Die kleinste Schule...
 
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Die kleinste Schule der Welt

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(@anait)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren

"So, nun steht endgültig die Frage nach einer SPD-Doppelspitze im Raum. Wärst du bereit, den Parteivorsitz zu übernehmen, wenn Siegma Kanzler wird?"
"Das ist hart. Das ist sogar sehr hart. Vor lauter Schreck habe ich Karten gelegt. Und die zeigen, dass es ne ganz furchtbar schwere Aufgabe ist, die aber unter äußerster Anstrengung zu schaffen wäre. Sie zeigen auch, dass wir so zum Sieg kommen. HILFE!"
"Du hast sofort an die Situation vor circa anderthalb Jahren gedacht. Da wolltest du wissen, wie die Chancen stehen, mich aus dem Sumpf zu kriegen."
"Das gleiche Bild! Und dann wurde es noch viel schwieriger als ich mir vorgestellt hatte. Das muss allen klar sein."
"Da gibt´s noch mehr zu zu sagen."
"Allerdings. Ich brauche einen Ort, wo ich kochen, malen und Natur erleben kann. Ich will und werde in den Freiburger Raum gehen. Es kann von mir aus ne Datscha sein. Aber ohne das geht es nicht.
Wie aber soll das gehen?
Finden nicht ganz viele Konferenzen an den Wochenenden statt?
Muss ich nicht in der Woche im Willy-Brandt-Haus sein?
Wann hab ich frei?"
"A: Die Konferenzen sind am Wochenende. B: Du musst die Woche über in Berlin sein. C: Du hast keine Freizeit."
"Dann werde ich diese nicht vorhandene Freizeit trotzdem in meiner Freiburger Datscha verbringen."
"Unsere Datscha meinst du."
"Wer kocht."
"Isch natürlich. Spinat..."
"Wer backt Teilchen."
"Das übe ich dann mit den Kleinen zusammen."
"Mein Gott, hast du´s gut!"
"Wieso, was haste denn? Du wolltest doch immer, dasses mir gut geht."
"Ja, aber..., äh, ich dachte..., äh, was dachte ich einklich."
"Du dachtest, dir würde es dabei auch gut gehen."
"Ja, ich bin echt´n ziemlicher Egoist. Sorry."
"Tja, Baby, da wirste wohl noch´n bisschen an dir arbeiten müssen. Machst du es nun."
"Ich mache es. Aber ich gebe zu bedenken, dass damit nicht automatisch klar ist, dass ich das auch tatsächlich werde - Parteivorsitzende. Und zwar nicht, weil ich das nicht ernsthaft genug anstreben würde. Wenn es einmal entschieden ist, dann gehe ich da voller Überzeugung und mit ganzer Kraft ran. Trotzdem kann es sein, dass es nur ein strategischer Schachzug ist - aus Sicht gewisser Schicksalsmächte meine ich, eben weil man nicht weiß, was andere tun werden. Ich kann alle nur bitten, das im Hinterkopf zu behalten und sich immer wieder zu vergegenwärtigen, worum es eigentlich geht. Nämlich um den Sieg über die Leute, die uns unsere Erde kaputtmachen wollen, und nicht darum, ob ich irgendwann mal sage: Schauen Sie, Frau Illner."
"Bei Jesaja steht es doch. Haste doch selber gesagt."
"Da steht doch nur: Darum soll er erben unter den Großen, und mit Starken soll er Beute teilen. Das kann doch auch heißen: Siegma lädt mich mal zum Brunchen ein."
"Das kann er ja außerdem tun."
"Das natürlich auch wahr. Wer lädt mich denn noch ein? Also, ich habe Lust auf Kunstausstellungen, Oper, Ballett, Konzert, Kulturveranstaltungen mit Migrationshintergrund, jüdische Hochzeiten, Kabarett und Comedy, Eis essen, naja, und shoppen natürlich. Außerdem brauchich wen, der immer sagt: Ameli, vergiss nich, wir sind morgen früh zum Schwimmen verabredet. By the way: Könntich auch auf´m Hausboot wohnen?"
"Siehste, iss doch alles gar nich so schrecklich."
"Die denken bestimmt, dass sie mit mir sone Art indirekten Schröder kriegen."
"Das dürfte allgemein so gesehen werden."
"Das ist aber nicht so."
"Das wird wohl niemand so recht glauben."
"Ja, tut mir leid, Leute. Aber ich bin ein selbständiger Mensch, genau wie früher. Ich schreibe meine Texte nahezu unbehelligt von dir. Nur wenn sie fertig sind, lektorierst du. Da geht´s eigentlich nur um Sprache und begriffliche Ungenauigkeiten. Iss doch so, nicht wahr?"
"Das iss so."
"Dann sag denen jetzt, warum du das so machst, auch wenn ich unterwegs bin, warum du mir eigentlich nie vorher sagst, was du über die Leute weißt, auf die ich treffe."
"Also, erstens macht es tierisch Spaß, sich deine Spontanreaktionen anzugucken. Zweitens habe ich daraus schon oft was gelernt. Und drittens würde es dich doch total behindern und einschüchtern, wenn da quasi ständig Anweisungen von mir kommen würden."
"Das heißt, liebe Leute, damit müsst ihr unbedingt rechnen. Also dass ihr mich immer selber mit Informationen versorgen müsst, im Grunde genommen so, als gäb´s diesen Schröder nicht. Also, nicht der muss das wichtig oder gar richtig finden, was ihr mir gegenüber sagt oder tut, sondern ihr selber. Sonst kriegen wir keine vernünftigen Arbeitsergebnisse zustande.
Also, sagt an: Wollt ihr mich immer noch oder habt ihr Problem?"


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(@anait)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren

"Wie hamse das denn so schnell rausgekriegt."
"Äh, du kennst meine bisherige Schlachzahl nich."
"Und, wie isses."
"Es geht mir deutlich besser."
"Ich hab´s dir gesagt. Das völlig in Ordnung, dass du dich erstmal alt fühlst, wenn wir die Libido auf normal runterfahren."
"Ja, aber so plötzlich. So alt! Uuuh!"
"Ich hab´s dir gesagt. Halte es einfach mal drei Tage durch, hab ich gesagt. Wir können es bei Bedarf ja wieder rückgängig machen. - Aber, iss nich nötig, oder?"
"Nee, wir belassen es so."
"Und wie isses heute genau?"
"Immer noch alt, aber irgendwie schon son bisschen zufrieden alt. Und ich finde, dass ich mich für mein Alter erstaunlich gut gehalten habe und ausgesprochen jung fühle."
"Ah...   ja!"


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(@anait)
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"Die letzte Nacht war hart."
"Inwiefern."
"Das ist für viele ganz unerträglich, dabei zusehen zu müssen, wie du gequält wirst."
"Da müssen wir durch. Das wird nicht ewig so weitergehen und niemand sollte sich deswegen zu Überreaktionen verleiten lassen. Mich persönlich hat es nur einen Umschlag, 6 Paracetamol und 4 Stunden zusätzlichen Schlaf gekostet. Und - aber das ist ja kein Beinbruch - ich fühl mich heute nicht nach Anthros und Zweigarbeit."
"Dann bleib man ruhig zuhause und mach´s dir´n bisschen kuschelig. Wär sowieso ganz gut, wenn du noch kurz was zum Thema Kinderbetreuung schreiben würdest."
"Und du meinst nicht, dass ich gleich wieder einen von wegen naive Pütscherideen auf den Sender kriege."
"Selbst wenn. Gibt auch welche, die sich freuen, wenn du was erzählst."
"Die Situation der Hausfrauen mit Kleinkindern ist häufig unbefriedigend, die der berufstätigen Mütter aber auch. Ich habe das unter dem Gesichtspunkt der Frauensolidarität betrachtet und bin auf folgenden Gedanken gekommen:
Warum sich nicht gegenseitig helfen? Oft hat doch das erste Kind gar keinen Spielkameraden, und es wäre schön, wenn ein zweites oder drittes Kind dazukommen würde, also die Hausfrau betreut das Kind der berufstätigen Frau mit.
Dadurch hat sie einige Vorteile: Ihr eigenes Kind ist zufriedener. Der Tagesablauf wird strukturierter, sie hat mindestens einen sozialen Außenkontakt, nämlich zu der Mutter des betreuten Kindes. Eventuell hat sie sogar für sich selber einen Babysitter, wenn sie abends oder am Wochenende mal was ohne ihr Kind unternehmen will, weil es ja umgekehrt kein Problem sein dürfte, dass ihr Kind auch mal bei der berufstätigen Mutter untergebracht wird. Und sie hat ein kleines Zusatzeinkommen.
Die berufstätige Mutter hat auch Vorteile: Ihr Kind ist in guten Händen und wird in seinen Bedürfnissen individuell wahrgenommen. Es darf auch mal ein bisschen krank oder unpässlich sein. Sie selber kann sich ab und an ein wenig Unpünktlichkeit erlauben und es ruht nicht mehr die ganze Last des Ständig funktionieren müssens auf ihren Schultern. Besonders für Alleinerziehende dürfte das eine Entlastung darstellen.
Natürlich ließe sich sowas auch in Kleingruppen organisieren. Will man das staatlich unterstützen, dann wäre das beste Mittel zur Umsetzung der Betreuungsgutschein, der dann sowohl bei der Einzelhausfrau als auch bei der Kleingruppenbetreuerin als auch in der Kita eingelöst werden kann. Das würde dazu führen, dass auch Geringverdienerinnen sich frei zwischen Kita und Tagesmutter entscheiden könnten.
Es ist ja ohne Frage so, dass die Erwerbsarbeit der Frauen in immer weiter zunehmendem Maße gebraucht und auch absolut von ganz vielen gewollt wird. Und es gibt Berufe, wo bereits fünf oder zehn Jahre Unterbrechung sehr nachteilig sind. Es wäre wichtig, den Frauen das zu ersparen, ohne dass sie permanent mit schlechtem Gewissen wegen ihrer Kinder rumlaufen oder sich gegen ihren eigentlichen Wunsch für ein Leben ohne Kinder entscheiden müssen.
Ich denke, die von mir beschriebene Maßnahme würde auch helfen, ideologische Fronten aufzubrechen. Die berufstätige Frau würde erleben, dass da oftmals ein kluger und gut organisierter Mensch hinter der Fassade der Hausfrau steckt, mit dem frau sich sogar richtig unterhalten kann. Umgekehrt kämen die Damen aus der Hausfrauenecke nicht umhin anzuerkennen, einfach durch´s Reden und Kennenlernen der Probleme, dass berufstätige Frauen ihre Kinder genauso lieben, dass sie keine >Rabenmütter< sind, sondern oft bewundernswerte Leistungen erbringen, von denen sie sich noch ne Scheibe abschneiden könnten.
Und noch´n Blickwinkel gibt´s:
Nicht jedes Kleinkind braucht den ganzen Tag eine Mutter um sich. Manchmal würden die sich gegenseitig nur auf den Keks gehen. Das ist ein Problem, das auch bei überzeugten Hausfrauen vorkommt, wo es dann durchaus Sinn macht, das Kind relativ frühzeitig in die Kita zu schicken.
Grundsätzlich aber gilt für jedes Kind: Es ist gut, wenn es nicht zu früh in die Krippe muss und auch nicht zu früh in den Kindergarten, weil die große Anzahl an Gleichaltrigen, der permanent hohe Lärmpegel und der ungünstige Betreuungsschlüssel die ätherische Hülle angreifen, die ein Kind ungefähr bis zum siebten Lebensjahr hat. Das äußert sich darin, dass an die Stelle der natürlichen Hülle Abgrenzungsmechanismen treten oder auch stereotypes Verhalten, letztlich so ein wenig die Nivellierung der Individualität. Daraus folgt, dass Gruppen in einer Krippe sehr klein sein müssten, etwa 4 bis 5 Kinder, und dass das Betreuungspersonal so konstant wie nur möglich sein sollte. In den Kitas müsste eine Halbierung der Gruppengrößen angestrebt werden. 25 ist Standard, und das ist viel zu viel. Solche Gruppengrößen verträgt ein Kind erst im Schulalter."
"Und was sagst du zu dem Problem, dass viele Mütter ihre Kinder einfach vor der Glotze vergammeln lassen?"
"Das verführt auch mich zu dem Schluss: Kinder rausholen und möglichst ganztags in die Kita mit denen. Aber so richtig ist auch das noch nicht die Lösung. Gäb´s bereits jetzt kleine Gruppen, ja, dann könnte das gehen. Man muss halt bedenken, dass diese Kinder trotz allem so etwas wie Nestwärme erleben, oft viel selbstverständliche Nähe zu ihrer Mutter, also Liebe, die gibt´s auch da. Das würde man ihnen ein großes Stück weit entziehen. Denn diese Mütter haben ja auch keine Abend- oder Wochenendkultur drauf, sondern da geht´s gleich nach der Kita wieder los mit Glotze und Gameboy. Es besteht aus meiner Sicht die Gefahr, dass diese Kinder emotional restlos verarmen, weil dieser unbewusste Strom, der zwischen Mutter und Kind bestanden hat, abzureißen droht und das Fehlende aufgrund der Anonymität der zu großen Kitagruppe nicht in ausreichendem Maße ersetzt werden kann.
Deshalb plädiere ich ja so sehr für Schule und Kita als Stadtteilzentrum, damit diese Mütter lernen, den Familienalltag anders zu gestalten, und vor allem, damit die endlich aus ihrer Isolation rauskommen. Es war übrigens genau diese Problematik, die mich überhaupt erst auf die Idee >Schule als Stadtteilzentrum< gebracht hat."


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(@anait)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren

"Dienstag Abend. Da wolltest du was feiern."
"Ja. Ich bin extra bisschen früher bei Opa abgehauen und in die nächstgelegene Kneipe, um ein Gläschen Wein auf meinen todesmutigen Entschluss zu kippen."
"Und dann wurde dir das versaut."
"Hä? Was wurde mir versaut?"
"Na, da wartete doch Fickschlitten Nr. 1795 auf dich."
"Nr. 1795? Hä?"
"Na, die Dicke."
"Wat, die Dicke?"
"Na, deine ehemalige Ortsvereinsunterabteilungsvorsitzende."
"Ach, du sprichst von Anette. Also, weißte, die hat mir nichts versaut. Ich kam da rein, alles voll mit Männern, die irgendwie so komisch guckten. Ich mich da erstmal durchgedrängelt und Gott sei Dank, da stand sie und ich fühlte mich nicht mehr so allein unter dieser Bande von Gigolos und Frauenverzehrern. Irgendwie dachte ich, das ja lustig, da hab ich ja gleich´n SPD-Mitglied, mit dem ich den Entschluss des Schreckens begießen kann."
"Ihr fingt an zu klönen."
"Ja. Sie erzählte mir allerhand, war irgendwie zum Totlachen, weil sie zeigte mir son Foto auf ihrem Handy, irgendson muskelbepackter Fußballstar, und dann sagte sie, das wär ihr Traummann, den würde sie im nächsten Leben heiraten. Das fand ich nun voll niedlich, weil das erinnerte mich irgendwie an ganz kleine Mädchen. - Dann redete sie von bösen Gerüchten über sie, mit wem sie alles was hätte, und dass sie sogar schon mal öffentlich auf der Kneipentreppe mit irgendsom Tanzlehrer rumgevögelt haben sollte. Ich hab zu ihr gesagt, dasse sich doch keinen Kopp machen soll deswegen, das müsse man als Kompliment auffassen, wenn sowas über einen erzählt würde. Na, so ging´s ne ganze Weile, wir redeten und redeten, die Gigolos guckten alle so komisch zu uns rüber. Sie kannte die alle, und irgendwie kam´s mir so vor, als ob die sich quasi bei ihr abmeldeten, wenn sie gehen wollten. Dann kam ein Neuer hinzu, Typ kahlrasierte Sexkampfmaschine, meldete sich bei ihr an und fixierte mich, als ob er sich unmittelbar an mir vergreifen wollte. Da sagte ich zu dir: Was wird denn hier für´n Spiel gespielt? Du sagtest: Ein ganz übles.
Da hab ich dann kurz meinen Second-Life-Fremdsprachen-Versteh-Mechanismus auf On geschaltet, und mir wurde klar, was das ganze Gelaber von ihr sollte. Sie redete unverdrossen weiter. Schließlich erzählte sie mir was von Sylt und wie sie da mit so einem ganz abgefahrenen Typen...,ja, da hab ich sie unterbrochen und gesagt: Auf Sylt, hat da der Schröder nich auch ne Hütte? Der iss ja auch son loser Vogel. - Und da war´s, als ob einer die Luft bei ihr ablassen würde. Ganz seltsam."
"Tja."
"Was tja."
"Tja, das war´n Phänomen."
"Das Gespräch wurde irgendwie anders, hatte ich den Eindruck."
"Das wurde es."
"Was war denn anders."
"Damit hatte sie nicht gerechnet."
"Aber wieso denn nicht. Wenn sie die ganze Zeit von dir geredet hat, wieso durfte ich denn da deinen Namen nicht erwähnen."
"Das ist höchst unüblich."
"Aber warum denn?"
"Es ist halt ne andere Welt."
"Du meinst ne andere Wirklichkeit. Das ist eine traurige Wirklichkeit, eine Wirklichkeit, die nur von Abhängigkeit handelt, von Besitzen und Besessen werden, von ganz viel Unfreiheit und Missbrauch. Mir wurde dann auch klar, dass die schönen Männer, die da rumsaßen, ihr Rache-Harem waren. Also, dass die alle bei Fuß gehen müssen, wenn sie mit dem Finger schnippt. Und du auch."
"Das iss ja eben das Problem. Ich nich mehr."
"Das heißt."
"Das heißt, so ist jetzt die Stimmung bei all den SPD-Frauen, die irgendwelche Ämter bekleiden. Das System von Ficken und Gefickt werden ist durcheinander gekommen."
"Ich pass da wohl nich rein."
"Nee, du bist voll neben der Spur. Diese Gigolos, sie wollen im Prinzip wissen, wie sie aus dem Schlamassel rauskommen können."
"Und warum haben die mich dann so angeguckt, als ob sie allesamt einen Ameli-Verzehrgutschein am Sack hängen hätten?"
"Gute Frage. Was vermutest du denn?"
"Na, ich vermute mal, dass die irgendwas vorhatten mit mir, weil ja bekannt ist, dass ich nicht trinkfest bin. Und dass Anette die von ihr angeordnete Aktion nach meinem Schröderspruch abgeblasen hat."
"Das vermutest du."
"Ja, denn die Sexkampfmaschine kam mir sehr bedrohlich vor, sonst hätte ich dich gar nicht gefragt, was für´n Film läuft."
"Was hättest du gemacht, wenn sie´s nicht abgeblasen hätte?"
"Gar nix. Ich wär irgendwann nach Hause gegangen. Die hätten nichts tun können. Kein Mann begrabscht mich länger als fünf Sekunden, wenn ich das nicht will. Und ich will das fast nie. Das war schon immer so bei mir."
"In der Wirklichkeit von Second Life sieht das ganz anders aus."
"Ach, du meinst, der Rache-Harem hat sich anschließend doch noch auf mich gestürzt und mir Kosten in Höhe von 6 Paracetamol verursacht?"
"Das meine ich."
"Hattest du nicht gesagt, dass das die Anthro-Hexen waren?"
"Das ein Klüngel."
"Ach so. Ja. Was soll ich sagen. - Hat´s denen Spaß gemacht?"
"Keine Ahnung, Baby. Frag sie doch einfach mal bei Gelegenheit."
"Das doch peinlich. Wie soll ich über was reden, was ich nicht mitgekriegt habe."
"Ich könnte dir Details nennen."
"Und das ist keine Zeitverschwendung?"
"Das.., äh, Zeitverschwendung..., also..."
"Ja, das [b]ist[/b] Zeitverschwendung, Alter. Wir vergessen die Klamotte und gehen wieder zur Tagesordnung über, ok?"
"Und was machste mit Fickschlitten Nr. 1795?"
"Du meinst, was mach ich mit Anette. Gar nix mach ich mit der. Ich bleibe in der echten Wirklichkeit. Da kann sie mich immer finden, da können wir immer miteinander reden. Sie iss eigentlich ein ganz nettes Mädchen, nur halt kaputtgemacht, wie ihr alle! Sie iss auch nich >Die Dicke<, sondern sie iss hübsch und angenehm mollig. Irgendwie doch zum Knuddeln, oder?"
"Das darf doch nicht wahr sein!"
"Das ist aber wahr. Ich will ne vernünftige Zusammenarbeit mit diesen Frauen, und die werde ich kriegen, verlass dich drauf, ohne Zwang, ohne Druck, ohne Gewalt. Sondern mit Respekt, Zuhören und irgendwie auch son ganz klein bisschen mit Liebhaben. Fertig."


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(@anait)
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"Ach so. Eins noch. Die Kohle für die Paracetamol, die will ich zurückhaben. Sonst knallt´s!"


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