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ist Hitlers Tod eine Täuschung?

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(@discordia)
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Darüber kann man diskutieren.

Rein taktisch hat der Abwurf der beiden Kernwaffen keinen anderen Sinn mehr gehabt, als die Waffen im Einsatz zu testen, das stimmt schon.
Der einzige taktische Effekt dürfte gewesen sein, daß die Japaner schneller zu einer bedingungslosen Kapitulation bereit waren.
Davor hat es nur ein Angebot Japans für einen Waffenstillstand unter Bedingungen (Rückzug der USA aus weiten Teilen Asiens, z.B. aus dem Bereich um Labuan, Malaysia und Singapore, sowie von den Philipinen) gegeben, das aber nicht angenommen wurde.
Damit wäre Japan die Kontrolle über weite Teile von Süd-Ost Asien geblieben.
Aber es ist schon klar, daß der erste Kernwaffentest erst am 16. Juli 1945 stattgefunden hat, der erste Abwurf am 6. August.
Die Fertigstellung der Testwaffen war erst am 12. Juli 1945 erfolgt.
Somit waren die Waffen zum Zeitpunkt des Endes des Krieges in Europa, also April 1945, gottseidank nicht verfügbar.
Ich denke, mal, wenn die Waffen bereits im April 1945 fertig und getestet gewesen wären, dann wäre eine Wahrscheinlichkeit des Einsatzes in Europa noch viel höher gewesen.

Insofern haben wir in Europa Glück gehabt.

Und die Abwürfe über Japan sind ja angeblich nur deshalb erfolgt, um gleichzeitig auch die Sowjetunion und China zu warnen.
Das war ein Auftritt der USA, der viele tausend Tote gekostet hat, die völlig sinnlos sterben mussten, nur um zu zeigen, daß die USA bereit sind Kernwaffen einzusetzen.

Womit es vielleicht doch ganz gut war, daß die Nazis schon ein paar Monate zuvor besiegt waren.


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Beiträge: 112
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(@explorer)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Rein taktisch hat der Abwurf der beiden Kernwaffen keinen anderen Sinn mehr gehabt, als die Waffen im Einsatz zu testen, das stimmt schon.
Taktisch? Wenn man etwas für die Zukunft testet gehört das nicht eher zur Strategie?

Was ich mal ernsthaft fragen muss: meint irgendjemand Dinge wie [i]ich habe mal gehört[/i] machen Sinn hier wiedergegeben zu werden? Es wäre dem Diskussionsverlauf doch sicher zuträglicher nicht jede Spekulation von Tante Emma einzuwerfen, sondern sich auf Dinge zu beziehen die ein wenig belegbar sind.


Antwort
Beiträge: 221
Registered
(@discordia)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren


Taktisch? Wenn man etwas für die Zukunft testet gehört das nicht eher zur Strategie?

Prinzipiell stimmt das schon.
Üblicherweise ist so eine Demonstration langfristig zu sehen.
Aber in der damaligen Situation, zumindest geht dies aus diversen Memoiren damals beteiligter US Generäle hervor, war die Intention schon mehr eine taktische gegen die japanischen Streitkräfte, die ja noch vollen Widerstand geleistet haben.
Daher war der Schlag mit diesen zwei Bomben weit hinter den Verteidigungslinien der Japaner in der aktuellen Situation schon eine taktische Aktion.
Schließlich sollte ja dem Feind demonstriert werden, daß man jederzeit, auch sehr kurzfristig, in der Lage wäre, seine Nachschubsysteme empfinglich zu treffen.
Die ursprüngliche Lösung war ja auch der Abwurf einer Bombe über der Bay of Tokyo als Demonstration, die wurde aber wetterbedingt abgesagt.
Also könnte man die beiden Abwürfe schon auch als taktische Maßnahme zu sehen.
Rein von der Situation der Kampfschauplätze her gesehen, hatten die beiden Abwürfe keine Funktion als den Test der Waffen, schließlich wurden ja ausschließlich zivile Ziele und Rüstungsindustrie angegriffen.

Langfristig war es natürlich eine strategische Intention, die sich aber nicht an den japanischen Kriegsgegner sondern an den sowjetischen Mitbewerber richtete.
Das ist sicher richtig.

Und bezüglich der Dinge, die von Höhrensagen kommen, yep, just my words.


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