"Was soll das heißen - in meiner Sprache: Die Koranverbrennung ist abgesagt?"
"Das heißt, es soll darauf verzichtet werden, dich morgen umzubringen, wenn du auf deine Parteikarriere verzichtest."
"Es handelt sich dabei nicht um eine Karriere, ich verzichte auch nicht darauf und niemand hat vor, morgen die Füße stillzuhalten, egal was ich tue."
"Das Problem momentan ist der Vorsprung."
"Genau. Die Gegenseite sah sich genötigt, den >Michaelkampf<, der normalerweise Ende September stattfindet, um vier Wochen vorzuverlegen. Es sind jetzt durch den Manichäertext noch drei Tage hinzugekommen.
Weil das die Wahrheit ist, ist die Gegenseite jetzt extrem unter Druck und sieht sich gezwungen, nun auch noch den 17. Dezember, also den traditionell wichtigsten Ameli-Vernichtungstag vorzuziehen. Würde ich den morgigen Tag überleben, hätten wir einen Vorsprung von vier Wochen, drei Tagen und dann noch zusätzlich 97 Tagen. - Bis jetzt haben sie nix abgeblasen in Bezug auf morgen. Sondern es wird rund gehen."
"Was willst du unternehmen?"
"Das einzige, was ich tun kann, ist, Dinge zu erläutern. Denn ich habe schon viel zu viel gesagt, als dass ein Zurückrudern meinerseits mir noch das Leben retten könnte. Das Hexengebäude wankt in seinen Grundfesten, und der Rat der 300 wird alles tun, um mich endgültig auszuschalten. Es ist also in jedem Fall sinnvoll, noch mehr zu sagen in der Hoffnung, dass Vernunft einkehrt."
"Dann tu das."
"Es geht um das Doppelgesicht der Frauenbewegung. Das fängt bereits damit an, dass ich froh sein kann, meinen Männerberuf in der Tasche zu haben. Hätte ich den nicht, bräuchte ich gar nicht den Mund aufzumachen, weil ich als Nur-Hausfrau ein komplettes Nichts wäre in den Augen der als Feministinnen verkleideten Hexen. Das ist symptomatisch. Es bringt aber auch nichts, wenn da dann so Sachen wie das Buch von Eva Herman bei rauskommen."
"Aber das war ein interessanter Vorgang."
"Ja, sicher, sie hat ein anderes Frauenbild vertreten, und obwohl sie damit ja nicht mal aus dem Hexensystem rauswollte..."
"Wieso denkst du, dass sie da nicht rauswollte?"
"Weil sie die Frauen in eine antiquierte Rolle zurückbringen will und das tatsächlich mit den Unterschieden zwischen Mann und Frau begründet."
"Und das tust du nicht?"
"Nein, das tue ich nicht. Ich sage ganz andere Dinge, und mir geht es auch um ein anderes Ziel. Bei Eva Herman vermute ich - sie möge mich korrigieren, aber bitte ehrlich - dass sie das Buch geschrieben hat, um eine Wutreaktion hervorzurufen, die große Mengen an Frauen, aber auch vernünftig denkende Männer näher an die Position oben genannter Feministinnen bringen sollte. Zumindest war das das reale Ergebnis ihrer Aktion."
"Dagegen spricht, dass sie ihren Job aufgeben musste deswegen."
"Das spricht dagegen. Und ich fand das auch widerlich. Wer war dafür verantwortlich?"
"Ich."
"Warum hast du das gemacht?"
"Nun, ich dachte, sie hätte es ernst gemeint."
"Aber das doch kein Grund, sie wegzumobben."
"Doch, zu dem Zeitpunkt war das für mich ein Grund, denn sie schien mir deine Position zu vertreten, und du standest bekanntlich auf meiner Abschussliste. Ich wollte dir einen reinhauen."
"Das heißt, selbst dir war, obwohl ich dir in meinen Briefen so viel von mir erzählt hatte, nicht klar, wie meine Position in Bezug auf die Frauenbewegung ist."
"War daraus nicht zu entnehmen."
"Ich war wahrscheinlich auch zu stark in Opposition gegangen, weil ich dachte, wenn gar keiner mehr das Ansehen der Hausfrauen vertritt, dann muss ich das wenigstens tun. Ich kann das einfach nicht ab, wenn Leuten ihre Lebensentwürfe denunziert werden, nur weil man sie fälschlicherweise für minderbemittelt hält.
Ich behaupte von mir wirklich nicht, alles richtig gemacht zu haben, sondern ich habe mir mühsam meinen Weg durch ein für mich völlig rätselhaftes Dickicht gesucht. Es muss einfach bedacht werden, dass mir die Sozialisation in diesem Lügengebäude, dass ihr Großen alle bewohnt, vollkommen gefehlt hat. Jetzt habe ich eure Sprache so einigermaßen verstehen gelernt und finde sie überaus anstrengend, um nicht zu sagen zersetzend.
Macht ihr euch das eigentlich klar, was das bedeutet, wenn der gesamte öffentliche und auch große Teile des privaten Sprachraums zur Lüge verkommen? Was ihr euch selber damit antut? - Ihr merkt das gar nicht mehr, so tief steckt ihr da drin. Ihr sagt: Und ich wünsch dir ganz viel Spaß. Gemeint ist: Ich freu mich schon drauf, dich in Kürze leiden zu sehen. Ihr sagt: Das war mein Lieblingslehrer, bei dem hab ich ganz viel gelernt. Gemeint ist: Das war mein Konditionierer, ein Riesenarschloch, der mich total kaputtgemacht hat. Ihr sagt: Da haben wir mit den Kindern ne ganz tolle Party gefeiert. Und ihr meint: Da haben wir den Kleinen erstmal unsere Geschlechtsteile vorgeführt.
Leute, mal ganz ernsthaft. So etwas muss sich doch eines Tages von ganz allein ad absurdum führen. Ich tue doch nichts anderes, als den Weg heraus aus dieser Lügenkultur zu zeigen, aber eben nicht in Gestalt des großen Zusammenbruchs oder des Verfalls in Absurdität, sondern indem ich aufzeige, dass wir es schaffen können, ohne dass uns unsere Errungenschaften verloren gehen. Und wir haben so unglaublich viele Errungenschaften, die es wert sind, erhalten und weitergeführt zu werden.
Es ist für mich allerdings definitiv keine Errungenschaft, wenn heutzutage besonders jüngere Frauen saufen, grölen und Sprüche klopfen wie die Fuhrkutscher. Ich find´s nicht schlimm, wenn sowas vereinzelt als besondere Eigenart auftritt, aber wenn das ein Massenphänomen wird und wenn ich dann noch sehe, wie gleichzeitig alles Feine und Schöne und Edle, was den Frauen immer zu Eigen war, zu verschwinden droht, dann denke ich, dass irgendwas gründlich schiefgelaufen ist. Ein Fuhrkutscher ist zumeist ein ungebildeter und ungehobelter Mensch, wofür er zwar nichts kann, aber er ist aus meiner Sicht kein Vorbild für junge Mädchen aus durchaus höheren Bildungsschichten. Will ein Mädchen oder eine Frau dafür geliebt werden, wenn sie sich so verhält? - Nein, sie hat die Liebe bereits vergessen. Jungen und Männer sind ihr zu Objekten geworden, die frau sich einfach >nimmt<. Ist das nun gut, nur weil Männer aller Schichten das seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden so gemacht haben?
Die Sache wird noch verschlimmert dadurch, dass es reale Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Gemeinsam ist beiden Geschlechtern der Geist, denn der Geist hat kein Geschlecht. Der Unterschied liegt hauptsächlich im physischen Erscheinungsbild, also dem Zusammenspiel von physischem Leib und Ätherleib. Wird ja wohl niemand leugnen, dass das so ist. Das Astralische, also die Gefühlswelt ist eigentlich ein Produkt der Geschlechterunterschiede, wird sozusagen von den damit verbundenen gesellschaftlichen Rollenzuweisungen sozialisiert. Das wiederum heißt, der Astralleib ist lange nicht so determiniert wie der Ätherleib oder die physische Erscheinung. Vom Ich her kann jede Frau und jeder Mann daran arbeiten, ihren/seinen Astralleib völlig geschlechtsneutral zu gestalten. Das ist doch interessant, oder?
Und wir haben heute endlich die Freiheit (wäre da nicht euer Lügengebäude), dass wir das auch dürfen, also nicht mehr durch gesellschaftliche Konvention gezwungen sind, eine rollentypische Gefühlswelt zu entwickeln.
Der >weiche Mann<, den gibt es ja noch nicht so lange, aber der ist ein typisches Beispiel für einen geschlechtsneutral gestalteten Ätherleib. Ein solcher Mann, der hat es nicht mehr nötig, auf männliche Vorrechte zu pochen, sich wie bekloppt überall durchzusetzen oder dem ja nach wie vor hoch angesehenen Macho-Ideal nachzueifern.
Die Frau, die sagt, ich scher mich nicht groß um mein Äußeres, ich lass mich auch nicht gegen Sex kaufen oder gegen schöne Dinge, ich muss mich auch nicht nach oben vögeln, sondern ich weiß, ich bin wer und ich kann was und damit werde ich meinen Weg gehen, das ist die wahre unabhängige Frau, die ihre anerzogene Astralität im Griff hat. Sie bräuchte - rein theoretisch - keine Quote, um ihren Platz in gesellschaftlich relevanten Positionen zu finden. Praktisch jedoch muss sie sich gegen Jahrhunderte alte Männerseilschaften durchsetzen, und da macht die Quote dann eben doch Sinn.
Nur, liebe Frauen da oben, ihr habt die Quote durchgesetzt, und dann habt ihr sie ausschließlich mit Frauen aus euren ganz nach Männervorbild gezüchteten Frauenseilschaften besetzt. Ihr merkt das offensichtlich schon gar nicht mehr, dass das eine Perversion ist. Denn all die Frauen, die richtig was auf dem Kasten, aber mit eurem Hexensystem nix am Hut haben, die haben keinerlei Anspruch auf Teilhabe an der Quote.
Und dann wundert ihr euch, dass der Begriff Quotenfrau zu einem Schimpfwort geworden ist!!
Gucken wir uns doch mal an, wie es die Frauen in der DDR gemacht haben. Die waren in nahezu allen Berufen vertreten, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, selbstverständlicher Anspruch auf Kinderbetreuung. Das war so gewollt, das war natürlich auch wirtschaftlich notwendig, und das hat selbstbewusste und starke Frauen hervorgebracht. Aber das war andererseits bewusstseinsmäßig noch nicht ganz durchdrungen. Obwohl sicher gesellschaftlich viel für die Kinder getan wurde, viel mehr als im heutigen Gesamtdeutschland, war man sich der Nachteile, die das sehr frühe Herauslösen der Kinder aus der schützenden Hülle der Kleinfamilie mit sich brachte, nicht ausreichend bewusst. Konnte man auch nicht sein, denn die Aufbaujahre der DDR waren äußerst hart. Da ging´s einfach nicht anders. Es wurde auch die traditionelle häusliche Rollenverteilung nicht groß hinterfragt, so weit waren wir vor 50, 60 Jahren einfach noch nicht. Das bedeutete dann ja, dass die DDR-Frauen tatsächlich die volle Doppelbelastung hatten, wahrscheinlich der Hauptgrund dafür, dass ihnen der Weg in leitende Positionen weitgehend verschlossen blieb.
Aber in der Breite, bezogen auf die Arbeitswelt hatten wir in der DDR viel mehr Gleichberechtigung als heute gesamtdeutsch. Selbstverständliche Gleichberechtigung, die nach der Wende ohne Not wieder zurückgefahren wurde. Wir hatten auch viel mehr kulturelle Bildung und mehr Geschichtsbewusstsein in Schule und Jugendarbeit. Flächendeckende Angebote für Jugendliche, sehr viel mehr Musik und Theater in den Schulen, und das war keine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern im Gegenteil: Dafür war das Geld da in einer bekanntermaßen schlecht funktionierenden Volkswirtschaft, weil der Wille vorhanden war, da wirklich Prioritäten zu setzen. Kultur wurde auch betrieblich organisiert. Da sind die Kollegen mindestens einmal im Monat zusammen ins Theater oder zu einer vergleichbaren Veranstaltung gegangen. - All das wird unter den Teppich gekehrt und totgeschwiegen. Stattdessen wird hier immer von bildungsfernen Schichten gefaselt. Sowas kann man sich auch gezielt züchten! Genauso wie man sich Barbies und Tussen züchten kann oder Fuhrkutscherinnen!
Vor ner echten Fuhrkutscherin allerdings, also einer Lastkraftfahrerin, vor so einer Frau hab ich Respekt. Die macht ihre Arbeit, genau wie ihre männlichen Kollegen, und es würde mich wundern, wenn wir eine von denen jemals beim Saufen, Grölen oder Männer abgreifen erwischen würden.
Und noch ne Wirklichkeit:
Es gibt unheimlich viele Frauen mittleren Alters und älter, die leben ganz viel Emanzipation, ganz unauffällig, häufig in weitgehendem Einklang mit ihren Partnern. Es ist im Grunde genommen schon sehr viel erreicht worden im Bewusstsein der Menschen, aber statt das nun auf die nächste Generation zu übertragen und weiter auszubauen, wird häufig das Gegenteil betrieben.
Wir brauchen keine künstliche Mädchenförderung in der Schule, sondern wir brauchen die Selbstverständlichkeit der Gleichberechtigung, und die wird durch diese gezielten Fördermaßnahmen eher in Frage gestellt. Mittlerweile steht fest, statistisch, ich meine, ihr habt´s ja immer mit der Statistik, dass Mädchen im Schnitt bessere Leistungen in der Schule erbringen als Jungen. Daraus könnte man ableiten, dass die intelligenter sind und dass die Fördermaßnahmen das nun endlich ans Licht gebracht haben. Aus meiner Sicht tritt da jedoch ein anderes Phänomen zutage, nämlich dieses, dass die Jungen im Schnitt und mittlerweile auch in der Spitze als erste vor diesem nahezu ausschließlich auf Leistungen im kognitiven Bereich angelegten Schulsystem in die Kniee gehen. Lernen hat ganz viel damit zu tun, dass ich den Stoff meinem Ätherleib einpräge. Männer haben einen weiblichen Ätherleib, wobei der Begriff weiblich hier bedeutet, da ist ein Ätherleib, der in die horizontale Ausdehnung drängt, weil ja auch der Ätherleib letztlich aus der Einseitigkeit rauswill, also tendenziell die Ganzheit, sprich die Kugelform anstrebt.
Das intellektuelle Lernen jedoch stärkt einseitig die Kräfte der Zusammenziehung. Die Mädchen haben es da leichter, ihr Ätherleib möchte quasi in die Senkrechte, in die Konzentration, und das Schulsystem kommt diesem Bedürfnis entgegen.
Hinzu kommt, dass, ganz anders als noch vor hundert Jahren, frühere und größere intellektuelle Leistungen von unseren Kindern gefordert werden müssen, einerseits um den Herausforderungen der technischen Zivilisation gewachsen zu sein, andererseits, weil die Kinder diese Leistung auch erbringen können - solange wir ihnen das ebenso notwendige Gegengewicht in Gestalt von praktischen, künstlerischen Unterrichtsinhalten und sportlicher Betätigung nicht entziehen.
In meinem Schulkonzept gibt es zum Beispiel in der neunten und zehnten Klasse den >Förderkurs Gymnasium<,das heißt, da wird denjenigen, die ins akademische Fach wollen, ne richtig intensive Zusatzleistung abverlangt, dann, wenn alle anderen Schüler schon Feierabend haben. Damit soll erreicht werden, dass denen keine Nachteile beim anschließenden Wechsel in die gymnasiale Oberstufe entstehen, also dass da bei Bedarf zum Beispiel Latein- und Altgriechischkenntnisse vorhanden sind. Andererseits können diese Schüler im Unterschied zu Gymnasiasten mit Erreichen des Realschulabschlusses kochen, gärtnern, sich ohne Scheu vor einer größeren Gruppe bewegen und äußern, nicht wahr, sowas erreicht man mit dem Unterrichtsfach Darstellendes Spiel, auch so eine DDR-Errungenschaft, sie sind verfügen also über eine größere Sozialkompetenz und sind darüber hinaus auch noch handwerklich gebildet. Ein Musikinstrument wird auch nahezu jeder beherrschen und das ganz unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Das alles ist gut für Mädchen, ist gut für Jungen, gut für Gleichberechtigung, gut auch gegen die Klassenbildung in unserer Gesellschaft, gegen die Armutsschere, gegen Desintegration, sehr gut auch für ein späteres Studium. Und sowieso gut für die praktische Berufsausbildung.
[b]Aber ich, die ich sowas vertrete und seit Jahr und Tag dafür kämpfe, ich soll immer nur vernichtet werden![/b]
Mir reicht´s. Ich bin schon wieder sauer."
"Aber warum das denn. Das war doch ne richtig schöne Erzählung. Mach doch noch´n bisschen weiter und teil uns mit, wie du dir das vorstellst mit deinem Job als Parteivorsitzende."
"Also, ich vermute, dass ich mir von einigen Pflichten noch keine richtige Vorstellung mache. Aber ich werde versuchen, das alles zu lernen und auch so gut wie möglich auszufüllen. Ich stelle mir vor, dass die Verknüpfungen zwischen Partei und Fraktionen auf allen drei Ebenen nach einem bestimmten und bewährten Muster laufen. Da muss ich reinkommen. Ich halte das für ein sehr wichtiges Gebiet. Denn die Abgeordneten brauchen Rückendeckung. Sie stehen vor den eiskalten Realitäten, während wir in der Partei immer noch son kleinen Schutzraum für Träumerei haben und ja auch haben müssen. Aber es darf halt keine Kluft zwischen parteiinternen Blütenträumen und denen, die das dann gar nicht umsetzen können, entstehen. Da muss die Partei den Abgeordneten auch ein Stück weit entgegenkommen und es muss gut zugehört werden.
Thema Basisarbeit: Wir haben eine Führungsschicht und eine Basis. Die Führung muss führen, das erwartet die Basis auch, aber sie muss nicht alles allein entscheiden und bestimmen. Ich bin zum Beispiel auch für ne Querdurchlässigkeit. Also, dass sowohl Einzelmitglieder als auch Ortsvereine Initiativen entwickeln können und ihnen zur Information anderer Mitglieder ein Emailverteiler mit sämtlichen Ortsvereinsadressen zugänglich ist."
"Und du denkst nicht, dass die Partei auf diese Weise aus den Angeln gehoben werden könnte?"
"Nein, das denke ich nicht. Die meisten Leute sind ja Mitglied, weil sie die Programmatik der SPD unterstützen. Ein bisschen Querdenken oder auch mal Widerstand kann diese Programmatik durchaus verkraften. - Aber du denkst an Unterwanderung."
"Ja."
"Da hast du natürlich auch Recht. Das muss abgewogen werden. Ich geh da vielleicht auch zu sehr von meinem eigenen Problem aus, also, dass ich ungeheure Schwierigkeiten habe, die Basis zu erreichen."
"Was also."
"Lassen wir´s einfach mal als Gedanken stehen. Vielleicht fällt ja irgendwem ne geeignete Lösung ein. - Noch weiter zur Basisarbeit. Sollte ich es tatsächlich schaffen bis in den Vorsitz, dann ist das, was ich so im Gepäck habe, rein inhaltlich ne Belebung für die Basis. Das ist natürlich ein großer Vorteil. Aber trotzdem muss das, was Siegma begonnen hat, dieses Ermöglichen des offenen Austausches fortgesetzt werden. Also ganz viele Konferenzen, ganz viel Wahrnehmen der Probleme vor Ort, Gespräche ohne Ende. Dann die Frage: Was für Material braucht ihr wirklich für eure Arbeit? - Da kann man unter Umständen sogar noch Geld sparen, mit dem die Ortsvereine dann ihre Eigenpublikationen verbessern können.
Dann ist mir sehr wichtig die konzeptionelle Arbeit, nehmen wir als Beispiel das Schulkonzept. Hier wäre es vonnöten, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die aus Lehrkräften, Sozialarbeitern, Fachleuten aus Kultusministerien und aus der Integrationsarbeit besteht. Dann muss das Konzept ganz und gar wirklichkeitstauglich gemacht werden. Da müssen Hoheitsrechte geklärt werden, unzählige andere Rechtsfragen, da muss der Stundenplan mit den Rahmenrichtlinien und Prüfungsordnungen abgeglichen werden, da muss über Finanzierung geredet werden, aber auch über Pädagogik und Didaktik, über Durchlässigkeiten zwischen dem schulischen und dem sozialpädagogischen Bereich. Es müssen zu verschiedenen Themen Referenten gehört werden und vieles mehr.
Schlussendlich müssen Parteirat und Vorstand zustimmen können und dann sollte es der Basis zur Urabstimmung vorgelegt werden."
"Ein langer Weg."
"Ja. Mag sein. Aber so ist es am besten. Lieber jetzt gründlich und in Ruhe und später mit einem kräftigen Ruck, als jetzt mal kurz was hinpfuschen, was an allen Ecken und Enden unausgegoren ist und deshalb keinen Bestand haben kann. - Oder wir können ja auch´n Kompromiss machen. Wir peilen relativ kurzfristig ein Modellprojekt mit Sonderregelungen und Ausnahmegenehmigungen an. Gleichzeitig erarbeiten wir eine verwandte Version, die der geltenden Gesetzeslage eher entspricht beziehungsweise, wo das nicht möglich ist, werden die notwendigen Gesetzesänderungen ausgearbeitet.
Dann fänd ich´s halt gut, vorhandene Konzepte anzugucken und zu schauen, wie man die stärker umgesetzt kriegt. Hier wär für mich das Thema Altenheime, Pflege und so weiter sehr wichtig. Wie kriegen wir da noch mehr Menschlichkeit rein? Da gibt´s ja gute Ansätze, sehr gute, gerade bei uns in der SPD. Wie kann man das noch stärker nach außen kommunizieren?"
"Thema Gewerkschaften. Niedriglöhne. Hartz IV."
"Zunächst muss der Ausverkauf der Arbeitnehmerrechte gestoppt werden. Die Fehler bei Hartz IV müssen korrigiert werden. Da müssen wir ganz klar sagen, was geändert werden muss. Und Niedriglöhne. Das ist vielleicht wie mit der Euro-Einführung. Alles ist teurer geworden, und trotzdem ging´s weiter. Es wird durch die Einführung des Mindestlohnes vieles teurer werden, aber wir sollten den Mut haben, das unserer Volkswirtschaft zuzutrauen. Schlimmer als beim Euro kann es nicht kommen, nur dass diesmal wer anderes davon profitiert."
"Rente."
"Da müssen wir an die Realitäten ran. Hilft nix. Wird aber einfacher, wenn wir gute Konzepte für ein menschenwürdiges Leben im Alter vorlegen, weil dadurch real sinkende Renten ein Stück weit kompensiert werden können. Die sozialen Netzwerke stärken, das wär wichtig. Denn für einen alten Menschen ist es hilfreicher, die Solidarität der Gemeinschaft statt 100 Euro mehr monatlich auf dem Konto zu haben. Geld hilft nur sehr bedingt gegen Vereinsamung und Verwahrlosung. Länger jung bleiben in Mehr-Generationen-Projekten, das wär son Stichwort. Die Hospiz-Arbeit. - Muss ich das jetzt noch näher erläutern, damit es nicht heißt, sie will die Alten unter das Existenzminimum treiben?"
"Nee. Iss ja klar, dass du für die Mindestrente bist."
"Dann wär ich jetzt soweit fertig mit meinen Ausführungen."
"Eine Frage noch. Wieso ist das keine Karriere, du als Parteivorsitzende?"
"Damit meine ich, dass ich auf gewisse Attribute verzichten werde. Ich hab keinen Führerschein mehr, also werd ich auch nicht ne dicke Kiste fahren. Ich miete mir´n möbliertes Häuschen mit Bootssteg, Werkstatt und Gärtchen, wohin ich mich zurückziehen kann, wenn andere Halligalli machen. Ich bin kein Nachtmensch, ja, ich bin auch nicht jemand, der Wert auf feierliche Zusammenkünfte in Kreisen der oberen Zehntausend legt. Ich kann das einfach nicht und werbe schon jetzt um Verständnis, dass ich da nicht teilnehmen werde. Ich kann auch nicht wöchentlich die Oper oder das Ballett frequentieren, weil das immer viel zu intensive Eindrücke für mich sind. Aber ich geh gern Essen oder Kaffeetrinken, also da hab ich dann gar keine Berührungsängste zu wem auch immer. Ich setz mich mit dem Obdachlosen unter die Brücke genauso gut wie mit Siegma ins Café Einstein. Ich würd auch mit Frau Illner nach ihrer Sendung einen trinken gehen oder mit Eva Herman zum Shoppen ins KaDeWe. Aber alles in Maßen.
Das meinte ich mit Verzicht auf Karriere."
"Hättenwa das also auch geklärt."
"..."
"Erzählst du es bitte selber."
"Ich habe sehr eng mit Mani zusammengearbeitet. Der hat die Idee entwickelt, dich als künftige Parteivorsitzende anzukündigen und dich dann dazu zu bringen, diesen Plan zugunsten realer Treffen mit mir wieder aufzugeben."
"Ej, der hat [b]meine[/b] Idee geklaut, Alter! Irgendwas künstlich aufzubauschen, sodasse Schiss kriegen und uns dann endlich zueinander lassen."
"Der hat nix geklaut. Der iss einfach nur auch nich blöd."
"Warum hast du dich darauf eingelassen?"
"Ich..., äh, ich tanze schon auch auf zwei Hochzeiten. Sagtich ja schon mal."
"So, und jetzt willste also mit mir tanzen, ich muss nur den Karriereplan aufgeben."
"So hatten wir uns das gedacht. Es ist aber was dazwischen gekommen. Mir wurde von Mani angedeutet, dass er ne Art Spezialbeziehung zu dir hat und dass es bei dir noch verborgene, dir selber unbewusste Geistesbereiche gibt, in denen sich allerhand gegen mich gerichtete Munition befindet. Von ihm sozusagen in dich hineininauguriert."
"Das haste geglaubt."
"Ja. Ich bin einfach noch nicht so ganz auf´m Damm nach der Libidoklamotte."
"Du fühlst dich angreifbar, schwach und ohnmächtig."
"Das kannste laut sagen."
"Ich mach´s ohne weiteres rückgängig, du musst nur Piep sagen."
"Will ich aber nicht."
"Warum nicht."
"Den Gefallen tu ich den Hexen nicht."
"Also weiter durchhalten."
"Ja, weiter durchhalten."
"Dieses von Mani Angedeutete hat dann bei dir dazu geführt, dass du Angst vor einem Treffen mit mir bekommen hast."
"Es war plötzlich wieder so ein riesengroßes Misstrauen da."
"Das heißt, du konntest weder hinter der Entscheidung stehen, dass ich Parteivorsitzende werden soll noch eine Freude darüber empfinden, dass wir endlich mal Nägel mit Köpfen machen, was ja nicht gleichbedeutend ist mit Husch, ab ins Bett."
"Das wahrscheinlich auch keinem klar, dass wir das´n bisschen langsam angehen lassen wollen."
"Wir müssen uns doch erstmal kennenlernen! Ich meine, geistig hör ich zum Beispiel deinen Westfalenslang gar nich raus, ich könnt ja´n Schreck kriegen, wenn du mir plötzlich in echt wat im Ohr säuseln tun wüürdest, woll!"
"Magst du den denn nicht, diesen meinen Slang?"
"Oh, ich liebe ihn! Ich bin ihn nur nicht gewöhnt. Und ich weiß nich, wie du riechst oder ob ich in Ohnmacht falle, wenn ich dir in deine so unfassbar blauen Augen gucke. Also deine Augen! Echt! Wie ein Mann so schöne Augen haben kann! Bergsee iss dagegen Pfütze!"
"Komm, hör auf. Es geht nicht. Und daran bist du selber Schuld!"
"Mag sein. Aber erstmal freue ich mich, dass das Vertrauensverhältnis wieder hergestellt ist. Wir sind meine Beziehung zu Mani von vorne bis hinten, von oben bis unten und dann auch noch querbeet durchgegangen, und da gab´s nix außer diesem Napoleontraum, was auf irgendeine meinem Bewusstsein entzogene Mani-Pulation hindeuten würde. Er hat es versucht. Noch und nöcher. Das haben wir bei der Gelegenheit entdeckt, aber er konnte es nicht. Und er kann es auch jetzt nicht. - Iss doch alles wieder in Butter, nich?"
"Doch. Tatsächlich. Ich bin wieder einigermaßen beisammen."
"Jetzt bräuchte ich also nur noch meinen Plan aufgeben, mich auf´s Radl schwingen und schon könnte die Mysterien-AG beim Italiener abgehen."
"So sieht´s aus."
"Das werde ich nicht tun."
"Stur wie son alter friesischer Ackergaul!"
"Yes. Ich hab dich gefragt: Willst du das, das ich das mache, das mit der Karriere. Du hast Ja gesagt, du hast sogar die Tarotkarten manipuliert, um mich dahinzubringen, meinen Schweinehund zu überwinden und das tatsächlich öffentlich anzukündigen."
"Ja, sorry. Du hättest doch ne gefakte (schreibt man das so?) Aktion nicht mitmacht."
"Das wohl wahr. - Dann kam in der Nacht auf gestern der Rat der 300 angerast und hat sich auf dich und ne Reihe anderer Geistesgrößen aus unserem Lager gestürzt."
"War entsetzlich."
"Kann ich mir vorstellen. Trotzdem ne kleine Frage, so rein aus Neugier: Konntest du oder konntest du nicht?"
"Isch konnte."
"Na siehste. Bei dir hat sich gar nix verändert, nur der liebidimöse Zwang iss wech."
"Die haben getobt wie die Tiere, die haben sich auch reihenweise Kleinkinder vorgeknöpft."
"Ich wachte gestern morgen auf und wusste nur eines: Jetzt muss ich meine frauenrechtlerische Überzeugung kundtun."
"Und dann auch noch gleich deine Bewerbung um´s Amt."
"Klar, das ging Hand in Hand. Später am Tage habe ich dann noch die Mitgliederinnen des Rates der 300 gebeten, sich genau zu überlegen, wo sie individuell stehen, weil ich davon ausgegangen bin, dass eine Reihe von denen den nächtlichen Horrortrip zwangsweise mitgemacht hat. Dann habe ich allen, die da aus freien Stücken dabei waren, Geistesverwirrtheit á la Rosenrot auf´s Auge gedrückt. 217 Frauen waren das."
"87 sind ausgestiegen."
"Später habe ich den Vorgang auf der nächstunteren Ebene wiederholt. Da sehen die Zahlen schon schlechter aus. 187 von 3600 haben sich für uns entschieden. Bei den Männern waren es auf der obersten Ebene 295, die ausgestiegen sind, eine Ebene tiefer 2905. Ich finde, das sind insgesamt sehr erfreuliche Daten."
"Ich bin son bisschen erstaunt über die hohe Zahl an Aussteigerinnen im Rat der 300, besonders wenn ich auf das stark abweichende Verhältnis ne Etage tiefer gucke. Womit könnte das zusammenhängen?"
"Ich denke, der Grund dafür, warum eine Frau Mitglied im Rat der 300 ist, liegt in ihren besonderen geistigen Fähigkeiten wie zum Beispiel einem sehr weiten Blickwinkel. Es hat schon ne Logik, dass die als erste wahrnehmen, worum es mir in Wahrheit geht, also dass sie wissen, dass ich für sie - individuell betrachtet - gar keine Bedrohung bin. Und du auch nicht."
"So siehst du das."
"Das Procedere war ja so, dass nach meiner Aufforderung, sich über den eigenen Standpunkt klarzuwerden, das jeweilige Einzelbewusstsein die eine oder die andere Seite angesteuert hat, nicht so, dass mir da irgendeine was vom Pferd erzählt hat, auf das ich hätte reinfallen können. Der Vorgang wurde sozusagen von denen selbst gesteuert, ich habe ihn nur ausgelöst."
"Bist du dir da sicher."
"Du denkst, dass sie davon ausgehen, dass du mich unter Kontrolle hast und sie nur auf der Manichäismus-Ebene die Seiten gewechselt haben?"
"Das vermute ich zumindest."
"Nun, das lässt sich mit Leichtigkeit überprüfen. wobei ich allerdings auch solch einen Seitenwechsel als ersten Erfolg verbuchen würde."
"Wie willste das überprüfen?"
"Ganz einfach. Wir klären das mit den Teilchen. Die werden gekauft, denn sonst ham wir keine. Weil, iss ja keiner von uns beiden bereit, welche zu backen. Ich muss nach Berlin und du..., ja, also du..."
"Ich? Ich bin irgendwie fertig."
"Du, das habe ich nicht gewollt. Aber jetzt habe ich zugesagt, jetzt werde ich dazu auch stehen. Es tut mir total leid für dich, aber du musst dich mit meiner Entscheidung abfinden."
"Hast du nicht immer gesagt, unsere Beziehung ist wichtiger als alles andere?"
"Es soll ne schöne und gepflegte Beziehung sein, von der Erbauliches nach außen dringt. Das wäre sie nicht mehr, wenn ich jetzt umfalle.
Bist du nun sehr traurig, Schatz?"
"Ich. Hmm. Ich weiß nich. - Es iss seltsam. - Eigentlich finde ich es gut, dass du so konsequent bist. Weil das isses ja grade, was ich so total an dir mag."
"Nun hat diese Konsequenz ausnahmsweise mal dich volle Breitseite erwischt."
"Tja, Mensch, ich denke, ich werde damit klarkommen. Also wenn du nicht auch noch..., äh, wie soll ich das sagen..., wärste denn bereit, Orion mal wieder son kleinen Besuch abzustatten, ich meine, damit ich mich auch son bisschen freuen kann?"
"Also das! [b]Das![/b] Na klar! Wenn du weiter keine Sorgen hast, Papi, da sausich doch gerne für dich hin. Ich pack nur kurz den Kleiderschrank, die Tischbohrmaschine, die beiden Gästematratzen und meinen neuen Fahrradanhänger aus."
"Ach, isses nich himmlisch!"
"Wolke sieben, das isses. 4 Wochen, 3 Tage und 97 Tage. Das macht..., das macht..."
"129."
"Hä?"
"Du, es sind 4 Wochen, 3 Tage und 98 Tage. Wir hatten unsern Knoten doch schon gestern Abend aufgedröselt."
http://www.youtube.com/watch?v=lw_2rh2M-bw
"Jetzt sind die Parteirechten am Rummaulen. Für die haste nix zu bieten, findense."
"Meiner Ansicht nach steht da ne große Portion Heuchelei dahinter. Es handelt sich nun mal darum, die Sozialdemokratie neu zu beleben. Das wünschen sich alle Sozialdemokraten. Und das Erfolgsrezept der Sozialdemokratie besteht doch gerade darin, weder den Unsinn planwirtschaftlichen Denkens weiter zu verfolgen noch die Linie eines Peter Mandelson. Du zum Beispiel hast diese Linie vertreten, was wahrscheinlich unumgänglich war."
"Ich stand - ich sagte es bereits - auf der anderen Seite."
"Eben. Der Wildwuchs der Marktwirtschaft ist doch zerstörerisch, das weiß jedes Kind. Der musste aber im Zuge der Globalisierung kommen, weil wir ja keine Weltwirtschaftsgesetzgebung haben. Es ist doch so, dass die sogenannte Öffnung der Märkte dazu geführt hat, dass die ohnehin schon überreichen Volkswirtschaften die arbeitnehmerfeindliche Gesetzgebung in den Entwicklungs- und Schwellenländern zur eigenen Profitmaximierung ausgenutzt und gleichzeitig die eigene Arbeiterklasse in die Knie gezwungen haben. Das doch Fakt!
Ziel der Operation war ja immer, die Weltregierung zu installieren nach den Vorstellungen eines Samuel Huntington."
"Bist du gegen ne Weltregierung?"
"Aber hallo! Da bin ich total dagegen. Ich liebe die Vielfalt, auch den Wettstreit. Regierungssysteme sind doch Ausdruck der Kulturgeschichte der Völker. das muss man doch auch mal aushalten können, dass da nicht alle gleich demokratisch sind. Was man allerdings von mir aus ersatzlos streichen könnte, das ist die Monarchie. Aber das iss nur ne Art persönliche Abscheu vor dem elitären Gedankengut, das in Adelskreisen gepflegt wird. Davon abgesehen finde ich Königshäuser natürlich auch lustig und von hohem öffentlichen Unterhaltungswert.
Man kann ja auch mal fragen, was die afrikanischen Ethnien für Regierungssysteme entwickelt hätten, wenn sie nicht vollständig unterdrückt worden wären. Aber das interessiert ja keinen.
Denken wir denn immer, dass alle Ideen schon gedacht sind und dass nie mehr was Neues kommt?
Oder wollen wir einfach nicht, dass neue Ideen bekannt werden?
Wir haben doch die Entwicklung auf diesem Planeten zum Stillstand gebracht und äußerlich so getan, als ob sich wahnsinnig viel entwickeln würde, während in Wahrheit nur der technologischen Zivilisation der Weg bereitet wurde. In China haben dafür nahezu sämtliche Klöster gebrannt. Die ganze alte Kultur ist untergepflügt worden. Wo ist die denn geblieben, nachdem sie vom physischen Plan vertrieben worden war? Das hat China doch in seinem Karma, dass diese Kultur in neuer Gestalt auferstehen wird.
Was ist mit Birma alias Myanmar?
Nur mal so for example.
Ich kann diesen Rechten nur sagen, dass sie nicht so tun sollen, als ob ich hier die Superlinke wäre. Ich bin bloß dafür, dass sozialdemokratische Grundforderungen auch tatsächlich durchgesetzt werden. Nehmen wir nochmal mein Schulkonzept.
Es ist ja nicht geplant, mit dieser Schulform die Gymnasien zu verdrängen. Im Grunde genommen gehen wir nur in Konkurrenz zu Haupt- und Realschulen. Wir führen das Selbstverwaltungsprinzip als Möglichkeit für alle Schulen ein.
Soll ich euch mal´n Konzept für´n selbstverwaltetes Gymnasium schreiben? Das ne sehr reizvolle Aufgabe, an die bloß noch keiner so richtig rangegangen ist. Was meint ihr denn, was wir für ne Bildungselite kriegen würden, wenn man das mal konsequent durchziehen würde. Bloß, Leute, es ist nicht meine Aufgabe, dem Bildungsbürgertum und den Eliten unter die Arme zu greifen.
Genauso gut kann jemand ein neues Hauptschulkonzept entwickeln, also jemand, der aufgrund seiner Erfahrungen auf dem Standpunkt steht, dass es ne Überforderung für mediengeschwächte Unterschichtenkinder ist, gemeinsam mit Kindern anderer Schichten beschult zu werden.
Oder es steht die Frage im Raum: Wie können wir die Integration von Kindern mit Behinderungen leisten? Da gibt mein Konzept auch noch keine wirklich befriedigende Antwort, wie ich persönlich finde. Da steht zwar drin, dass so ziemlich alle Behinderungsarten integriert werden sollen, im Einzelfall sogar mit dem Einsatz von Zivis, aber das waren die Forderungen meiner flinken Mieterin, deren Einfließen in das Konzept nicht zu verhindern war. Es ist aber so, wie es da steht, ne Utopie angesichts der gesellschaftlichen Realitäten. Da haben wir wirklich die ganze Zeit ne kontroverse Diskussion geführt, weil Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander liegen.
Immerhin ist dabei die Idee des Lehr-Ensembles herausgekommen unter Hinzunahme von EMU, sprich Elternmitarbeit im Unterricht. Soll ich das näher umreißen?"
"Bitte."
"Unsere Schule ist zweizügig konzipiert mit Klassengrößen von maximal 25 Schülern. Pro Klasse gibt es zwei Lehrkräfte, eine davon mit sonderpädagogischer Zusatzausbildung, was aufgrund der höheren staatlichen Ausgaben im Sonderschulbereich knapp finanzierbar wäre. Zusätzlich sollen Eltern, meist wahrscheinlich zunächst Mütter miteinbezogen werden, über das Instrument des 400-Euro-Jobs. Dafür sollten die jeweils 40 Stunden pro Monat im Unterricht besonders in den unteren Klassen begleitende Funktionen ausüben. Bei Umstellung von Beamtenbesoldung auf BAT bei gleichbleibendem Gesamtetat knapp finanzierbar, das Ganze. Aber eben nur unter der Voraussetzung, dass möglichst bis zu vier Kinder mit Behinderungen pro Klasse aufgenommen werden.
Das Lehr-Ensemble besteht aus den vier Lehrkräften einer Jahrgangsstufe sowie vier Eltern. Wir haben also insgesamt acht konstante Bezugspersonen für circa 50 Kinder. Du und ich hatten vor kurzem noch die Idee, dass man auch sowas wie Jahrgangshäuser anpeilen könnte mit insgesamt drei Klassenzimmern und flexiblem Mobiliar, sodass aus den beiden Klassen spezielle Gruppen gebildet und drei parallel laufende Unterrichtsinhalte angeboten werden können. Son Jahrgangshaus könnte auch ne eigene Küche haben, ja, sogar´n kleinen Garten, der dann allein der Verantwortung der Kinder dieser Jahrgangsstufe unterliegt. In der oberen Etage ein paar Rückzugsmöglichkeiten für die Mittagspause.
Ich schweife schon wieder ab."
"Ja, wunderbar. Schweif doch noch´n bisschen."
"Wir müssen es schaffen, dass der Lehrerberuf wieder attraktiv wird. Dass der Druck, der vom Wirtschaftssystem ausgeht und auf absehbare Zeit nicht nachlassen wird, aufgefangen werden kann. Es ist doch die größte Angst der Lehrer, dass sie den Stoff nicht in die Köpfe der Kinder kriegen. Das macht dich zum Unmenschen, wenn da 25 ziemlich verschlossene Behälter vor dir sitzen und du sollst das Loch finden, wo du mit einigermaßener Sicherheit den Lehrstoff einfüllen kannst. Da werden Klassenarbeiten zum Stresstest, und zwar ganz besonders für den Lehrer. Zu viele Unterzensuren? Scheiße. Das kriegt der Rektor mit. Das Niveau absenken? Geht auch nicht. Spätestens nach zwei Jahren übernimmt ein anderer Lehrer die Klasse, und dann wird auch das bekannt. Und dann biste plötzlich ein schlechter Lehrer, obwohl es in Wahrheit am System liegt. Iss doch klar, dass die Schulverwaltungsblätter vor Anzeigen von Sanatorien und psychosomatischen Therapieangeboten nur so strotzen. In den Schulen, da finden die ihre Klientel!
Iss auch klar, dass man unter diesen Bedingungen irgendwann ein Stück weit aufgibt, indem man sagt, naja, dann muss das zu langsame Kind trotz normal ausgebildeter Intelligenz halt die Klasse wiederholen oder von der Schule runter and all that stuff.
Da scheint mir halt das Lehr-Ensemble den richtigen Lösungsansatz zu bieten. Man steht endlich nicht mehr allein da mit der Lochsucherei, man hat auch ne wöchentliche Arbeitsbesprechung, man hat durch EMU viel Unterstützung bei der Einzelförderung oder der Erledigung von Kleinkram. Ich stell mir vor, dass man irgendwann morgens aufwacht und feststellt: Ich habe keine Angst mehr vor diesem Tag und vor diesen Kindern. Ich hab zwar auch nicht mehr ganz so viel Kohle, aber für´n Kleinwagen und drei Wochen Urlaub reicht es, und um die Familie zu ernähren und´n Reihenhaus zu finanzieren, dafür reicht es auch. Hättich nie gedacht, dasses mir mal so gut gehen würde, obwohl ich mehr Zeit in der Schule verbringe als früher."
"Was willste den Rechten damit sagen?"
"Sie sollen einfach nicht so tun, als ob ich blöd wär. Zumal ich den Märchensteuerdreh geschrieben habe, aus dem hervorgeht, dass es der freien Marktwirtschaft gar nicht an den Kragen geht, sondern nur deren Wildwuchs. Ich bin zum Beispiel auch gegen hohe Gewinn- und Vermögensbesteuerung, und zwar aus rein psychologischen Gründen."
"Das ja mal interessant!"
"Jeder, der dafür arbeitet, Gewinne zu machen, kennt das schöne Gefühl, wenn da ein positives Ergebnis vorliegt. Man hat den Eindruck: Das ist die Frucht meiner Anstrengung, selbst wenn es hauptsächlich die Frucht der Anstrengung der abhängig Beschäftigten war. Da geht´s nicht darum, was Fakt ist, sondern darum, was sich psychologisch abspielt. Dann kommt der Staat und nimmt dir einfach die Hälfte davon weg. Das wiederum erzeugt das Gefühl, geradezu beraubt worden zu sein. Also erfindet man Tricks, um den Gewinn zu verstecken, entweder legal oder per Steuerhinterziehung.
Das soll man natürlich nicht, als Gutmensch. Iss klar. Da steht man dann als Gierknochen da. Aber es ist nicht so sehr die Gier als viel mehr das subjektive Empfinden, ungerecht behandelt zu werden.
Trotzdem muss das Steueraufkommen in die Staatskassen. Also würde ich vorschlagen, die notwendigen Steuern stärker im Produktionsprozess abzugreifen. Das kann dann zum Beispiel über eine indirekte Erhöhung der Lohnsteuer gemacht werden."
"Hä, indirekt?"
"Na, über Lohnerhöhungen, wie sonst? Dadurch schmälert sich zwar der Gewinn, aber wenn der Unternehmer prozentual mehr davon behalten darf, dann ist er - obwohl er in absoluten Zahlen weniger hat als früher, Leute, so tickt die menschliche Psyche -ist er dann trotzdem zufriedener, weil er sich nicht mehr um die Früchte seiner Arbeit gebracht sieht.
Lustig, nicht wahr?"
"Das allerdings lustig. Auf den Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen."
"Wie ich schon sagte: Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur sehen können."
"Wir sind schon wieder in Verruf gekommen."
"Du schlimmer als ich."
"Hä, du wolltest das doch auch, dassich bei Orion dieses Büchlein kaufe."
"Devot!"
"Ja, das der Titel. Was habe ich falsch gemacht?"
"Du hast doch gesagt, du bist nicht devot."
"Nee, bin ich auch nicht. Wenn ich das Lied >Der Mörder war wieder der Gärtner" singe, bin ich dann schon der Mörder?"
"Versuch es zu erklären. Bitte."
"Das ist intim. Das geht keinen was an. Wieso darf ich nicht lesen, was ich will?"
"Bitte. Erklär es."
"Das versteht sowieso keiner."
"Erklärst du es jetzt bitte."
"Ich habe mich nie mit solchen Fragen beschäftigt. Ich wusste nur, dass ich im Alltagsleben neben all meiner Lebensfreude und guten Laune auch ne masochistische Ader habe, die mir immer geholfen hat, unter Beibehaltung von Lebensfreude und guter Laune die schrecklichsten Dinge über mich ergehen zu lassen. Eine nicht enden wollende Kette von Lieblosigkeiten, Missachtung und Schmerzen. Und damit meine ich nicht dieses nächtliche Zeugs, von dem ich kein Bewusstsein habe, was aber eventuell vom Physischen her die masochistische Neigung noch verstärkt hat. Ich habe dieses Masochistische, also ne Art von Leidensfähigkeit, die so stark ist, dass sie in Extremfällen tatsächlich in Lustgefühle umschlagen kann, nie irgendjemandem gegenüber thematisiert. Auch du hast das bis jetzt bei mir nicht erlebt."
"Soll das heißen, in den letzten anderthalb Jahren ist kein solcher Extremfall eingetreten?"
"Nee, höchstens mal ne leichte Vorstufe davon. Ich hab da halt nie drüber geredet und lasse es mir auch nie anmerken, weil ich es irgendwie peinlich finde, obwohl ich mich damit sehr erfolgreich durch jeden Angriff, jeden Orkan hindurchgearbeitet habe. Ganz allein, ohne jede fremde Hilfe.
Nun stoße ich auf dich, und mir wird ziemlich schnell klar, dass das auch ne echte sexuelle Komponente haben kann. So hatte ich das nie gesehen. Kaum hatte ich dir erste Gedanken dazu mitgeteilt, warste natürlich scharf darauf, mir das alles beizubringen und die Probiererei ging los. Aber irgendwie passte keins der bekannten Schemata. Oder?"
"Nee, es war zum Verzweifeln. Immer wenn es gerade anfing, schön zu werden, bist du ausgestiegen."
"Ja, oder rausgeflogen. Was lief denn eigentlich so verkehrt?"
"Das war mir wirklich´n Rätsel bis gestern. Da gibt´s ja durchgängig das Prinzip des Strafens."
"Dafür muss die Sklavin aber erstmal was falsch machen."
"Du hast das aber immer nur aus Versehen oder weil es dir zuviel wurde gemacht und dann traurig geguckt und gesagt: Tut mir leid, ich kann es nicht. Wer kann da noch strafen?"
"Das habe ich dann auch gemerkt. Du warst die Inkonsequenz in Person. Ich hab gedacht, was´n das für´n komischer Master? Kann er nicht oder will er nicht oder was?"
"Beides, ich konnte nicht und ich wollte nicht. Dann auch immer diese kindlichen Fragen: Was soll daran gut sein, wenn ich´n Hundehalsband ummache? Das törnt doch total ab. Nackt putzen, hast sie nicht mehr alle, das doch total blöd."
"Isses ja auch. Ich hab ja nix gegen ne gewisse Zweckentfremdung von Gegenständen, aber mich selber zweckzuentfremden, also nee, das finde ich unter meiner Würde."
"Isses ja auch. Schließlich haben wir´s ganz aufgegeben und nur noch Papi und kleines Mädchen gespielt."
"Aber eigentlich - und das wussten wir beide - iss da noch viel mehr. Du hast irgendwie rausgekriegt was."
"Ja, es ist diese Liebe, die mir total in die Quere gekommen ist. Ich habe so ein großes Bedürfnis nach Liebe und Zärtlichkeit, gleichzeitig ist auf der sexuellen Ebene der Sadismus vorhanden. Beides gleichzeitig in einer Beziehung, das kannte ich nicht. Und das habe ich dir im ersten Kapitel von >Devot< erzählt."
"Da wurde mir dann klar, worum es uns beiden geht, und auch, warum wir das, was wir miteinander machen wollen und werden, mit niemandem sonst machen können:
Ich finde es schön, wenn du mir einen Schmerz verursachst, es fließt dabei ganz viel Liebe, von mir zu dir, ich fühle mich geborgen, völlig in Sicherheit, wie endlich zuhause angekommen. Es ist wie ein Nacherleben all der mir zugefügten Schmerzen, nur auf einer neuen und diesmal ausschließlich lustvollen Liebesebene. Von dir fließt anschließend ganz viel Liebe zu mir zurück. Das ist für mich Heilung.
Du fügst mir den Schmerz zu, etwas, was du unzähligen Menschen angetan hast. Bei mir erlebst du, dass von der ersten Sekunde an alles verziehen ist, ja, dass das, was ja auch unter dem Begriff >böse< rangiert, gar nicht mehr böse ist, sondern immer nur in die Nähe, die Liebe, die Zärtlichkeit und die Vereinigung führt."
"Das ist Heilung für mich. Und so war es im Grunde genommen bereits, als du ein Kleinkind warst."
"Ich habe diese Fähigkeit, das sogenannte Böse zu verwandeln, ganz offensichtlich aus der geistigen Welt mitgebracht. Und nun möchte ich, dass wir das in aller Abgeschiedenheit weitermachen. So wie wir das schön finden, ohne dass uns da irgendwer reinquatscht."
"Sie wollen es natürlich sehen."
"Sie werden es nicht sehen."
"Nein, das werden sie nicht. - Jetzt bitte noch kurz was zu meiner neuesten Peinlichkeit."
"Du hast heute eine langjährige Beziehung zu einer Hausfrau beendet."
"Ja, eine sehr liebe Frau, ein Trost in all den Jahren. Ich konnte das nicht beenden, weil ich nicht wusste, wie ich es ihr hätte sagen sollen. Denn sie liebte mich sehr. Dachte ich zumindest."
"Ich hab sie mal gesehen."
"Und. Wie fandest du sie?"
"Hab ich doch zu dir gesagt: Das iss mal ne Frau, die normal geblieben ist, hab ich gesagt."
"Da wusstest du allerdings nicht, dass sie und ihre Kinder meine Trostfamilie waren."
"Wenn ich´s gewusst hätte, was hätte das gebracht? Ich wär nur sehr traurig geworden, aber das hätte doch an meiner Meinung über diese Frau nix geändert."
"Heute nun sagtest du mir plötzlich auf den Kopf zu, dass ich noch ne Beziehung zu ner Muggelfrau laufen habe. Gib es zu, dann bin ich auch nicht sauer, hast du gesagt."
"Dann hast du es zugegeben."
"Dann haben wir uns gefragt, wie du da ganz von alleine drauf kommen konntest, weil du sowas ja normalerweise nur nach einem Wink mit dem Zaunpfahl mitkriegst."
"Da habe ich dann gesagt: Sie ist vielleicht gar kein Muggel, sondern sie soll jetzt gegen dich in Stellung gebracht werden, Vaterschaftstest und so weiter."
"Das habe ich dann überprüft..."
"Wie?"
"War ganz leicht. Sie war tatsächlich gerade mit den Vorbereitungen zum großen Outing beschäftigt. Da habe ich dann ganz schnell einen Schluss-Strich gezogen."
"Und die Kinder?"
"Die haben jetzt ne etwas andere DNA."
"Oh, meinst du, dass die sich über Josi Fishmob als neuen Papi freuen werden?"
"Das zu erfahren, diese Peinlichkeit, das wird die Frau Mama denen sicherlich gern ersparen."
"Trotzdem war es doch gut, dass sie da war in all den Jahren, oder nicht?"
"Das war sogar sehr gut. Ich bin ihr auch nicht böse, im Gegenteil, ich bin dankbar für all ihre Liebe und viele schöne Erinnerungen."
"Ich bin wirklich ein Schwein."
"Warum geht das denn nicht, diese Geistesverwirrtheit zurückzunehmen?"
"Warum geht das denn nicht, diese Geistesverwirrtheit zurückzunehmen. Warum geht das denn nicht, diese Geistesverwirrtheit zurückzunehmen. Weil ich ein Schwein bin. Du willst sicherlich auch wissen, warum das nicht geht, die von mir stillgelegten Manichäerbutzen wiederbeleben."
"Ja, warum nicht?"
"Das ist meine unausrottbare Sucht nach Macht. Vastehste."
"Können wir ernsthaft reden."
"Nein. Können wir nicht. Du arbeitest mir nach wie vor viel zu sehr mit der Gegenseite zusammen. Die freuen sich, dass du die Kontrolle über mich nicht aufgibst. Iss natürlich´n bisschen dumm von dir, denn genau deshalb haben unsere Leute kein Vertrauen zu dir.
Ich erwarte:
Beendigung des Entmündigungsverfahrens.
Beendigung der Betreuungsmaßnahme.
Beendigung meiner Schuldensituation.
Starthilfe für ein unabhängiges Leben - auch unabhängig von dir. Denn wenn wir uns das erste Mal gegenüber treten, dann als freie Menschen, oder wir treten uns gar nicht gegenüber.
Sollten meine Forderungen nicht erfüllt werden, mache ich weiter."
"Oh!"
"War es nicht dieses, wovor du immer so große Angst hattest? War das nicht der Hauptgrund, warum du ständig auf der Manichäerhochzeit weitergetanzt hast und mir in bestem Einvernehmen mit gewissen Leuten Schwierigkeiten über Schwierigkeiten bereitet hast? Hä?"
"Das war es."
"Und. Wie weiter?"
"Ich find´s gar nicht so schlimm."
"Das hatte ich gehofft, Herr Dr. Dr. Dr. Dr. hc hc hc hatschi von Schröder. Und was gedenken Euer Exzellenz nun zu tun?"
"Ja, äh. Du hast mir´n Vorschlag gemacht."
"Hab ich. Hab ich. - Beam dich wieder runter. Erzengelstufe reicht doch völlig, um das Spiel zu durchschauen, wie man an meiner Wenigkeit sieht. Die Manichäerkräfte gehören auch nicht in irgendwelche unterirdische Gemächer all over the world sondern ins allgemeine Geistesleben der Menschheit. Du hast jetzt die einmalige Gelegenheit, eine Übertragung dieser Kräfte an den ihnen eigentlich zugedachten Ort vorzunehmen. Willst du das?"
"Yes."
"Dann machen wir das."
"Es hat nur´n kleinen Nachteil. Wird dann sehr schwierig werden, deine Forderungen zu erfüllen."
"Haha. Iss doch eigentlich egal, ob sie auf die eine oder auf die andere Art nicht erfüllt werden. Schatz!"
http://www.youtube.com/watch?v=lw_2rh2M-bw