Hai kernspecht,
interessanter Aspekt, das mit den Ethnien.
Wie ist das mit den verschiedenen islamischen Richtungen? Kann man die Sunniten und die Schiiten denn auch ethnisch zuordnen? Wahabiten spielen soweit ich weiß in der Gegend keine Rolle.
Oder sind die von Dir genannten Altarischen noch Anhänger anderer, älterer Religionen? Was gab's da noch, zoroastrisch und noch was älteres und auch noch alte Christen?
Gruß
Bergamr
Ethnische Volkszugehörigkeit bedeutet nicht immer gleiche oder einheitliche Glaubensrichtung.
Das kann individuell sein. Das Umfeld formt den Menschen.
Denke, dass ISIL dort faschostyle alles ausmerzt, was nicht deren Vorstellungen eines radix-Islam entspricht.
Ein anderer bemerkenswerter Punkt ist: die kurdischen Frauen sind den Männern gleichberechtigt. Kämpfen dort an der Front, genauso tapfer oder wie ihre Männer. Das war ja bei den Germanen auch so.
Desweiteren ist mir noch bekannt, dass Kurden sich offenbar nur mit anderen Kurden verheiraten sollen/dürfen.
Das dürfte aber nach heutigem Stand der Medizin langfristig zu genetischer Verarmung führen.
Was Religionen oder Kulturzeugnisse betrifft, die vor der Islamisierung dieser Gebiete dort verbreitet waren, so ist davon inzwischen nur noch wenig übrig geblieben. :/
Solche Zeugnisse finden sich heute wahrscheinlich nur noch in irgendwelchen Privatsammlungen.
Habe lange nachgedacht, ob ich hier noch Antworten will, mal gucken, ob wir aus diesem Thread doch noch etwas konstruktives machen können...
Humm, was war so unkonstruktiv bisher?
Um es ganz deutlich zu machen: aus meiner Sicht findet aktuell genau dort in der Region, wo sich noch sogenannte altarische Ethnien befinden, eine Säuberung statt.
Humm, klingt interessant. K.A. ob da was dran ist. Die ethnischen Gruppen die arischer Prägung sind werden aber sich mehr zu leiden haben, stechen sie halt mit ihren körperlichen Merkmalen heraus. Allerdings wäre dann fraglich warum diese Menschen sterben sollen.
Der Krieg in Afghanistan war ein Vorwand. In diesem Land wurden bereits viele Einwohner getötet, alle unter Generalverdacht Mittäter des Anschlages von 9/11 zu sein. Klar, in all diesen Konflikten auch um Öl, aber das ist auch nur das, was vordergründig erstmal jeder sieht...
Irgendwie musste ich bei dem Absatz lachen. Nicht böse gemeint. Da man den Massenmedien konsumenten ja einredet es gänge um die Verteidigung der Freiheit am Hindukush. Sprich eigentlich das Thema Rohstoffe, Öl und damit verbunden Geld eigenlich ein verborgener Grund ist, welcher ja in "Wahrheitssuchenden-Kreisen" hauptsächlich als verborgenes Ziel dargestellt wird. Das nun hinter dem verborgenen Ziel vielmehr ein noch verborgeneres liegt, das selbst die "Wahrheitssuchenden-Kreise" empfand ich zum Schmunzeln.
Was mich ebenfalls stört und aufhorchen lässt, ist, dass dort im Namen des Islam, uralte Kulturschätze (aus der Zeit vorher) gezielt vernichtet, oder abgetragen und verschachert werden. Somit wird alles das, was vorher war getilgt und aus der Historie entfernt.
Einer der Hauptgründe, warum ich persönlich mit dem Islam nichts anfangen kann. Zerstörung von Kultur, die einem nicht passt und fremd ist, selbst wenn sie nur aus einer altvorderen Zeit stammt halte ich für Dummheit par excellence. Dazu muss aber auch gesagt sein das der illegale Kunstmarkt, auf dem solche Stücke verschachert werden ins Ausland boomt. Es werden für ein paar "harte" Devisen die Kulturstädten geplündert. Sprich aus Existenznot wird auch einges durch Grabräuberei zerstört beziehungsweise aus ihrem Fundzusammenhang gerißen.
Was meinen Zahnarzt betrifft, so kenne ich seine Motive nicht, warum er jetzt grade nicht mit seiner Familie zurück nach Syrien gehen will. Möglicherweise denkt er, dass er Zahnbohrer+Sonde noch nicht hinreichend gut beherrscht, um damit gegen Artilleriebeschuss und Kalaschnikows zu bestehen. Könnte sein, dass er seine Familie einfach nur in Sicherheit wissen, und für sie sorgen will. Kann ihn ja nächstes mal fragen (nach der Behandlung).Laut lachend
Ja erst danach. Es wird schon so sein, dass er einfach an einem Ort leben mag, wo er Sicherheit für seine Familie hat. Wobei wenn es so wäre, dürfte er sich ja hier wohl sich darüber beklagen was in seiner Heimat geschieht.
Falls noch die Frage aufkommt: warum die Araber nicht selber einfach alle Flüchtlinge von dort aufnehmen: Die meisten Flüchtlinge sind im Libanon, Jordanien und der Türkei, laut UNHCR.
Das ist ja bekannt, nur die "Auffanglager" dort werden nun wiederum auch von Ausländern mit Equipment hochgezogen, sofern es sich nicht um Favela-Style wie in Brasilien oder Südafrika handelt, wo die Menschen sich notgedrungen auf in Bauaktivitäten frei nach Mitteln die schnell verfügbar sind, verwirklichen. Ein Teil der westlichen Spendengelder an Hilfsfirmen fließt ja auch in die Aufrechterhaltung eben dieser Lager. Traurig ist, dass so viele Menschen vertrieben sind/sich auch haben vertreiben lassen. Ich verstehe den Pazifismus und spreche auch niemanden ab, dass er kein Recht drauf hat nie eine Waffe in die Hand zu nehmen. Allerdings denke ich dass man schon zur Verteidigung des eigenen Landes (inbegriffen darin halt Lebensweise, des Wohnorts der Mitmenschen der engeren Gemeinschaft) auch dann zur Waffe greifen sollte. Klingt zwar komisch, aber die Männer in einem 1 Million starken Flüchtlingslager würde allein schon der Masse nach mit ein paar Tausend Hanseln einer Terrortruppe kurzen Prozess machen. Diese mein Leben ist mir zu Wichtig, worauf es hinausläuft, um es nicht in
Gefahr zu bringen Argument zieht bei mir nicht. Klar sollte man sich darauf verlassen wollen, dass "die Armee" deren Zweck ja wäre die Landesverteidigung zu leisten da. Nur eben sind Armeen so gut wie nie gerade dem Zweck dienlich gewesen. Vielmehr sind es eben nur solche die Landesverteidigung im Milizcharakter haben und wo es Bürgerpflicht ist. Siehe der Schweiz, das eben nicht ein macht ausübende Person verfügungsgewalt über die Armee hat. (Das letztere Beispiel ist auch nicht mehr ganz sauber, seit Blauhelm Einsätzen und dem neuen Jahrtausend)
Ein anderer bemerkenswerter Punkt ist: die kurdischen Frauen sind den Männern gleichberechtigt. Kämpfen dort an der Front, genauso tapfer oder wie ihre Männer. Das war ja bei den Germanen auch so.
Desweiteren ist mir noch bekannt, dass Kurden sich offenbar nur mit anderen Kurden verheiraten sollen/dürfen.
Die Kurden sind auch nicht ganz ohne. Ich halte von der heutigen Türkei nicht viel, jedoch ist sie seit der Sekularisierung durch Atatürk das einzige mehrheitlich muslimische Land wo man sagen könnte, dass hier der Islam einer gewissen Reform unterzogen ist, bzw. halt unterdrückt wird, in der ursprünglichen Auslebenung. Nicht zuletzt ist aber das den muslimischen Kurden ja gerade der Grund warum sie "ihr Gebiet" aus der Türkei herauslösen wollen. Es passt ihnen nicht als Volksgruppe wie sie behandelt werden in menschlicher, aber auch in religiöser Hinsicht von der Türkei. Reden wir hier von Ehe-Tradition oder Regeln?
Das dürfte aber nach heutigem Stand der Medizin langfristig zu genetischer Verarmung führen.
Das ist genetisch nicht ganz so problematisch. Es braucht nur eine recht kleine Population, die aber dennoch keine Genetischen defekte erzeugt. Natürlich ist das Mehr für die Mischung noch besser.
Die Kurden sind mehrheitlich keine Moslems, sondern Yesiden, eine "heidnische" Religion also, die vom Islam verfolgt wird.
Da hast du recht, unter den Kurden gibt es eine große Anzahl Jesiden. - Allerdings sind für die jesidische Diaspora moslemische Kurden und osmanische Behörden durch Verfolgungen und Massaker veranwortlich. Relegionen und Völker zu verbinden ist schwer machbar (da hab ich einen Fehler begangen, beides zu verknüpfen). Geht halt nur bei Juden, die sich selbst zu doppelten Staatsbürgern erklären lassen.
Bei Benesch aufgeschnappt. https://www.youtube.com/watch?v=yK6be0HCedc feat. http://de.wikipedia.org/wiki/Sykes-Picot-Abkommen (im übrigen spielt das auch in die Entstehung des Staats Israel/Gebiets Palästina hinein, was in der deutschen Fassung aus pietät ausgespart wird, erhellender ist die englische Fassung auf Wikipedia) - falsche gegen wahre Moslems (wie auch immer die gezogenen Grenzen von Franzosen und Tommys sind halt sinnlos).