. Ein
Wissenschaftlerteam eilte herbei und legte vier Tage lang sorgfältig die
Überreste einer vermeintlich 1000 Jahre alten Wikinger-Siedlung frei. Ein
gefundenes Haushaltsgerät brachte dann die Ernüchterung.


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(@segestus)
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Auch bald bei uns die Lösung????

Aus dem Weser-Kurier vom 3. August 2004:

Londons City ist freigegeben ab 16 Jahren
Alle Jüngeren haben dort nach 21 Uhr Ausgehverbot / Scotland Yard: Es ist ein Test

Von unserem Korrespondenten
Frank Herrmann  

London. Spötter sprechen von der Lex Blair, der Lex Euan Blair, um genauer zu sein. Vor ziemlich genau vier Jahren, machte Euan, der älteste Sohn des britischen Premierministers, Schlagzeilen. Eines Abends, so gegen elf, lag er volltrunken auf dem Leicester Square, dem belebtesten Platz des Londoner Amüsierviertels West End. Mit Schulfreunden hatte er feuchtfröhlich die bestandene Prüfung gefeiert, zu feucht und zu fröhlich. Ein Bobby las ihn auf, und als Euan auf der Wache endlich befragt werden konnte, kam es heraus. Ein 16-Jähriger, der in 10 Downing Street wohnte, das konnte ja nur der Spross des Regierungschefs sein.

Die Sache wurde publik, Blair senior klagte vor laufenden Fernsehkameras über den manchmal vergeblichen Spagat, Vollblutpolitiker und zugleich gut erziehender Vater zu sein. Die Briten zollten ihm damals für seine Offenheit Lob, doch jetzt hat Euans Sauftour ein drakonisches Nachspiel.

Teenager bis 16 können von der Polizei eingesammelt und nach Hause gefahren werden, wenn sie sich nach 21 Uhr noch in den Trubelvierteln der Londoner Innenstadt aufhalten. Die neuen Regeln gelten seit Ende Juli. Schon ist, vielleicht eine Nuance zu grell, von einem Ausgehverbot für Minderjährige die Rede.

Die Zone gesteigerter Strenge umfasst so ziemlich alles, was Jugendliche in der City anzieht. Die Oxford Street mit ihren Kaufhäusern fällt ebenso darunter wie der Piccadilly Circus, der Trafalgar Square, der von berühmten Kinos gesäumte Leicester Square sowie die Gegend um die Bahnhöfe Paddington und Victoria. Auch Soho, wo sich eine Rotlichtbar an die andere reiht, darf in der Liste nicht fehlen. Breit verstreut übers Zentrum hat Scotland Yard "dispersal areas" markiert, Gebiete, in denen Gruppen von zwei oder mehr Jugendlichen "auseinander getrieben" werden können, wenn sie laut und/oder betrunken sind oder einfach nur "auf verdächtige Weise" herumlungern - so das amtliche Vokabular.

"Schwachsinn!" schimpft Barry Hugill, Direktor der Bürgerrechtsinitiative Liberty. Es sei idiotisch, ausgerechnet das Herz der größten Metropole Europas für Tausende junger Leute zur verbotenen Zone zu erklären. "London an Stelle von Bagdad unter Ausgangssperre zu stellen, das ist doch reiner Wahnsinn." Die linksliberale Sonntagszeitung "Observer" stimmt ihm zu. Als Idealbild schwebe der Law-and-Order-Riege offenbar jene "Kirchenhalle voller Tischtennisplatten" vor, in der Heranwachsende unter gütiger Aufsicht Zelluloidbälle schmettern. "Aber so leben die meisten Kinder von heute nun mal nicht."

Angesichts scharfer Proteste sieht sich Scotland Yard veranlasst, ein paar Feinheiten richtig zu stellen. Man nehme ja nicht jeden Flaumbart ins Visier, verteidigt Vize-Chef Sir Ian Blair die plötzliche Härte. Seine Streifen konzentrierten sich nur auf solche Teens, die andere belästigten oder irgendwie bedrohlich wirkten. Etwa auf Jugendbanden wie die "Trocadero Gang". Die traf sich zu später Stunde am Piccadilly Circus, um verspätete Partygäste in Nachtbussen auszurauben. Der Benjamin dieser Gruppe war gerade mal zwölf. Eines will Scotland-Yard-Blair dennoch klarstellen: Er hält es für "keine gute Idee, dass jemand unter 16 abends nach neun allein auf der Straße ist".

Abgesehen davon, dass viele Londoner die Ansicht des Beamten für realitätsfremd halten, steckt der Teufel im Detail. England kennt keine Ausweispflicht. Wie soll ein Bobby also wissen, wer 16 ist und wer älter? Anhand des Personalausweises kontrollieren kann er es nicht. Bleiben nur Schätzungen, und da kann man sich irren. Das Ganze sei ein Versuch, beschwichtigt Scotland Yard. die Gemüter. Die Testphase dauere ein halbes Jahr, dann sehe man weiter.


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