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Die Proteste gehen los....

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(@seda33-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Viele der Demonstrationen sind gezielt gesteuert und dienen, wenn ich Erutan zitieren darf, den "Parasiten". Diese machen sich nicht die Finger schmutzig, sie tun überhaupt nichts, sie überlassen die Drecksarbeit denen, die sie für ihre Zwecke "anzetteln". Diese werden dann als "Schurken" hingestellt und mit großer Show niedergemetzelt. Die "Parasiten" stellen sich dann als große Retter mit weißer Weste hin. Leider fallen noch zu viele auf dieses Theater rein. Mir wird mittlerweile richtig übel, wenn ich die Scheinheiligkeit und Heuchelei mancher Politiker sehe, die von Rechtsstaatlichkeit reden, aber das blutige Abmurksen von "Schurken" als Segen für die Menschheit hinstellen. Aber das ist ja auch ganz praktisch: Wenn "Schurken" keine Chancen auf ein gerechtes Verfahren haben, können sie auch nicht plaudern. Wenn sie das nämlich könnten, würde der Westen nicht mehr so gut dastehen und deshalb werden die lieber gleich abgemurkst ...


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(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Ja, doch dabei dürfen wir einen Punkt nicht übersehen, in dem ich mir ziemlich sicher bin: Die meisten derer, die da wie die Handlanger des Parasiten aussehen, sind sich ihrer Rolle wohl gar nicht bewußt.

Leider sind die allermeisten Menschen noch immer mit simplen Parolen steuerbar und zu fast jeder Handlung anzustiften.
Daher plädiere ich so sehr dafür, so weit wie möglich hinter die Kulissen zu schauen und aktiv dabei mitzudenken. Wer das nicht tut, macht sich zum willfährigen Handlanger und glaubt dabei noch, zu jenen "Auserwählten" zu zählen, die endlich "etwas tun".

Was die Partei der Linken da gerade wieder mit dem (medial ausgeschlachteten und verbreiteten) Parteiprogramm lostritt ist genau DAS: Sie ködern mit einfachen, leicht verständlichen Parolen eine Vielzahl von Menschen.

Sie wollen einen "radikalen Systemwechsel". Natürlich, den will ich auch! Aber doch bitte nicht weg von dem einen Kacksystem um beim nächsten Kacksystem zu landen.
Sie wollen einen "demokratischen Sozialismus", was nichts anderes bedeutet, als: Verkaufe mir deine Freiheit und ich werde dafür Sorgen, daß der Staat für dich sorgt.
Sie wollen eine "verstaatlichung der Banken" und damit den Freibrief für einen noch hemmungsloseren Umgang mit dem Geld, das es nach einem Systemwechsel erst einmal wieder genug geben wird. Sie sagen NICHTS über die Hintermänner. Damit zeigen sie überdeutlich: Wechselt einfach den alten Strohmann gegen uns als neuen Strohmann aus.

Aus all dem kommt man nur dann heraus wenn man auf solche und ähnliche (und auch ganz andere) Parolen nicht hört, wenn man keinem Führer folgt.


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(@uranus32)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

Würden nur ein relative geringer Prozentsatz der Leute ihr komplettes Vermögen von Banken, Versicherungen etc.  abziehen und Cash bunkern oder es für nützliche Güter ausgeben würde das System binnen weniger Tage zusammenbrechen.

In der Sache hatte dies letztes Jahr der frühere französische Fußball-Stürmer-Star und Legende von Manchester United, Eric Cantona, mit einem Aufruf versucht. Er nannte da ein Datum und möglichst alle Franzosen sollten an diesem Tag ihr Geld von den Bankkonten abheben und so daß System zu Einsturtz zu bringen. Er meinte wenn 10 Millionen ( oder 20 - weiß nicht mehr genau) Franzosen sich daran beteilgen würden, dann könne da ernsthaft etwas bewegt werden.

Euronews hatte mehrfach darüber berichtet. Aber ich glaube die waren auch die Einzigen im deutschen TV die daß taten.

Offensichtlich sind zu Wenige diesen Aufruf gefolgt.

Was die Partei der Linken da gerade wieder mit dem (medial ausgeschlachteten und verbreiteten) Parteiprogramm lostritt ist genau DAS: Sie ködern mit einfachen, leicht verständlichen Parolen eine Vielzahl von Menschen.

Sie wollen einen "radikalen Systemwechsel". Natürlich, den will ich auch! Aber doch bitte nicht weg von dem einen Kacksystem um beim nächsten Kacksystem zu landen.
Sie wollen einen "demokratischen Sozialismus", was nichts anderes bedeutet, als: Verkaufe mir deine Freiheit und ich werde dafür Sorgen, daß der Staat für dich sorgt.
Sie wollen eine "verstaatlichung der Banken" und damit den Freibrief für einen noch hemmungsloseren Umgang mit dem Geld, das es nach einem Systemwechsel erst einmal wieder genug geben wird. Sie sagen NICHTS über die Hintermänner. Damit zeigen sie überdeutlich: Wechselt einfach den alten Strohmann gegen uns als neuen Strohmann aus.

Diese Partei spielt eben auch nur ihre Rolle.

Interessant fand ich eine Rede von vor 1 - 2 Jahren von Oskar Lafontaine bei einem Parteitag, wo er darlegte daß der Kapitalismus im Grunde Anti-Demokratisch ist. Leider habe ich da nur einen kleinen Teil davon mit verfolgen können. Ist für mich aber nachvollziehbar. Die Großkonzerne sind darauf bedacht ihren Einfluß-Bereich auszuweiten und möglichst Monopol-Stellungen zu erlangen. Die wollen sich nicht von mündigen Bürgern vorschreiben lassen was sie zu tun und zu lassen haben. Andererseits brauchen sie die Leute als Konsumenten ansonsten verlieren sie auch letztlich wieder an Einfluß, da ohne sie die Umsätze dann wieder sinken. Aus dieser Sicht sind die Politiker mehr oder weniger nur dazu da, daß der Kapitalismus nicht zu sehr ausartet der Schein der "guten" Demokratie erhalten bleibt.


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(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

In der Sache hatte dies letztes Jahr der frühere französische Fußball-Stürmer-Star und Legende von Manchester United, Eric Cantona, mit einem Aufruf versucht. Er nannte da ein Datum und möglichst alle Franzosen sollten an diesem Tag ihr Geld von den Bankkonten abheben und so daß System zu Einsturtz zu bringen. Er meinte wenn 10 Millionen ( oder 20 - weiß nicht mehr genau) Franzosen sich daran beteilgen würden, dann könne da ernsthaft etwas bewegt werden.

Euronews hatte mehrfach darüber berichtet. Aber ich glaube die waren auch die Einzigen im deutschen TV die daß taten.

Offensichtlich sind zu Wenige diesen Aufruf gefolgt.

Davon hatte ich auch gehört und gelesen.
Ich hielt das damals für eine mutige Sache. Mittlerweile bin ich aber überzeugt davon, daß das gar nicht so viel gebracht hätte.
Warum?
Wenn man alle Giro-und Sparkonten der "kleinen" Franzosen zusammen zählt, dann dürfte man Pi mal Daumen auf nicht einmal 20% des von den französischen Banken verwalteten Kapitals kommen.

Sieh Dir mal die Story mit der Deutschen Bank und dem Las Vegas-Investment an. Die haben da fast 5 Milliarden (das ist umgerechnet das Kapital von 5000 Millionären oder  500 Lotto-6ersn mit Super- und Zusatzzahl) reingesteckt und verzockt und können das offenbar in etwa so wegstecken, als wenn wir 20 Euro in nem Kneipenautomaten verloren hätten.

Wenn man sich die Sache mit dem immer knapper werdenden Kapital im Wirtschaftskreislauf anschaut und sich vorstellt, wie viel Geld da mittlerweile durch Zins und Zinseszins rausgezogen wurde, dann muß man sich unweigerlich die Frage stellen, wohin die ganze Kohle geflossen ist.

Wenn man die veröffentlichen Gewinne der einzelnen Banken anschaut, dann wird schnell klar: Dorthin ist nur ein kleiner Teil der Gelder geflossen. Es muß also auf irgendwelchen Konten liegen, die von Leuten kontrolliert werden, die nicht mitmachen würden. Die dürften weltweit (und auch in Frankreich) den größten Teil des Kapitals halten und das wiederum dürfte weit weit mehr, als die Hälfte des Gesamtkapitals ausmachen.

Würden nun alle kleinen Franzosen, denen an einem Systemwechsel gelegen ist, ihr bißchen Geld von der Bank abheben, so würde das wohl nicht viel mehr, als ein Zeichen sein.

Ich glaube, wir würde allesamt staunen wenn wir schwarz auf weiß lesen können, wo all das Geld liegt und wieviel es ist. Ich glaube nicht so sehr an eine "Forbes-Liste" und auch nicht daran, daß z.B. ein Warren Buffet einer der reichsten Menschen der Welt ist.

Ein Rechenbeispiel: Laut Manager-Magazin beträgt das Gesamtvermögen der Deutschen rund 6,6 Billionen Euro, und zwar ist dabei nur das unbelastete Vermögen gemeint.

Wenn man das pro Kopf herunter rechnet, dann wären das runde 85.000 Euro pro Kopf.

Die meisten Deutsche haben jedoch weniger - deutlich weniger. Der gleichen Quelle zufolge besitzen rund 40% der Deutschen weniger als 2000 Euro Kapital; einige gelten sogar als besitzlos, da die Schulden höher sind, als das Einkommen.

Frage: Wo steckt die ganze Kohle? Und zwar nur diese (sichtbare) Kohle.
Ganz zu schweigen von den Geldern, die nicht erfaßt werden.


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(@arkas-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Es stellt sich natürlich die Frage, wieviele Menschen Ihr Geld abheben müssen oder besser gesagt wieviel Geld abgehoben werden muss.
Wenn es sich um einen Querschnitt durch die Bevölkerung handelt genügen 10% innerhalb weniger Tage vollkommen.

Darum geht es aber nicht. Ein Bankrun funktioniert ja nicht so, dass ein Teil der Bevölkerung das macht und der andere nicht, es geht auch nicht um arm gegen reich und es geht für die Masse schon gar nicht darum einen Systemwechsel herbeizuführen und absichtlich Chaos herbeizuführen.

Es geht darum, die Banken in eine Situation zu bringen, in der sie nicht alle ihre Verbindlichkeiten bedienen können, es geht darum dass das für alle offensichtlich wird und dass daraufhin Panik ausbricht. Das geht im Ernstfall relativ schnell, weil natürlich jedem irgendwie klar ist, dass nicht alle Menschen auf einmal all ihr Geld abheben können. Wenn also der einzelne das Gefühl hat, das jetzt im Moment soviele ihr Geld abheben, dass es für ihn selber eventuell nicht mehr reicht, dann geht er zur Bank.
Das geht natürlich exponentiell und es ist schwer zu sagen wann es eskaliert. 2008 gab es ja in einigen Ländern deutliche Schlangen vor Banken, aber das waren dann meist nur einzelne Institute die sich in einer besonders schlechten Lage befanden, es kam keine Massenbewegung auf, vielleicht weil die Krise noch nicht so weit ins Bewußtsein der Menschen vorgedrungen war, wer weiß das schon.

Grundsätzlich kann es aber jederzeit soweit sein, wobei eine drohende Bankenpleite ein ganz guter Auslöser wäre, es muss eben nur auch auf andere Banken übergreifen.

Bei der heutigen Nachrichtengeschwindigkeit gibt es vermutlich einen Tag an dem richtig viel abgehoben wird, das dann in den Abendnachrichten und am nächsten Morgen ist das Spiel zuende weil dann alle in der Schlange stehen.

Sowas lässt sich aber vermutlich nicht gezielt herbeiführen. DIe Occupy Bewegung und Anonymus haben nun zwar dazu aufgerufen, das jetzt zu tun bzw. am 5. November. Aber die Hardcore-Vorsorger oder -Systemgegner haben in der Regel ohnehin keine grösseren Vermögen auf den Banken.

Man könnte also nun "pro-forma" am 05.11. seinen Monatslohn abheben oder was man sonst noch hat und irgendwie hoffen, dass es sich doch ein wenig konzentriert an diesem Tag.

Ohne begleitende Nachrichten in den Massenmedien wird das natürlich nichts, aber tun muss man es trotzdem, schon aus Eigeninteresse.

Die konkrete Formulierung von Occupy ud Anonymus das Geld von "Großbanken" abzuziehen und kleinen Regionalbanken zu geben ist natürlich dummes Zeug, es würde zwar reichen, ein paar Großbanken zu kippen, aber dafür sind dann eben kleinere Banken umso stärker und man kann dann doch wieder alles auffangen. Richtig müsste es also heißen Geld abheben und entweder cash bunkern oder in lebensnotwendige Güter investieren, also ausgeben.


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