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Was spricht gegen die Hohlerde?

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(@werjo)
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Beigetreten: Vor 16 Jahren

@ Illum zum süßen Eis am Nordpol. Ich habs selber ausprobiert und du kannst es auch machen. Stell ne Schüssel Salzwasser (Aber nicht zu klein, weil sich das Eis sonst nicht durchgängig bilden kann) ins Gefrierfach und lass es gefrieren. Dann wäschst du es gründlich ab (oder durchbrechen), da außen noch Salz drann ist und leckst mal drann. Du wirst feststellen es ist nur noch Süßwasser. Der Grund liegt im Mechanismus der Kristallisation. Ich war nicht sicher ob die Temperaturen im Eisfach ausreichen sind. Aber es reicht aus.

Das das Eis am Nordpol Süßwasser ist, ist keineswegs ein Mysterium.


Antwort
Beiträge: 196
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(@vriler09)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren

[b]Hiho, ich hatte hier im Forum mal nen Beitrag darüber gelesen wie die Hohle Erde entstanden sein könnte. Ich stell hier das Prinzip mal als Zitat ein[/b]

[size=9][i]Das wichtigste erfährt man in einem Töpferkurs oder ganz einfach beim Anblick einer Waschmaschine im Schleudergang: Alle beweglichen Weichteile werden wegen der Fliehkraft nach außen gedrückt und im Innern bildet sich ein HOHLRAUM! Dieses physikali­sche Grundprinzip gilt für alle festen rotierenden Himmelskörper.

Für Skeptiker, die das einfach nicht glauben können, empfehlen wir hier ein Experiment zur Nachahmung: Lassen Sie einen Betonmischer solange rotieren, bis der Inhalt fest geworden ist. Anschließend können Sie feststellen, dass sich tatsächlich im Innern ein Hohlraum gebildet hat und an den Endpunkten der Rotationsachse kein Beton vorhanden ist.

Wenn Sie keinen Betonmischer unbrauchbar machen wollen, nehmen Sie einen Globus, den man aufschrauben kann oder einen sonstigen hohlen Rundkörper, z.B. ein Überraschungsei oder eine russische Babuschka. Den unteren Teil befestigen Sie auf einem Küchenmixer oder auf einer Bohrmaschine. Dann füllen Sie ihn mit angerührtem Gips, Zement oder flüssigem Kerzenwachs. Falls Sie nichts davon zur Hand haben, tut’s auch eine Portion Kartoffelpüree. Dann lassen Sie das Gerät so lange rotieren, bis der Inhalt fest geworden ist. Wenn Sie es anschließend öffnen, können Sie sehen, dass der Inhalt größtenteils zum Äquator gewandert ist und die Pole merkwürdig leer sind. Das ist keine Hexerei, sondern Physik. Jede Rotation erzeugt Fliehkraft und somit im Innern von Weichkörpern einen Hohlraum!

Noch besser funktioniert dieses Experiment in der Schwerelosigkeit. Dann reicht bereits die geringste Rotationsgeschwindigkeit aus, damit dieser Effekt sichtbar wird[/i].[/size]

[b]speziell @Physikus
Nun wollt ich wissen inwiefern man das entkräften kann? Bei der Schokohasenherstellung macht man es ja net anders nur das keine Löcher übrigbleiben. Vielleicht gibt es auch einfach keine großen Öffnungen sondern nur größere Zugänge 😉 Wollte nur wissen was du von der Theorie hälst?
[/b]


Antwort
Beiträge: 572
Registered
(@werjo)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren

Das ist einfach zu widerlegen. Die Fliehkraft ist geringer als die Gravitation. Stell dir im Gegensatz zu dem, was in einer Waschmaschine ist mal Menschen vor, die auf dem äußeren Rand der Maschine stehen vor. Würden die stehen bleiben?


Antwort
Beiträge: 119
Themenstarter
(@Physikus_19)
Beigetreten: Vor 16 Jahren

Tag Leute,

zuerst einmal finde ich es äußerst interessant, dass die selben Leute, die die Physik als riesigen Haufen Blödsinn abtun, sich eben auf diese Physik berufen, wenn sie ihre eigenen Vorstellungen verzapfen. Dann frage ich mich allerdings, ob der Autor etwas vom Newtonschen Schalentheorem weiß. Denn selbst wenn er Recht hätte, würde eben dieses Theorem den Spekulationen um mögliche Bewohner in der Hohlerde die Grundlage entziehen. Des Weiteren frage ich mich, wenn man das, was dort fabiriziert wurde, als bare Münze nimmt, wie dann eine Innere Sonne entstehen konnte? Oder noch schöner: Wie ist dann die Sonne entstanden? Ihr Entstehungsmechanismus verläuft doch analog und hohl kann sie nicht sein, denn im Kern finden die Fusionsprozesse statt, nur dort sind Druck und Temperatur hoch genug.
Doch gehen wir es mal vernünftig durch:

Das wichtigste erfährt man in einem Töpferkurs oder ganz einfach beim Anblick einer Waschmaschine im Schleudergang: Alle beweglichen Weichteile werden wegen der Fliehkraft nach außen gedrückt und im Innern bildet sich ein HOHLRAUM! Dieses physikali­sche Grundprinzip gilt für alle festen rotierenden Himmelskörper. 

Zunächst einmal kann man dabei nicht von einem "physikalischen Grundprinzip" sprechen. Das echte, grundlegende Phänomen ist die als Scheinkraft in rotierenden Systemen auftretende Radialkraft, einem Resultat aus der Massenträgheit. Sie sorgt dafür, dass massebehaftete Objekte in rotierenden Bezugssystemen eine Beschleunigung radial zum Drehzentrum erfahren.
Jeder kennt die merkwürdigen Drehscheiben auf Spielplätzen: Je schneller sie sich drehen, oder je näher man sich dem Drehzentrum befindet, umso größer ist die Radialkraft, exakt im Drehzentrum ist sie natürlich "null". Für ihren Betrag gilt:

a = v² / r

Die Rotationsgeschwindigkeit geht also quadratisch ein, die Entfernung nur einfach.

Für Skeptiker, die das einfach nicht glauben können, empfehlen wir hier ein Experiment zur Nachahmung: Lassen Sie einen Betonmischer solange rotieren, bis der Inhalt fest geworden ist. Anschließend können Sie feststellen, dass sich tatsächlich im Innern ein Hohlraum gebildet hat und an den Endpunkten der Rotationsachse kein Beton vorhanden ist.

Ich weiß nicht, was das nun beweisen soll: Ich kann bei den Himmelskörpern kein Detail entdecken, das eine Analogie zu den Wänden des Betonmischers darstellt. Stattdessen reden wir von völlig anderen Massendimensionen: Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Aufgrund der riesigen Masse von Sternen und auch Planeten und ihren Monden wirkt eine vergleichsweise starke Gravitationskraft. Sie hat kollabierende Wirkung und erzeugt (ausreichend Masse vorausgesetzt) kugelförmige Himmelskörper, um das Gravitationspotential zu minimieren. Die Radial- bzw. "Zentrifugalkraft" ist im Vergleich zur Gravitation beinahe völlig vernachlässigbar. Sie hat bei der Erde lediglich für eine minimale "Abplattung" gesorgt, weil sie am Äquator, senkrecht zur Rotationsachse, betragsmäßig am größten ist.
Einen ersten quantitativen Anhaltspunkt liefert dabei der Vergleich der irdischen Gravitationsbeschleunigung sowie der Betrag der Radialkraft am Äquator:

a(g) = 9,81 m/s² bzw. N/kg
a(r) = 0,03 m/s²

Dabei handelt es sich wohlgemerkt um den Maximalwert, in den höheren Breiten sinkt er weiter ab. Genau deshalb sammeln sich innerhalb einer schnell rotierenden Hohlkugel alle massebehafteten Objekte am "Inneren Äquator".

Ich denke, damit wäre alles gesagt. Der Ansatz ist ja nicht falsch: Es gibt tatsächlich soetwas wie die Radialkraft. Jedoch überwiegt die Gravitation bei weitem, weshalb es nur zu einer Ausbuchtung am Äquator kommt, mehr nicht.
Würde die Erde in ihrer Frühphase tatsächlich so schnell rotieren, dass die Radialkraft die nach innen gerichtete Gravitation überwindet, hätte sie sich zu einer Scheibe abgeflacht. Was der Autor des Textes vergessen hat: Es gibt im Weltall soetwas wie eine "Wäschetrommel" oder "Betonmixerwände" nicht. Warum sollte die Radialkraft in einer Entfernung von 6378 km plötzlich aufhören...?

Gruß,
Marcel

Edit: Wer sehen möchte, was passiert, wenn die Radialkraft die Gravitationskraft überwiegt, schaue mal vorbei bei den "Protoplanetaren Scheiben" um Sterne.
Übrigens: Die Erde rotierte vor Jahrmilliarden tatsächlich schneller um die eigene Achse, müsste sich aber mit wahnsinniger Geschwindigkeit drehen, um die Gravitationskraft zu überwinden. Wenn es passiert wäre, säßen wir nun nicht hier und würden nicht darüber diskutieren.


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Beiträge: 1293
Registered
(@arkas-2)
Noble Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

@Physikus
Besten Dank für die Beantwortung meiner Fragen, hatte das so vermutet.

Zur Idee mit der Fliehkraft:

Es geht hier sozusagen um ein alternatives [b]Entstehungsmodell[/b] der Erde.

Wenn man erst einmal eine harte Schale hat und innen drin befindet sich irgendetwas bewegliches, dann wird diese Füllung natürlich auch bei ganz kleinen Kräften langsam nach aussen zur Schale gedrückt werden.

Aber entstehen kann eine harte Schale dadurch sicher nicht, weil bei einer zu schnellen Rotation einfach alles davonfliegen würde.

PS:
Das mit den Akademikern war wohl etwas zu hart, trifft natürlich nicht auf alle zu, ausserdem viel mehr auf die Geisteswissenschaftler als auf die Naturwissenschaftler.


Antwort
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