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Gazastreifen

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(@bergamr)
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Mein lieber explorer,

wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Das 'zusammengeschusterte' Zitat ist Teil eines Artikels, der über den gesetzten Link mit einem einfachen Mausklick zu erreichen ist. Wenn man diesem Link folgt und der deutschen Sprache mächtig ist, kann man, so man beim Lesen auch noch das Gehirn benutzt, erkennen, daß das Süßwasser der Westbank, die Räumung des Gazastreifens und die Zementierung eines Status Quo, nämlich der Nicht-Duldung eines lebensfähigen Palästineser-Staats, sehr verzahnt ineinander greifen.

Das geht aber nur, wenn man die genannten Voraussetzungen erfüllt.

Gruß
Bergamr

P.S: Ich würde in Anbetracht von Elend und Terror nicht [s]die Zunge rausstrecken[/s] Beifall klatschen für eine PR-Aktion des israelischen Staates, wirkt irgendwie kindisch.


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(@explorer)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Ich würd sagen dem ständigen unter die Gürtellienie zielen wie wer-lesen-kann, Gehirn-benutzen usw. ist gunug gatan.

Klar macht die Aufgabe des einen Problemherdes (Gaza) Ressourcen frei für anderes. Dies was Uri Avnery dazu schreibt ist aber erstmal nur die Logik der Dinge. Inwieweit dies die Lage zementiert usw. ist aber fraglich. Die Mauer wird schon seit langem errichtet. Andererseits hofft er auch:

Wenn die derzeitige Krise eine vollständige Veränderung der politischen Landschaft mit sich brächte, dann wäre das ein Segen.

Der Rückzug beibt in meinen Augen jedenfalls ein historischer Schritt, der so auch nicht zu erwarten war. Seit ich denken kann gab es dieses Thema, aber nie ist man so weit gekommen. Man muss die Wirkungen erst einmal abwarten, heute kann doch noch gar keiner sagen wie sich das entwickelt. Solch ein Schritt bringt vielleicht auch alle Seiten ein Stück zurück zu mehr Vernunft.

Falls das alles nichts wird bin ich für radikale Endlösung: Die Israelis bekommen Bayern, die dortigen vielgepriesenen homo ökonomicus ziehen nach MeckPomm und meistern den Aufbau Ost vor Ort, und alles ist gut. Angesichsts der grossen Aufgaben vor dem dieses Land steht muss man flexibel sein. Und wehe mir klaut nochmal jemand irgendwelche Spürche!


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(@bergamr)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

N'Abend,

wenn Du fair bist, bin ich's auch!   😉

Ich weiß ja nicht, welche Haltung nun definitiv Deine ist, ist mir persönlich auch schnuppe, aber da Du ja jetzt den Artikel gelesen hast und auch sonst sehr verständig erscheinst, wundert mich, daß Du das

Dies was Uri Avnery dazu schreibt ist aber erstmal nur die Logik der Dinge.

zum Besten gibst.

Also, ich find Logik gut. Und dahinter gibt's noch mehr, find ich auch gut, aber das streitest Du ja für Dich als nicht-existent ab. Also, was zum Henker meinst Du mit

...zementiert usw. ist aber fraglich...

Ich weiß nicht, ob Du was mit Zement zu tun hast, aber der israelische Rückzug aus dem Gazastreifen zementiert die Positionen ganz hart: Israel, möglichst Groß-Israel klar installiert, den Palästinenser-Staat ausgegrenzt als nicht-überlebensfähiges Land, und möglichst viel Beifall bei US-Inszenierungen á la 'Road Map'´. Und immer gegenüber Nachbarstaaten angriffsbereit.


Der Rückzug beibt in meinen Augen jedenfalls ein historischer Schritt

Das wird sicherlich in den nächsten Geschichtsbüchern zu lesen sein. For good or bad.

Gruß
Bergamr


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(@explorer)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Kleine Erläuterung, die Zusammenhänge zum Text sind wohl etwas unklar.
[i]Dies was Uri Avnery dazu schreibt ist aber erstmal nur die Logik der Dinge.[/i]
Dies bezog sich auf den auch von argamr fett zitierten Satz

Gaza zu opfern, [b]um[/b] einen großen Teil der viel wichtigeren West Bank zu annektieren
Er setzt einen zentralen Zusammenhang zw. Gaza und Westjordanland wenn er sagt, dass das eine nur geschehe [i]um[/i] das andere zu ermöglichen. Er geht aber mit keinem Wort weiter auf das warum ein, also denke ich er zielt auf Gründe ab Gründe die dem Leser  sofort in den Sinn kommen, wie: durch den Abzug macht man ein Zugeständnisse, wodurch man andere Forderungen zurückweissen kann ("wir haben hier ja schon dies und das getan, jetzt sind mal die anderen dran..."). Nicht zuletzt denke ich dabei auch daran dass militärische Kräfte frei werden, die man ja gleich woanders hin shcicken kann.

So einfach ist es aber nicht.
Wenn Avnery derartiges meinen sollte, dann ist das nur die banalste Logik die dahintersteckt. Ob es denn dann so ist stelle ich in Frage.
Man kann auch auf einer Seite nachgeben ohne auf der anderen härtere Saiten aufzuziehen. Gerade im Gegenteil, ich denke dass Frieden selstorganisierend wirken kann, so wie Kapital Kapital anzieht auch Frieden Frieden schaffen kann.

Das Zementieren hast du doch auch zu Anfang zitiert: der Sicherheitszaun, allgemein die Etablierung einer festen Grenze im Osten Israels. Einen direkten Zusammenhang zu Gaza kann ich, wie oben beschrieben, dem Text nicht wirklich entnehmen. Daher stellte ich die Frage auf [i]inwiefern[/i], ja ob das eine mit dem anderen so eng verknüpft ist dass man es in einem Satz packen kann:

auch nach dem "Abzug" erweitert er die West Bank-Siedlungen und baut den "Trennungszaun" weiter
. Ich meine sowas wie: auch nach dem Abzug der Israelis sind heute in D. Bundestagswahlen. Das stimmt, aber das eine hat mir dem anderen nichts zu tun.

Sicher gibt es Zusamenhänge, aber die genaue Kenntnis derer beim Leser wird entweder vorausgesetzt, oder sie werden einfach untergeschoben. Daher würde ich mir schon noch etwas Erläuterung wünschen, wenn man so einen Stück Text hier copy&paste reinsetzt. Normalerweisse gilt die Regel dass der eigene Text umfangreicher sein sollte als verwendete Zitate.


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Beiträge: 1689
 Zak
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(@zak-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

hi

hab gerade einen weiteren bericht von ury avnery zum thema gefunden. darin geht es um "kleine" aktionen um die palaestinenser zu provozieren und damit zu diskreditieren.

[url] http://www.zmag.de/artikel.php?id=1592 [/url]

gruesse, zak


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