http://german.ruvr.ru/news/2013_08_12/Bradley-Manning-fur-Friedensnobelpreis-nominiert-4912/
Diese Neuigkeit finde ich sehr erstaunlich, oder besser gesagt schon fast schizophren. Das das Nobelpreiskomitee sich mit dieser Nominierung herumschlagen werden muss ist klar. Das daraus wohl nichts werden wird sollte ebenso nachvollziehbar sein. Obgleich jeder halbwegs rechtschaffene Mensch einsieht, dass man Manning durchaus den Nobelpreis geben könnte.
Ungeachtet dessen, dass es keine "diplomatische" Verstimmung geben wird und Bradley Manning niemals den Preis erhalten wird, sollte man die tatsächliche Vergabe allerdings mal in einem Was-Wäre-Wen-Szenario durchspielen. Denn hier wird es ungewollt komisch. Würde Bradly Manning den [b]FRIEDENS[/b]-Nobelpreis bekommen, so wäre er in einer Reihe mit dem Friendesnobelpreisträger Barack Obama, der dafür verantwortlich ist dass Manning der Freiheit entzogen wurde und wird, sowie ihm eine Lebenslange Haft droht. Ein Friedensnobelpreisträger läßt einen anderen Wegsperren?
Wer sich das auf der Zunge zergehen läßt, der is überwältigt von der Unfassbarkeit einer solchen Gegenüberstellung. Dies wäre der Supergau und würde selbstverständlich die Lächerlichkeit der Preisvergaben an bestimmte Personen offenbaren.
Vielmehr noch. Da Manning das Video Collateral Murder ( http://www.youtube.com/watch?v=5rXPrfnU3G0) in die Öffentlichkeit brachte, ist er das unfreiwillig Symbol der Offenlegung von Kreigstreiberei in der jüngsten Zeit. Wenn auch nicht direkt so ist der Hubschrauberangriff ein Beweis der Freizügigkeit in der Vernichtung von Menschleben, welche durch das Drohnenprogramm entgültig einen Freibrief bekam. Obama der die Fortsetzung von Bushs Drohenprogramm desweiteren beschleunigte und in seiner Amtszeit dies unumschränkt weiterführte, was sein Vorgänger begann ,ja es sogar ausbaute, zeigt wie der Preis zur Posse wird.
Man kann sich deshalb meiner Meinung nach nur erfreuen, würde Manning tatsächlich den Nobelpreis erhalten. Bedauerlicherweise sollte er ihn nach Erhalt zurückgeben mit der Begründung, dass er nicht in einer Reihe mit einem Kriegstreiber stehen mag unter dessen Verantwortung er gedemütigt wird, weil er unerfreuliches "whistleblowte". Die Rückgabe nach Erhalt zur Preisverleihung wird Manning wohl kaum gelingen, da er wohl nicht anwesend sein wird?
Dieser Preis ist für mich inzwischen eine fragwürdige Angelegenheit geworden. Irgendwie drängt sich mir der Verdacht auf , dass dieser bewusst teilweise dazu benutzt wird, gewisse Personen als Sympathieträger aufzubauen oder, wie z. B. bei Bradley-Manning, scheinheilige Solidarität zu demonstrieren, die sowieso selten etwas bewirkt. Beispiel Obama: der hat doch keinen Finger krumm gemacht, um Frieden zu schaffen. Aber ein Großteil der Weltbevölkerung, der nicht besonders politisch gebildet ist, wird wohl annehmen, er habe sicherlich was getan, denn ansonsten hätte er den Preis nicht erhalten. Ziel erreicht, jeder hat Obama lieb ... zumindest damals, als er den Preis erhielt.
Aber so ist es doch mit vielen Dingen, die zuerst aus ehrenwerten Motiven geschaffen wurden. Hinterher werden sie für die selbstsüchtigen perversen Ziele der satanischen Weltelite missbraucht!
Humm und nun. Free Chelsea Manning. Wenn's schee macht.
Muss das Betreff geändert werden?