Was ich nie verstanden habe ist, dass die Bibel, wenn man sie als rein spirituell-religiöse Schrift betrachtet, in ein neues und altes Testament aufgegliedert hat. Beide Teile widersprechen sich vollkommen in der Darstellung Gottes. Das alte Testament bezieht sich offenbar auf die hier von Erutan beschriebenen Herrschafts-Menschen, deren einziges Ziel die Beherrschung der Menschheit und des Erhalts der eigenen Macht war. Das neue beschreibt eher einen liebenden Gott und ich finde, die Sprüche, Gleichnisse und Empfehlungen Jesus sind durchaus praktikabel und spirituell sinnvoll. Im Grunde hat Jesus gegen das alte System rebelliert und eigentlich die alten "Götter" und sogenannten "Pharisäer" bekämpft. Ich denke, er hat den Gott oder die Schöpferkraft gemeint, die alles im Universum geschaffen hat. Vermutlich hatte er durch seine Lehr- und Wanderjahre (auch in anderen Religionen) Kenntnisse über die sogenannte "Magie und den Okultismus" erworben, wodurch seine Wunder erklärbar wären. Ich glaube, dass Magie und Okultismus im Grunde Naturwissenschaften sind, die uns von Anfang an vorenthalten wurden und nur der herrschenden Klasse bekannt war. Deshalb konnte/durfte Jesus nur in Gleichnissen reden, da man ihn sonst schon früher zum Schweigen gebracht hätte.
Es gibt magische Praktiken, um Gottheiten zu kontaktieren - Astralreisen z.B. oder Invokation,
aber das zu beschreiben ginge hier zu weit.
@Thagirion
Kannst du da was Näheres zu sagen? Es wird ja allgemein vor Magie gewarnt, wegen "Besetzungen" usw. Ich lege z. B. für andere Tarotkarten und wundere mich immer über deren Treffsicherheit. Allerdings wird von gewissen Seiten behauptet, auch dies könnte negative Wesenheiten anziehen, was ich für übertrieben halte. Überhaupt gibt es da so viele gegensätzliche Aussagen. Allerdings ist mir auch schon passiert, dass wenn ich mit Freunden sogenannte "Tonbandstimmen-Experimente" (s. Extrathema an anderer Stelle) machte, plötzlich Bücher umkippten oder sich Dinge in der Wohnung bewegten, ohne dass sie das aus physikalischer Sicht hätten tun können. Aber im Grunde ist es schwierig, zuverlässige und seriöse Aussagen dazu zu erhalten, da die meisten irgendwie religiös und einseitig geprägt sind. Hinzu kommt, dass die Beherrscher der Materie es auch nicht wollen, dass das "gemeine Volk" sich diese Kenntnisse aneignet und bewusst Fehlinformationen verbreiten.
Trotzdem glaube ich, dass es Dinge "zwischen den Welten" gibt, die wir mit den uns zur Verfügung gestellten Mitteln und Kenntnissen (noch) nicht verstehen und beweisen können.
Kannst du da was Näheres zu sagen? Es wird ja allgemein vor Magie gewarnt, wegen "Besetzungen" usw.
Alles, was etwas bewirkt, kann natürlich auch gefährlich sein. Aber es ist ja nicht so, dass die okkulten Prinzipien für jemanden, der sich nicht damit befasst, nicht gelten würden. Die Physik wirkt ja auch auf Nichtphysiker. Was passieren kann, wenn es schiefgeht, kann man ganz besonders in Religionen immer wieder beobachten in Form von Fanatismus, Realitätsverlust oder religiösem Wahn. Das kann man durchaus alles als magische Unfälle betrachten - die von einigen Religionen durchaus gewollt sind und provoziert werden.
Das sehe ich ähnlich. Nur sehe ich das Problem auch darin, dass die Menschen, die sich nicht damit befassen, keine Ahnung haben, vovor sie sich schützen müssen. Zwar boomt der Büchermarkt, was diese Themen angeht, aber es sind zum großen Teil nur Halbwahrheiten. Das wäre so ähnlich wie: man zeigt den Menschen, dass es Feuer gibt und was es kann, aber verschweigt ihnen, wie man verantwortlich damit umgeht. Aus der konservativ-katholischen Richtung heißt es, es gäbe keine weiße Magie, denn alles magische sei immer Schwarze Magie. Das glaube ich dann nun auch wieder nicht. Vermutlich kommt es darauf an, wie man es verwendet.
Diese Unterteilung in schwarze und weiße Magie ist eine sehr seltsame Idee, da gibt es auch kaum Einigkeit, was man eigentlich unter schwarz und weiß verstehen soll. Und die Ansichten der Christen dazu sind mir sowieso egal. Aber klar, wenn man sich aktiv damit befasst, sollte man es schon mit ein wenig Vorsicht angehen und vielleicht nicht unbedingt als Erstes mit Dämonenbeschwörungen anfangen.
Um es mit A. Crowley zu sagen: Ein bisschen Wissen ist gefährlich.
Vielleicht zielt die Frage nach Gott nicht auf Enlil oder Anu, sondern auf deren Schöpfer?
Ich verstehe worauf Du hinaus willst. Aber auch wenn es mindestens 90% der Forumsteilnehmer hier sicherlich lieber wäre wenn hinter Religionen etwas mehr stecken würde....in Wirklichkeit ist ihr Ursprung viel pragmatischer und viel weniger mystisch als man meinen mag.
Meines Wissens gibt es keinen An-unna-Ki Schöpfungsmythos und somit keinen Schöpfer der An-unna-Ki. Und wenn es ihn geben würde, dann wäre er sicherlich nicht Teil der menschlichen Religion.
Die Veden scheinen da umfassendere Antworten zu bieten als die Biebel und deren Quellen.
Die Veden sind auch sehr viel jünger als die mesopotamischen Schriften. Mehr Aufschluss als die Bibel geben sie mit Sicherheit, isbesondere wenn man davon ausgehen kann, daß die Bibel ganz bewußt nur eine stark gefilterte und gefärbte Version der Ereignisse wiedergibt.
Beide Teile widersprechen sich vollkommen in der Darstellung Gottes. Das alte Testament bezieht sich offenbar auf die hier von Erutan beschriebenen Herrschafts-Menschen, deren einziges Ziel die Beherrschung der Menschheit und des Erhalts der eigenen Macht war. Das neue beschreibt eher einen liebenden Gott und ich finde
Worin sich aber alle einig sind ist, daß es sich um den gleichen Gott handelt. Wie schon erwähnt handelt es sich beim Christentum um eine Vermischung bzw. Verknüpfung einer jüdisch messianischen Sekte mit heidnisch, römischen Inhalten.