Wie ich erst heute erfuhr, ist einer meiner Lieblingsautoren, Zecharia Sitchin (der zwölfte Planet, die Kriege der Götter und Menschen u.v.m.) bereits am 9.Oktober 2010 verstorben.
Sitchin ist der Urvater der sogenannten "Prä-Astronautik-Theorie", die später u.a. auch von Erich v. Däniken aufgenommen und immer weiter umgeformt wurde.
Zum Schluß war Sitchin nicht mehr gern gesehen in den Autoren-Riegen dieser Buchbranche, da er viele - völlig aus der Luft gegriffenen - Thesen der "neuen" Autoren nicht nur nicht teilte, sondern auch anprangerte.
Ich habe Sitchins Thesen nie gänzlich geteilt, doch war er es, der mich vor Jahrzehnten mit der Nase auf uralte Schriften stieß von deren Existenz ich ohne ihn wohl nie erfahren hätte.
Einige seiner eigenen Übersetzungen dieser alten Texte waren mindestens ebenso abenteuerlich, wie die "offiziellen" Übersetzungen von Mainstream-Wissenschaftlern. Dennoch beherrschte er die mesopotamischen Sprachen und Schriften mindestens so gut, daß er nicht auf diese offiziellen Übersetzungen angewiesen war.
Sitchin war der erste, der behauptete: Das alte Testament ist eine schlechte Kopie viel älterer Texte und diese viel älteren Texte sind keine Erfindungen, sondern überlieferte Tatsachenberichte.
Eine seiner Thesen bezog sich auf den Planeten "Nibiru", den er für den Heimatplaneten der außerirdischen Götter hielt, die hier auf der Erde den Menschen in der Retorte erschufen und sich zu seinen Herrschern aufschwangen, woraus monotheistische Religionen später "Gott" machten.
Dieser Planet - so glaubte er - würde in großen Zyklen immer wieder zur Erde zurückkehren und zu massiven Veränderungen führen.
Bis zu seinem Tode versuchte er, den genauen Zeitpunkt der nächsten Wiederkehr Nibirus zu bestimmen.
na ja
da gibt es viel gegenwind zu seinen interpretationsmethoden, alles pro zu drehen.
http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/337-fehler-und-fehlinterpretationen-zecharia-sitchins?catid=91%3Aprae-astronautik
das die bekannten bibelstorys schon einige tausend jahre vorher aufgeschrieben wurden und damit eine nacherzählung sind, dürfte allerdings richtig sein. falls die übersetzungen stimmen ... 😉
habe vor wenigen tagen sein buch "auf den spuren der annunaki" (weiss nicht ob es sein letztes werk war (2004)) fertig gelesen.
nun ist er tot, aber er lebt natürlich in dem, was er der welt in seinen büchern hinterlassen hat weiter.
mein eindruck von dem buch: es lässt sich wie ein reisebericht, gespickt mit vielen fotos und einigen interessanten thesen und einigen eher konstruierten geschichten lesen.
die grössere leistung muss wohl in einem seiner vorangegangenen bücher gelegen haben, welche ich bisher noch nicht gelesen habe.
jedenfalls kann man sagen, dass er einige dinge ins öffentliche bewusstsein brachte und bestimmte zusammenhänge herstellen konnte, welche dem suchenden sicher weiterhelfen werden.
Ja, Sitchins wirklich großen Werke sind "Der zwölfte Planet" von 1973 und sein zweites Buch "Die Kriege der Menschen und Götter".
Ich würde jedem empfehlen, der sich für Sitchins Theorien interessiert, mit diesen Büchern anzufangen und sie nicht zwei, sondern mindestens drei mal zu lesen.
Sitchin hatte die Angewohnheit, immer wieder zwischen den Zeiten und Orten zu springen, was bei der Thematik auch kaum anders machbar ist. Leider könnte man dadurch aber einen verzerrten Eindruck vom Ablauf der Geschehnisse (laut Sitchin) bekommen wenn man die Bücher nur einmal gelesen hat.
Um nicht durcheinander zu kommen, habe ich mir irgendwann angewöhnt, jeweils zwei Zahlen bei jeder Aussage zu machen. Die erste betrifft die beschriebene Zeit, die zweite die Zeit, aus der die Schrift stammt.