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Die manipulierte Wissenschaft

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 LOKI
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(@loki)
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Grüß euch zusammen!

Die manipulierte Wissenschaft

Das Selbstverständnis, nur der Wahrheit verpflichtet zu sein, verschafft Wissenschaftler im allgemeinen den Ruf einer moralischen Autorität. Darüber hinaus wirken sie integer, da sie sich zum einen überwiegend mit mentaler Arbeit befassen und sich zum anderen in der Sozialstruktur der Gesellschaft ganz oben wiederfinden.

Wenn Experten jedoch käuflich sind und Wissen als Ware auf den Markt von Lobbyisten gehandelt wird, so entfernt sich das ziemlich weit von dem Bild, das wir von der Wissenschaft haben.
Experten sind in der Regel mit ihrem Arbeitsplatz von Industrie, Parteien oder Lobbys abhängig. Jeder Forscher braucht Geld für seien Projekte. Manches Forschungsinstitut kann sich mit den spärlichen staatlichen Unterstützungen nicht über Wasser halten und finanziert Gehälter und Forschung über sogenannte Drittmittel, Gelder aus Industrie und Politik die meistens an bestimmte Vorgaben und Bedingungen geknüpft sind.

Beispielsweise wurde dem Ulmer Toxikologen Professor Dr. Hans-Uwe Wolf 1988 eine vom Stuttgarter Landwirtschaftsministerium bereits zugesagte finanzielle Förderung seiner Arbeiten plötzlich gestrichen. Die Vermutung liegt nahe, daß seine Versuche, Pestizide im Blut nachzuweisen, ihn in bestimmten Kreisen unbeliebt machten. Just zu dieser Zeit zeigten sich nämlich im Raum Tübingen bei über 100 Menschen Vergiftungssymptome, die auf Pestizide hinwiesen.

Eine Karriere in der Wissenschaft setzt voraus, daß man fähig ist, etwas Neues zu schaffen. Um aber etwas Neues schaffen zu können braucht man Geld. Doch fast kein Geldgeber-staatl. Behörden, Konzerne, Stiftungen, Banken usw.-ist bereit, einem jungen Wissenschaftler Forschungsgelder zur Verfügung zu stellen, der keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen vorzuweisen hat, die seine „wissenschaftliche Befähigung“ belegen. Darin besteht das grundlegende Paradoxon der kommerziellen Wissenschaft. Jeder kann ein Forschungsprogramm präsentieren und einen Antrag auf Finanzierung stellen, aber nur wenn er bereits geforscht und Forschungsergebnisse veröffentlicht hat, wird mit finanzieller Unterstützung rechnen können. Die alles entscheidende Frage ist, ob der Geldgeber ein Interesse an wahrer wissenschaftlicher Erkenntnis hat, die zum Wohl der ganzen Menschheit eingesetzt wird, oder ob diese nur egoistischem Profitdenken huldigt.

In den USA erfuhr der Beruf des Wissenschaftlers eine entscheidende Wandlung. Dort büßte er sein Recht ein, Gegenstand und Ansatz der Forschung frei zu wählen, ohne die Verpflichtung, auf ihm voraus festgelegte Ziele hinarbeiten zu müssen. Politiker und Militärs übernahmen mit dem Manhattan Projekt, das zum Bau der Atombombe führte, die Kontrolle über die Arbeit der Wissenschaftler, deren Tätigkeit zunehmend bis ins Detail geplant und geleitet wurde. Die Forschung wurde nun nach Kriterien der pragmatischen Effizienz und Managerlogik organisiert, wie sie für die amerikanische Gesellschaft typisch ist. Diese Logik aber ist unvereinbar mit der Idee der wissenschaftlichen Freiheit und Unabhängigkeit.
Die amerikanische Wissenschaftspolitik wird von Pragmatismus und Machtinteressen dominiert. Der amerikanische Physiker McCutchen ist der Auffassung, daß das Gegenwärtige System der Projektfinanzierung die Kategorie des Talents außer acht läßt. Schöpferische und hochintelligente Menschen werden von der Forschung ausgeschlossen. Schuld an dieser Diskriminierung ist die Tatsache, daß die Mitglieder der Kommission nur die Finanzierung derjenigen Projekte beschließen, die in der Reichweite ihrer Vorstellungskraft liegen. Man kann nur McCutchen beipflichten, daß dies weniger ein Kontrollsystem als vielmehr eine „Moderne Verschwörung“ ist.

Quelle: Journal of Natural Science

Loki


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