Ich befinde mich gerade nicht unbedingt in einer Glaubenskrise. Und doch würde mich gerne mal interessieren, welchen Glauben ihr habt und ob ihr mir vielleicht ein bissl weiterhelfen könnt?
Mein Glaube basiert auf recht einfachen Theorien. Ich glaube zum ersten, dass sich alles einander bedingt. Der Physiker würde sagen: "Druck erzeugt Gegendruck". So fallen sich auch immer wieder Opfer und Täter in die Arme.
Teil dessen ist die selbsterfüllende Prophezeiung. Meine Gedanken erschaffen eben meine Realität. Mein Geist formt die Materie. "Jedem geschieht nach seinem Glauben..."
Dann bin ich ja aber auch Teil des Universums, das ja auch lebendig ist und für mich auch einen Geist besitzt, den viele Menschen "Gott" nennen.
Was mich jetzt interessiert ist folgendes:
Gibt es einen "Masterplan" dieses geistigen Universum oder bestimmen wir diese Form von Geist durch unsere eigenen Gedanken? Sind wir also völlig frei, was unsere Wünsche angeht oder werden nur solche erfüllt, die dem "Masterplan" entsprechen? Ist der Mensch zur Freiheit verurteilt, wie Sartre es meinte oder ist er in einer Lernmatrix mit Ziel? Wäre geistige Freiheit nicht auch der Himmel auf Erden?
Ich weiß nicht on ich dir helfen kann, aber ich kann dir eine Geschichte erzählen.
Nun, mir kommt das alles ganz schön bekannt vor, da ich selber mal an diesem oder einem ähnlichen Punkt war. Im Prinzip spirituell veranlagt, also mit dem Gefühl, dass da noch mehr ist zwischen Himmel und Erde.
Ich kam damals über ein paar Umweg in direkten Kontakt mit Buddhismus, den ich zwar zuvor schon interessant fand, Religionen waren mir aber bis dato immer schon suspekt. Was Buddhismus für mich aber interessant machte war erstmal, dass ich meine eigene Philosophie wiedererkannt habe und es sich um eine Religion handelte, die frei von Dogmen ist. Außerdem erschien mir das System durchdacht und im Gesammtbild stimmig und harmonisch. Nachdem ich mich ein wenig in die Materie eingelesen hatte, bin ich dann in ein Meditationszentrum gegangen um auch diesen Teil den Buddhismus zu erfahren und musste feststellen, dass es tatsächlich für mich funktioniert. Ein Jahr später habe ich da erste mal einen Lama getroffen und es war einer der bedeutensten Momente in meinem Leben.
Als Buddhist ist es immer so ne Sache andere Leute mit dem eigenen "Glauben"(eigentlich ist im Buddhismus kein Platz für Glauben) zu konfrontrieren, da man niemanden missionieren möchte. Und wenn Du suchst und ich gebe dir buddhistische Antworten fühle ich mich dabei nicht ganz wohl. In deinen Theorien steckt ne Menge von Buddhas Lehren drin, so ähnlich wie ich damals gedacht habe.
Wenn Du mich fragst, kann ich dir noch ein paar Infos Buch- und Internettipps geben, wenn nicht, dann wünsche ich Dir noch viel Erfolg bei deiner Suche.
hi
ich finde den buddismus auch nicht schlecht.
ich kam über den glauben an ufos und an eine geisterwelt zu meinem spirituellen weg.
die normalen religionen sind viel zu viel durch machtbesessene verfälscht worden.
ciao erstmal
Hmmmm...schwierig.
Zuerst mal: Deine Ansichten haben meiner Ansicht nach nichts mit Glauben oder gar Religion zu tun. Du bist ja scheinbar durch Beobachten und Nachdenken zu einem Teil der Schlüsse gekommen.
Z.B. hierzu
Ich glaube zum ersten, dass sich alles einander bedingt. Der Physiker würde sagen: "Druck erzeugt Gegendruck". So fallen sich auch immer wieder Opfer und Täter in die Arme
Demnach würde ich es als Philosophie bezeichnen.
Inwieweit sich Religionen und Philosophie vertragen ist schwierig zu sagen und hängt von der Religion ab.
Monotheistische Religionen lassen gar keinen Spielraum für Philosophie da sie ja nicht einmal Spielraum zum eigenständigen Denken lassen.
Glauben bedeutet hier: Vorgefertigte "Richtigkeiten" unreflektiert übernehmen und eben möglichst fest zu glauben (hoffen), daß sie richtig sind.
Der Buddhismus nimmt meiner Ansicht nach eine gewissen Sonderstellung ein, da er zu einem großen Teil auf einer Philosophie beruht.
Allerdings steht auch diese fest.
Ein anderer Teil scheint von der Esoterik übernommen zu sein. Da würde ich noch mal gut drüber nachdenken und mit Beobachten und eigenem Nachdenken abgleichen.
Grüße
Erutan
Der Buddhismus nimmt meiner Ansicht nach eine gewissen Sonderstellung ein, da er zu einem großen Teil auf einer Philosophie beruht.
Allerdings steht auch diese fest.
Buddhismus war lange Zeit, ich meine bis ins 19. oder 20. Jhd nicht als Religion anerkannt, sondern als Philosohie.
Fest steht nur was nicht widerlegt werden kann/konnte, sei es wissenschaftlich oder dialektisch. Zu einigen Themen gibt es innerhalb des Buddhismus sehr unterschiedliche Ansichten, z.B. sind viele Vegetairer, wenige essen aber auch in Maßen Fleisch.