[TV] Das Experiment
 
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(@bergamr)
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[#1183553255]

Hai Ihr alle,

gestern auf PRO7 lief ein deutscher Film namens 'Das Experiment'. War seit langem mal wieder ein richtig guter Spielfilm, hat mich schwer beeindruckt.

Die Geschichte ist einem Universitätsversuch von 1971 in Stanford nachempfunden: Freiwillige gehen gegen Bezahlung für 2 Wochen in ein Scheingefängnis, wissenschaftlich überwacht. Dort werden sie willkürlich in Wärter und Gefangene eingeteilt. Schon ab dem 2. Tag entfesselt sich eine Eigendynamik, die sehr schnell eskaliert und in tödlicher Gewalt endet.

Hier zum genaueren Nachlesen: [url] http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Experiment_(Film) [/url]

Hat noch jemand den Film gesehen?

Gruß
Bergamr


6 Antworten
Beiträge: 1308
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(@highjump)
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Beigetreten: Vor 22 Jahren

Ja, ein echt guter Film. Das wirkliche Experiment endete jedoch ich meine nach Tag fünf, bevor die Lage endgültig eskaliert.

Es gibt eine Reihe ähnlicher Experimente, die dazu gedacht waren zu verstehen warum und wie einfache Menschen zu Gewalttätern werden, wie im 3. Reich.

Ergänzend: http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment


Beiträge: 113
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(@zutiote)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Wir habens im Bio Lk angeschaut. war cool nur viele meiner klassenkameraden fanden den zu brutal, naja ich fand ihn gut!^^
sowas ähnliches gabs unter dem Begriff " Die Welle".
da hat ein amerikan. Lehrer das Dritte Reich "nach gebaut" in dem er seinen schülern richtlinien und verhaltensnormen gab nach denen sie belohnt und bestraft wurden doch nahms schnell überhand und griff in andere klassen über. aber der film war nicht schlecht, sagen wirs mal so


Beiträge: 677
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(@yossarian)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Hab ihn vor etlichen Jahren gesehen. Finde ihn auch gut gemacht. Beklemmend.


Beiträge: 1326
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Themenstarter
(@bergamr)
Noble Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren

Beklemmend, das ist ein gutes Wort für den Film.

Nachdem ich das Gesehene und Nachgelesene jetzt bißchen verdaut hab, stell ich eine gewisse Ernüchterung fest. Wenn Menschen sich so sehr an Rollen orientieren, ohne daß sie eigentlich müssten und wider besseren Wissens (es waren Menschen mit mindestens durchschnittlichem Bildungsniveau und alle mit 'humanistischer' Wertevorstellung/Erziehung), dann sind doch die Chancen für ein besseres, toleranteres Miteinander auf gleicher Augenhöhe auf diesem Planeten gleich null. Dann kann man doch getrost jede noch so gute gesellschaftliche Idealvorstellung in die Tonne kloppen. Dann ist doch der einzige Trost und die einzige Hoffnung, daß der 'König' der eigenen Zeit ein guter ist. Aber jeglicher libertärer Ansatz ist ein hoffnungsloses Wunschdenken.

Woran liegt's? Alle verkorkst durch den Gen- und Mempool, feingeschliffen durch institutionalisierte Zwangserziehung? Oder ist das einfach natürlich menschlich?

Nachdenklicher Gruß
Bergamr


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