Kommt natürlich darauf an ob die von ihnen vorgeschlagene Veränderungen sinnvoll und tugendhaft sind.
Da dürfte ein großer Knackpunkt liegen. Denn es ist kaum objektiv zu beurteilen, was sinnvoll und tugendhaft ist. Unser "System" wird ja von vielen Seiten angegriffen, von rechts wie von links. Und sicherlich noch von Gruppen, bei denen eine Zuordnung in rechts und links schwer möglich ist.
Jede sieht etwas anderes als "sinnvoll" und "tugendhaft" an.
Genauso wird es im neuen "Paradies" (oder wie man sich die Zeit nach Abwerfung unseres jetzigen Systems vorzustellen hat) Gruppen geben, die sich dort unwohl fühlen und das ganze als nicht sinnvoll und tugendhaft ansehen. Und um genau die geht es mir im Moment.
Wie soll mit denen verfahren werden, in einer Welt, die dann angeblich keine Unterdrückung und keine Ungerechtigkeit mehr kennt?
Da dürfte ein großer Knackpunkt liegen. Denn es ist kaum objektiv zu beurteilen, was sinnvoll und tugendhaft ist.
Sehe ich anders. Man kann sich schon mal an Konstruktivität orientieren.
Unser "System" wird ja von vielen Seiten angegriffen, von rechts wie von links.
Bei dem inneren Wert ist es nicht weiter verwunderlich wenn es attackiert wird. Außerdem gehört es, zumindest zum Teil, auch mit dazu.
Und sicherlich noch von Gruppen, bei denen eine Zuordnung in rechts und links schwer möglich ist.
Diese Polarisierung ist ehr was für Politikwissenschaftler. Interessiert mich nicht.
Genauso wird es im neuen "Paradies" (oder wie man sich die Zeit nach Abwerfung unseres jetzigen Systems vorzustellen hat) Gruppen geben, die sich dort unwohl fühlen und das ganze als nicht sinnvoll und tugendhaft ansehen. Und um genau die geht es mir im Moment.
Also erstmal bist Du derjenige der hier vom Paradies redet. Ich fordere gar keines. Mir reicht schon ein ehrliches System in dem kostruktiv gearbeitet wird. Der Rest kommt dann von selbst.
Wie soll mit denen verfahren werden, in einer Welt, die dann angeblich keine Unterdrückung und keine Ungerechtigkeit mehr kennt?
Sie müßten dann entsprechend erzogen bzw. umerzogen werden.
Sie müßten dann entsprechend erzogen bzw. umerzogen werden.
Das ist eine starke Aussage.
Es wird niemals, zu keinem Zeitpunkt, nimmer eine hundertprozentige Einigkeit unter den Menschen geben, wie zu leben ist. D.h. es müssten somit immer Menschen umerzogen werden. Und wenn sie nicht wollen? Wenn Sie sich sogar auflehnen und eine Umerziehung ablehnen? Einsperren? Exil?
Wo ist dann der Vorteil zu unserem jetzigen System, von dem ja auch die Bekämpfung anderer Ideen behauptet wird?
Ist letztendlich das perfekte System dasjenige, wo die meisten Menschen glücklich leben können?
Eine universelle Harmonie scheint unmöglich.
Sie müßten dann entsprechend erzogen bzw. umerzogen werden.
Wenn es so schon wieder losgeht dann kann man das neue System gleich in die Tonne treten. Aber diese Diskussion ist schon extrem abstrakt, wie will man darüber reden, was man mit den Menschen anfängt die sich gegen ein neues System wenden, wenn man gar keine Vorstellung davon hat, wie dieses neue System aussehen könnte?
Die Frage von Yossarian kam ja daher, dass es in Zukunft mehr oder weniger erlaubt ist, Aufrührer niederzuschießen.
Ich behaupte in Deutschland ist das weiterhin nicht erlaubt, so würde jedenfalls das BVerfG derzeit entscheiden.
Dass EU-Recht über nationalem Recht steht ist dabei ausnahmsweise unwichtig, aus zwei Gründen. Erstens ist das kein Schießbefehl, das heißt kein Staat muss das tun, zweitens steht unser Grundgesetz dagegen und da hälfe auch keine Änderung, weil das wohl gegen die Menschenwürde geht, so jedenfalls die derzeitige Mehrheitsmeinung unter Juristen und beim BVerfG, da bin ich mir ziemlich sicher.
Im Übrigen gelten immer noch die "Solange" Entscheidungen des BVerfG das heißt verkürzt gesagt man akzeptiert EU-Recht solange es nicht gegen unsere Verfassung verstößt, ob dieser Lissabon-Vertrag das wirklich ändern kann weiß ich nicht, das muss ich mir noch ansehen, dazu gibts sicher schon einiges an Stellungnahmen.
Ob dieser Vertrag durchgeht ist ja noch nicht sicher, bin gespannt wie die Iren auf die Wirtschaftskrise reagieren und ob sie das eher in die Arme der Regierung (pro EU) treibt oder sie jetzt erst Recht Protest zeigen und wieder dagegen stimmen. Gibts erneut ein Nein hat die EU fertig, die meisten nationalen Politiker müssen in Zukunft eh darauf achten wie sie sich vor der Abwahl wegen Krise schützen, da ist dieser Affenzirkus in Brüssel ganz plötzlich nicht mehr ganz so wichtig.
Im Übrigen würde ich sowieso niemandem raten die nächsten Jahre auf aufrührerische Demos zu gehen, bewegt wird damit gar nichts, Protest kann man auch äußern ohne sich in solche Gefahr zu begeben, ganz unabhängig davon wie die Sicherheitskräfte vorgehen dürfen und wie nicht.
Wenn aus der Menge heraus bspw. Schüsse mit Feuerwaffen auf die Polizei abgegeben würden dann darf diese zwar nicht wild zurück feuern, sondern bspw. nur auf den der geschossen hat und selbst den darf sie natürlich nicht sofort tödlich verwunden, aber Polizisten sind auch nur Menschen und von denen zu erwarten dass sie im Kugelhagel einfach dastehen wäre naiv. In so einer Situation gibts vielleicht den Rückzug und Einsatz gepanzerter Wasserwerfer, aber wenn da nicht schnell reagiert wird und einer die Nerven verliert und schießt dann wäre das wohl kaum verwunderlich.
Umerziehung ist doch in dem jetzigen System nichts neues, Erziehung wird durch die verschiedensten Mittel politisch beeinflusst!