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Die große Auswechslung

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(@rinnsal)
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"How Science Reporting Works":
http://www.smbc-comics.com/index.php?db=comics&id=1623

"Warum beschweren sich deutsche Verleger nicht schon längst über Facebook?"
http://carta.info/41702/warum-beschweren-sich-deutsche-verleger-nicht-schon-langst-uber-facebook/

Prinzipiell gibt es auch Medien die anders berichten als die Mainstream Medien, ich glaube wir sollten da etwas diffiziler unterscheiden.


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(@erutan)
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Ooops, jetzt artet das Antworten in diesem Thread langsam in Arbeit aus  ;D

Krempelt man die Medien aber um, ohne die Menschen zu fragen, sieht das wie ein diktatorischer Akt aus.

Das sieht nicht so aus, das IST ein diktatorischer Akt, im Stile von "1984". Das Wahrheitsministerium wird das natürlich anders sehen

Ja, das stimmt. Unter bestimmten Umständen befürworte ich einen solchen Akt aber weil ich der Überzeugung bin, daß die Menschen zwar einerseits intelligent genug sind, Politik zu machen (da widerspreche ich in gewissem Maße ILoveYouBabe), andererseits aber auch sehe, daß sie dazu erst dann in der Lage sind wenn sie objektiv und vollständig informiert werden.

Ich gebe zu, daß das eine Zwickmühle ist und ich gebe zu, daß ich Putin in einer solchen Zwickmühle sehe.

Anders formuliert im öffentlichen wie auch privaten Raum sind gebildete Menschen sehr angepasst um möglichst ohne Koseqenzen ihr Leben leben zu können, bis es halt knallt

Na dann müßten sie aber im privaten Rahmen zeigen, daß sie das System durchschaut haben und nicht damit einverstanden sind.

Es kommt halt ein Großteil über das Elternhaus. Sofern dieses Systemkritisch ist, überträgt sich das.

Ich fürchte, das das leider sehr oft nicht so ist. Tatsächlich schwindet der Einfluß der Eltern am Tag der Einschulung und - je nachdem welchen Kindergarten man wählt - auch schon mit dem ersten Kindergartentag.

Bildung ist der Schlüssel

Da stimme ich Dir komplett zu. Allerdings habe ich meine eigenen Ansichten dazu, wie Bildung erlangt werden sollte und welche Prioritäten bei der Bildung gesetzt werden sollten.
Viele Abiturienten sind heute hochangepaßt und haben ein gewisses Wissen in unzähligen Bereichen.....können jedoch nicht einen einzigen Satz fehlefrei schreiben (und das hängt dann nicht damit zusammen, daß sie sich mal vertippen, sondern damit, daß sie es wirklich nicht wissen.)

Beim Rechnen ist es nicht viel anders.

Zwar führt auch das hier wieder zu weit und wir müssen es auch nicht unbedingt in diesem Thread diskutieren, aber mir persönlich wäre es wichtig, daß man lernt, sich Wissen selber anzueignen, es zu erfragen und zu recherchieren. Stattdessen wir ihnen (tatsächliches oder vermeintliches) Wissen vorgesetzt, das sie konsumieren wie ich ein Bier konsumiere.
Da ist es natürlich kein Wunder wenn es auch hier im Forum immer wieder Menschen gibt, die alles mögliche konsumieren und unkritisch für wahr halten. Sie haben es in der Schule ja nicht anders gelernt. Wenn man erst einmal den Eindruck gewonnen hat, daß youtube auch Lehrfunktion übernehmen kann, dann wird's kritisch.

Die aus der Türkei(ggf arabischen Raum) stammenden Russen sind aber verhältnismässig neu, nur vergleichsweise rasch wachsend.

Die, die ich meine, besiedelten den Raum des heutigen Russland und der umliegenden Gebiete bereits vor der Zeit des Islam. Heute sind aber einige davon islamisiert. Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus. Für mich ist der islam nicht der Buhmann schlechthin.

"How Science Reporting Works":
http://www.smbc-comics.com/index.php?db=comics&id=1623

Hihi. Aber neee. Wenn ich das jemals so empfunden hätte, wäre ich nie zu der Überzeugung gelangt, daß Wissenschaft gar nicht oder nur zu einem klienen Prozentsatz zum Fortschritt beiträgt.
Ich habe das immer so empfunden:

Im ersten Bild sagt der Wissenschaftler: "Wir haben einen großen Durchbruch (manchmal spricht man auch gerne von Meilensteinen) in der Krebsforschung geschaffen. Wir sind nun guter Dinge, daß wir ein wirkungsvolles und nebenwirkungsarmes Medikament gegen Krebs noch innerhalb der nächsten 20 Jahre (oder einen anderen Zeitraum der lang genug ist, um die Sache wieder in Vergessenheit geraten zu lassen) entwickeln können."

Und genau das berichten dann auch die Medien. Das reicht aber auch völlig aus, um 99% der Menschheit das Gefühl zu geben, es gebe Fortschritt.


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(@rinnsal)
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Und genau das berichten dann auch die Medien. Das reicht aber auch völlig aus, um 99% der Menschheit das Gefühl zu geben, es gebe Fortschritt.

Das und die Superlative die von den Journalisten dazu eingestreut werden. So im Stil von "Supermedikament gegen Killer-Krebs! Werden wir bald ewig leben?".

Und es gibt Fortschritt, vor allem im Computerbereich, auch wenn dauernd behauptet wird das sich da nichts tut...

Zum Thema Wulff: Weiß wer genaueres wie Gauk mit der Medienlandschaft verstrickt ist? Er ist ja starker befürworter der VDS und Urheberrechtsverletzungsverfolgung im Internet, genau das was die Medien wollen. Vllt. haben Sie ja auch deswegen diese Kampagne gefahren.

Nachtrag: Wer suchet, der findet, in diesem Fall über Stuttgart 21:
„Und diese Entscheidungen jetzt nicht zu vollziehen, das wäre ja fast eine Straftat“, sagte Gauck in der ARD-Sendung „Beckmann“.
Joachim Gauck forderte den Weiterbau des Tiefbahnhofs

Und jetzt ratet mal wer von Stuttgart 21 (unter anderen) profitiert: Die Süddeutsche Zeitung.
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4247/stuttgart-21-der-bahnhof-den-niemand-will-und-niemand-braucht


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(@iloveubabe)
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Zum Thema Wulff: Weiß wer genaueres wie Gauk mit der Medienlandschaft verstrickt ist?

Da während seiner Amtszeit über die Stasiunterlagenbehörde er weniger nach Außen gendrungen ist über Unterlagen die Personen des öffentlichen Lebens betreffen, würde ich meinen, dass er zumindest nicht aktiv Zusammenarbeitete. Andererseits stand er seit 1990 im öffentlichen Licht und hat auch schon zuvor Pressekonferenzen (PKs) abgehalten im Sinne der Behörden, da ergeben sich Beziehungen automatisch. Ober deswegen mit Journalisten zusammen Urlaub gemacht hat, who knwos, wird schon rauskommen, wenn es an der Zeit ist ihn abzusägen, weil er "untreu" geworden ist.

Gauck ist ein Schlitzohr, er ist Hinterfotzig und "geht über Leichen" ob er Systemling ist oder nicht wird sich zeigen.

@ Erutan

ich denke wir sind in unseren Positionen da wohl weit weniger auseinander als es rüberkommt. Ich denke wir können uns darauf einigen, das es aus staatlichem Interesse heraus einfach nicht vorgesehen ist die Bürger zu bilden über das Maß hinaus das sie es brauchen, um ihrer Arbeit nach zu gehen und so Steuern zu zahlen, damit dies das System aufrecht erhält und die Umverteilung nach Oben gewährleistet ist (Abschöpfung der Gewinne und Zinsen + Bailout). Dem zufolge wird es von staatlicher Seite aus nicht dazu kommen, dass die Bürger zu Bildungsbürger werden, vielmehr wird ihnen über den Sozialstaat die Grundlage zur eigenverantwortlichen Investiton in Bildung genommen. Das Bildungssystem zu ändern und ggf. den politisch/wirtschaftlich/sozial Kulturell informierten Bürger zu erzeugen, kann man in einem staatl. Bildungssystem nicht weil zuviele Einfluss auf das Endprodukt nehmen wollen, dass geht nur als Diktator der ein Konzept verfolgt und es auch durchsetzt. Und Diktatoren wie wir wissen "soll es nicht in Gut geben" zumindest wird es uns so beigebracht und dafür  geschichtlichen Blindgängern als Abschreckendes Beispiel vorgezeigt.
Sich selbst zu bilden aus eigenem Engagement heraus wäre wünschenswert, dazu fehlt aber den meisten Leuten die Lust/Zeit/Gabe und deswegen ist der frei Weg nicht sinnvoll. Idealerweise wäre er ja, aber dafür bräuchte man halt schon den gebildeten Mensch der seine Erfahrung und Kompetenzen weitergibt in einem selbsterzeugenden Reflex.


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(@erutan)
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Das und die Superlative die von den Journalisten dazu eingestreut werden. So im Stil von "Supermedikament gegen Killer-Krebs! Werden wir bald ewig leben?".

Ich glaube, wir konsumieren unterschiedliche Medien  ;D ;D

Ich meine natürlich nicht nur die Bildzeitung. Die Aussage ist bei vielen Medien deutlich zurückhaltender aber inhaltlich in etwa gleich.

Zum Thema Wulff: Weiß wer genaueres wie Gauk mit der Medienlandschaft verstrickt ist? Er ist ja starker befürworter der VDS und Urheberrechtsverletzungsverfolgung im Internet, genau das was die Medien wollen. Vllt. haben Sie ja auch deswegen diese Kampagne gefahren

Hab' ich mir noch nicht angetan. Asche auf mein Haupt. Könnte aber durchaus sein, daß Gauck nicht Bundespräsident wird. Hat es nach dem Köhler-Rücktritt auch so lange bis zur Neu"wahl" gedauert? Die Medien sind, angesichts der Wertigkeit des Themas, die sie ihm vorher eingeräumt haben, auffallend zurückhaltend. Nein, es vergeht zwar kein Tag ohne Bericht, aber die ganz großen Talkrunden, die Kommentare u.s.w. vermisse ich derzeit noch. Das sollte aber kommen wenn Gauck unbedingt Bundespräsident werden soll. Oder reicht den Medien Gaucks Ansehen beim Volk? Ich glaube nämlich nicht, daß das wirklich so groß ist wie es die Medien gerne darstellen.

Naja, man wird sehen....

ich denke wir sind in unseren Positionen da wohl weit weniger auseinander als es rüberkommt. Ich denke wir können uns darauf einigen, das es aus staatlichem Interesse heraus einfach nicht vorgesehen ist die Bürger zu bilden über das Maß hinaus das sie es brauchen, um ihrer Arbeit nach zu gehen und so Steuern zu zahlen, damit dies das System aufrecht erhält und die Umverteilung nach Oben gewährleistet ist (Abschöpfung der Gewinne und Zinsen + Bailout).

Ja natürlich, sorry. Ich neige immer dazu, nur die Punkte zu zitieren, in denen ich teilweisde oder ganz anderer Ansicht bin. Angesichts der tatsache, daß ich da nur ca. 10% zitiert habe, kannst Du sicher sein, daß ich weitgehend einer Meinung mit Dir bin.

Und auch bei Rinnsal liegen die Meinungen gar nicht sooooo weit auseinander. Nur bei der Intention der medien gehen unsere Meinungen sehr weit auseinander.

Was nun die Bildung angeht, geht es mir gar nicht so sehr um deren Inhalte, sondern um deren Vermittlung. Schüler werden dazu erzogen, sich Sachverhalte erklären zu lassen und nicht in Frage zu stellen. Es wird geradezu vermieden, daß sich Schüler auf eigene Faust Wissen aneignen. Dadurch ist es natürlich viel einfacher, das Wissen zu filtern; andererseits trainiert es aber auch eine stupide Art des Lernens an, die nur oberflächliches Verständnis vermittelt.

Ein ganz einfaches Beispiel zur Verdeutlichung:

Jeder kennt den Satz des Pythagoras und kann ihn anwenden. Doch wer ist von selber darauf gekommen?
Ein guter Lehrer würde seine Schüler mit Tonpapier und Schere ausstatten und allenfalls Denkanstöße geben bis die Schüler die Zusammenhänge selber begreifen weil sie sie selber erarbeitet haben.

Hier rollen einige mit den Augen wenn ich sage, daß man alles selber recherchieren soll. Aber genau DAS meine ich damit. Die Schulen erziehen dazu, Regeln auswendig zu lernen und anzuwenden und exakt das tun die Menschen dann auch. Information aufnehmen - Regel anwenden - Information widergeben.

Ein kurzes Edit weil ich das eben übersehen hatte:

Und es gibt Fortschritt, vor allem im Computerbereich, auch wenn dauernd behauptet wird das sich da nichts tut...

Vielleicht sollte ich präzisieren was ich unter Fortschritt verstehe: Ich meine etwas Neues, etwas, das man vielleicht als "Erfindung" bezeichnen könnte.

Das Rad war so eine Erfindung oder auch der Verbrennungsmotor.

Im Computerbereich gab es eigentlich nur Verbesserungen. Okay, es gab diesen einen, wichtigen Schritt weg vom Röhrenrechner, hin zum Silizium-Prozessor. Aber die Art der Datenverarbeitung ist noch immer die Gleiche.

Prozessoren wurden und werden im Laufe der zeit immer schneller....aber das ist kein Fortschritt - es fußt lediglich auf Verbesserungen von Bestehendem.

Es gab im Laufe der zeit immer wieder neue Schnittstellen (Parallel, seriell, USB, PS2 blabla). Aber der Datentransfer ist noch der Gleiche. Das gilt übrigens auch für drahtlose Schnittstellen.

Neben der Verbesserung beim Prozessor kann man eigentlich nur wenige andere Verbesserungen erkennen. Mit Microsoft kam der modulare Rechner auf, der Microsoft erst seinen Aufstieg ermöglichte. Betriebssysteme sind heute bunt und selbsterklärend, es gibt immer größere Datenspeicher.


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