Die kleinste Schule...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Die kleinste Schule der Welt

356 Beiträge
11 Benutzer
0 Reactions
33.1 K Ansichten
Beiträge: 436
Registered
Themenstarter
(@anait)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren

"Ob es einen besonderen Grund gab, warum wir Rosenrot aus der Sicherungsverwahrung entlassen haben? - Nee, ich dachte, warum denn nicht? Man muss es doch nicht übertreiben. Außerdem ist es für viele auch beruhigend, wenn sie wissen, dass das wirklich ganz leicht rückgängig zu machen ist."
"Sie stellt es so hin, als ob wir das hätten tun müssen."
"Ach. - Soll ich den Vorgang wiederholen, oder dementiert sie freiwillig?"


Antwort
Beiträge: 436
Registered
Themenstarter
(@anait)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren

"So. Ich bin bereit für den Belagerungszustand nebst kreativem Aufräumen. Der Text kann jetzt ins Netz."


Antwort
Beiträge: 436
Registered
Themenstarter
(@anait)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren

„Es ist etwas ziemlich Furchtbares zutage getreten.“
„Was aber vieles erklärt.“
„Das allerdings richtig. Erzähl.“
„Nachdem der Mani-Text veröffentlicht war, kam es deiner Aussage nach zu einer einheitlichen Reaktion bei allen Anthroposophen, die rechtlich relevante Positionen innerhalb der AAG und ihr verbundener Institutionen innehaben. Es blitzte Freude auf über meinen vermeintlich unmittelbar bevorstehenden Tod und sämtliche Schutzvorkehrungen, die sie bezüglich meiner Person garantiert hatten, wurden deinstalliert.“
„Schockierend!“
„Ja und nein. Du sagtest mir weiter, es habe da einige Ausnahmen gegeben.“
„Richtig. Zunächst dieser gewissenhafte Geschäftsführer.“
„Ist das nicht seltsam? Als ich im Frühjahr wieder Kontakt zum Arbeitszentrum aufnehmen wollte, da dachte ich eigentlich nur an ihn.“
„Das ist symptomatisch.“
„Ja, ich weiß noch genau, wie ich damals vor circa 18 Jahren, als ich ihn etwas kennengelernt hatte, dachte: Das ist mal ein Rosenkreutzer, wie er im Buche steht! Praktisch denkend, tüchtig, realitätsbezogen, voll mit der Erde verbunden. Auf den kannste dir verlassen.“
„Und du warst jetzt nicht enttäuscht von ihm, als du ihn wiedergesehen hast?“
„Nein, ich war nur erstaunt, wie sehr er sich verändert hatte seit damals. Ich habe ihn tatsächlich nicht wiedererkannt.“
„Worauf führst du das zurück?“
„Verhärtungen? Maske? Aura des Unglücklich seins?“
„Oder alles zusammen.“
„Was gibt´s noch für Ausnahmen?“
„Heinz Matile, Christoph Oling, Karl Martin Dietz, Wolf-Ulrich Klünker, Heinz Schimmel.“
„Das sind nicht gerade viele.“
„Jetzt kommt die gute Nachricht: Die weit überwiegende Zahl der Hochschulmitglieder und der einfachen Mitglieder sowieso hat eine ganz andere Reaktion an den Tag gelegt und sofort gehandelt.“
„Das heißt?“
„Es hat keine fünf Minuten gedauert. Da war ich meine Krankheit los.“
„Ich habe gestern Abend auf die neue Sachlage reagiert und meine Mitarbeit im Kollegium des Arbeitszentrums abgesagt, indem ich ein Vorstandmitglied angerufen habe. Ich habe dazu gesagt, dass ich mich natürlich trotzdem freue, wieder in der Anthroposophischen Gesellschaft mitarbeiten zu können und dass ich selbstverständlich weiterhin an den Zweigabenden und sonstigen Veranstaltungen teilnehmen werde.“
„Die Reaktion war heftig.“
„Nun, auf der verbalen Ebene war alles ganz höflich. Er hat sein Bedauern ausgedrückt. Aber noch während er das tat, habe ich massive Herzrhythmusstörungen bekommen, einen Hitzeschub, Schweißausbruch. Können natürlich auch die Wechseljahre sein.“
„Du bist nicht in den Wechseljahren.“
„Naja, irgendwat mit Wechsel hat es trotzdem zu tun. Kurz darauf wurde mir ganz lieb angedeutet, dass die Führungsriege der AAG sich von nun an dafür einsetzen wird, mich in die Psychiatrie zu kriegen. Wie stehen ihre Chancen da?“
„Die überschätzen sich gewaltig.“
„Das ist auch mein Eindruck. Denn ich war bereits dreimal in der Psychiatrie. Und wenn so etwas dreimal geschehen ist, kann es nicht ein viertes Mal passieren.“
„Warum denkst du das?“
„Ich denke das nicht im eigentlichen Sinne. Ich weiß es. Denn ich wusste es die ganze Zeit. Als ich zum ersten Mal in der Psychiatrie war, war es mir noch nicht klar. Aber beim zweiten Mal, da wusste ich: Um die Sache abzurunden, muss ich noch ein drittes Mal an einen solchen Ort, was kurz darauf auch geschehen ist. Die Sachlage bestätigt das.“
„Die bestätigt das voll und ganz.“
„Deshalb ist es auch kein Problem, über das zunächst so unverständliche Verhalten der Funktionäre zu sprechen.
Was liegt da vor?
Warum sind das meine Gegner, obwohl ich doch beschrieben habe, was für eine Art von Menschheitszukunft die Illuminaten anstreben?“
„Du meinst, diese Funktionäre haben noch ganz andere Ziele.“
„Ja, sie haben etwas höchst Verlockendes vor Augen, das sie zu dem Standpunkt kommen lässt, es lohne sich für sie, weiterhin mit den Illuminaten und dem Hexenwesen zusammenzuarbeiten. Führer ihrer Bewegung ist Mani. Die Zentrale befindet sich im Christian-Rosenkreuz-Zweig in Hamburg, was wiederum die besondere Machtstellung dieser Stadt erklärt. Ein weiterer geistiger Schwerpunkt liegt in Bargfeld, Samtgemeinde Eschede, Landkreis Celle, wo sich die Arno-Schmidt-Stiftung befindet. Die Bibel dieser Bewegung heißt Zettels Traum.
Ich erinnere mich, wie mein Vater mir von diesem Hauptwerk Schmidts vorgeschwärmt hat. Selber habe ich einige andere Bücher von ihm gelesen, und das auch nur, weil Simon-Kutscher und RWLE Möller solch begeisterte Arno-Schmidt-Anhänger waren. Simon-Kutscher sagte mir, sein Lieblingsbuch sei >Schwarze Spiegel<. Ein erschreckendes Werk! – Ein anderes Buch von Arno Schmidt handelt von eigenartigen Mischwesen aus Mensch und Tier, die von großer erotischer Anziehungskraft sind.
Meine Vermutung ist nun, dass Mani eine weitere Geheimlehre entwickelt hat, nämlich den Entwurf einer zauberhaften Wunderwelt, und dass seine Anhänger die dort zu findende Verheißung verwirklichen wollen. Diese Wunderwelt weicht allerdings stark von demjenigen ab, was die Illuminaten anstreben, weshalb Mani sie nur bedingt für seine Zwecke einsetzen kann. Um sie überhaupt einsetzen zu können, muss er sie zuvor besiegen, denn sie sind in seinem Kosmos dazu ausersehen, im Untergrund maschinell-mechanische Dienstleistungen zu erbringen, während in der Oberwelt Wunder über Wunder geschehen.
Das wird eine überaus schöööne Welt sein. Die Farben intensiver als jetzt, alles voller Harmonie, Menschen werden fliegen können, Dinge werden fliegen können. Alles wird wie von selbst gehen. Es wird allen, die dort leben, sehr gut gehen. Sie werden glücklich sein. Sie werden ständig wundersame Dinge entwickeln, und auch sich selbst werden sie immer weiter vervollkommnen. Sie werden auch Schöpfer lebendiger Wesen sein. Sie werden die Herrscher des Universums sein. Der Tod wird nicht mehr sein, da sie ihre Gestalt nach Belieben werden wandeln können. Also wird auch keine Kinder mehr geben. Alle werden von androgyner Gestalt sein. Eine Moral im herkömmlichen Sinne wird nicht mehr benötigt, denn die Freiheitsfrage stellt sich nicht mehr, weil alle Wesen, die sich Mani unterworfen haben, von ihm in großer Güte, jedoch unerbittlich regiert und gelenkt werden. Es wird das Paradies sein!“
„JEDOCH.“
„Jedoch wird es dann überhaupt keine Menschen mehr im herkömmlichen Sinne geben. Sondern es wird eine Teilung stattfinden in eine niedere und eine höhere >Rasse<. Der niederen >Rasse< werden alle angehören, die nicht für wert befunden werden, Mitglieder der Wunderwelt zu werden. Das Kriterium wird hier der Entwicklungsstand der Individualitäten sein. Da viele Seelen für ihre Weiterentwicklung eine Erde wie die gegenwärtig vorhandene brauchen, also eine mit den ganz normalen Mühen des Alltags, werden diese Seelen schon mal aussortiert. Das findet gegenwärtig in Gestalt der Trennung in Muggel und Zauberer statt. Dann werden auch all die Individualitäten aussortiert, die der Schmidt-Bibel bewusst ablehnend gegenüberstehen. Also solche wie ich. Oder auch du. Eigentlich sollten wir integriert werden. Aber mittlerweile steht unumstößlich fest, dass wir für das Projekt nicht zu gebrauchen sind, also müssen wir weg.“
„Was wird mit uns geschehen?“
„Sie brauchen die Schöpferkräfte der Muggel, zu denen ich uns jetzt der Einfachheit halber mal hinzurechne. Denn sonst wird das nix mit Fliegen und Wesen erschaffen. Dafür müssen wir in eine Art umnachteten Zustand gebannt werden. Proxima centauri lässt grüßen. Wir können uns dann nicht mehr inkarnieren, während unser Bewusstsein  und die von mir beschriebene unter Verschluss stehende Gefühlswelt angezapft und ausgesaugt werden – weshalb ich auch als Spitznamen für unsere neu entdeckten Gegner das Wort >Zecke< vorschlage.“
„Was wird nun geschehen?“
„Nun wird es zu einer Teilung der Illuminaten kommen in diejenigen, die sich der Illusion hingeben, der zukünftigen Oberwelt angehören zu dürfen…“
„Warum ist das eine Illusion?“
„Die echten Illuminaten haben das Problem, selbst nicht besonders schöpferisch zu sein. Obwohl sie intellektuell und technologisch hochentwickelt sind, ist ihr kreatives Potential in den allermeisten Fällen geklaut. Um das zu verändern, brauchen sie die alte Erde. Für dieses neue Paradies kommen sie nicht in Frage, weil sie aus Sicht der Zecken mit Muggel gleichzusetzen  sind. – Es wird also eine Selektion stattfinden, zum einen in die eben genannten und zum anderen in diejenigen, die es vorziehen, ein menschenwürdiges Dasein in einer zugegebenermaßen ziemlich anstrengenden Welt nach bekanntem Muster zu führen.
Und Vorsicht mit der Linken. Die Tatsache, dass RWLE Möller ein Schmidt-Jünger war, lässt darauf schließen, dass die menschliche Kälte, die in linken Kreisen zu finden ist, und zwar ansteigend proportional zu ihrer Entfernung von der Mitte, auf einen besonders starken Zeckenbefall zurückzuführen ist.“
„Und dann hätten wir da noch die Reptoiden.“
„Ja. Es wird höchst interessant sein zu hören, wie die über die Angelegenheit denken. Denn ich bin mir sicher, dass Mani für die auch ein Plätzchen in seinem grandiosen Kosmos vorgesehen hatte.“
„Wovon sie wahrscheinlich gar nichts wissen.“
„Wahrscheinlich. Es kann aber auch anders sein. Also sicherheitshalber die Frage an unsere Freunde: Könnt ihr euch vorstellen, in solch einer Welt zu leben, also unter der Bedingung, dass dafür Milliarden von Seelen furchtbarsten Leiden ausgesetzt werden? – Ich geh jetzt erstmal shoppen. Vielleicht liegt die Antwort anschließend ja schon vor.“
„Meinst du nicht, dass es besser wäre, erst deinen Einkauf komplett zu erledigen und dann die Frage zu stellen? Ich meine, damit du im Falle einer Bejahung heile nach Hause kommst?“
„Och…, nö! Einklich weiß ich schon, was die sagen werden.“
http://www.youtube.com/watch?v=XtiXiYMS86U


Antwort
Beiträge: 436
Registered
Themenstarter
(@anait)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren

"Hättest du dir deine lobenden Worte gestern Abend vor der Glotze nich sparen können."
"Wieso, ich hatte die noch nie gesehen. Die [b]iss[/b] gut! Die [b]hat[/b] Feuer unterm Arsch!"
"Aber warum musstest du dazu sagen: Frauen können auch anders?!"
"Mein Gott, das war´n Scherz. Was war´n daran nun wieder verkehrt."
"Wie haste das denn gemeint."
"Wie hab ich das gemeint. Wie hab ich das gemeint. - Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass auch Frauen Feuer unterm Arsch haben können."
"Du, die Hexen war´n total auf 180."
"Aber warum das denn. Das war doch´n Kompliment. Sind die denn schon so neurotisch, dasse nich mal mehr´n harmloses kleines Kompliment vertragen können!"
"Äh, die ham das bisschen anders verstanden."
"Und zwar."
"Die ham das als Drohung aufgefasst."
"Was denn für ne Drohung."
"Dass du diese Frau fertig machen willst."
"Das Helenchen? - Warum sollte ich? Weil sie gut singen kann und ne Sexbombe iss?"
"Nee, weil ihr Auftritt ne Drohung an mich sein sollte. Den hol ich mir, den Schröder, sollte das heißen."
"Das hab ich dann ja auch kapiert."
"Dann sag ihnen jetzt, was du zu mir gesagt hast, nachdem du es verstanden hattest."
"Du hattest mir kurz vorher erzählt, dass dir deine Lieblingsnutte abhanden gekommen ist, wegen Leukämieverursachung, nicht wahr."
"So isses leider."
"Und da hab ich zu dir gesagt. Dann nimm doch die solange. Es muss doch nicht immer total verkrampft im kostenpflichtigen Beeich rumgevögelt werden. Du hast gesagt. Nee, mit der will ich nicht. Ich. Warum. Du. Nee. Ich. Na gut, versteh ich auch irgendwie. Ich hätte auch voll kein Bock auf Hansi Hinterseer, obwohl der ja wirklich´n Traumkörper durch die Gegend schleppt. Ich will und will und will nur dich."
"Dann haste noch gesagt. Im Notfall. Nimmse einfach. Wenn sich auf die Art schlimmere Schäden verhindern lassen."
"Langer Rede kurzer Sinn. Du hast es gemacht. Sie iss ne Domina. Die Videos sind im Netz. Und es herrscht allgemeines Frohlocken."
"Ich denke, dass die Hexenfront nicht so stark gewesen wäre, wenn du deinen blöden Spruch stecken gelassen hättest."
"Siehste, und das denke ich nun gar nicht."
"Wieso."
"Du meintest doch, dass eine Reihe von sogenannten Aussteigerinnen quasi nicht zu uns gehalten hat. Wegen dem Spruch."
"Darum geht´s."
"Äh, was iss denn das für ne Art von Ausstieg, wenn der sofort rückgängig gemacht wird, nur weil ich auf ne reale Drohung mit einer vermeintlichen reagiere. Hä? Ham die noch alle Peitschen im Schrank? - By the way. Hat´s Spaß gemacht?"
"Willst du das echt wissen?"
"Nee, aber ich weiß, dass ne Menge andere brennend daran interessiert sind, das zu erfahren. Also, Angeklagter, sagen Sie die Wahrheit!"
"Es war die letzte Scheiße. Es ist vorbei."
"Ja, dann..., gut, dass wir nochmal darüber geredet haben."
"Das ist tatsächlich so verkehrt nicht. Denn es gibt ja viele, die auf dem Weg raus aus der Domination sind."
"Genau. Die soll´n sich mal nicht entmutigen lassen. Obwohl sie´s letztlich nicht schaffen werden ohne Umwandlung ihres Ätherleibes."
"Könntest du denn so lieb sein, denen da bei Bedarf ein bisschen behilflich zu sein?"
"Ja. Frag sie. Einzeln. Dann sag mir Bescheid. Wir  machen das in einem Aufwaschen. Speisung der..., was schätzt du?"
"Fünf Millionen. Mindestens."


Antwort
Beiträge: 436
Registered
Themenstarter
(@anait)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren

"Subtil. Subtil. Die Zecken versuchen, mich als jemanden hinzustellen, der erst Lorbeeren angenommen und dann sozusagen im entscheidenden Moment so getan hätte, als habe es diese Lorbeeren nie gegeben, als habe ich die mir von anderen angeblich zugesprochene Verantwortung nicht für mich angenommen, sie zumindest mutwillig fahren lassen, indem ich meine Mitarbeit im Arbeitskollegium beendet habe."
"Du weißt nicht, worin die Lorbeeren bestanden haben sollen."
"Nee, iss mir nich ganz klar. Am Anfang waren da Lobhudeleien, die sich durch den ersten Mordversuch als Lügen entlarvt haben. Ich seh jetzt nicht, inwieweit solche Lobhudeleien, von denen ich bereits vor ihrer Entlarvung gesagt hatte, dass sie mir zutiefst zuwider sind, mit Lorbeeren gleichzusetzen sind. Dann wurde vorsichtiger und substanzieller gelobhudelt. Ich versuchte, die dadurch für mich entstandene Lücke so geschickt wie möglich auszunutzen und habe deshalb das Angebot, im Kollegium mitzuwirken, angenommen. War das was Besonderes? War das ein Privileg?"
"Nee, die Möglichkeit steht jedem Mitglied seit Jahren offen."
"So habe ich das auch aufgefasst und war eigentlich nur froh darüber, dass diese Möglichkeit meinetwegen nicht extra abgeschafft worden ist. Ne Woche vor der ersten Zusammenkunft, an der ich teilnehmen durfte, kam es zu der bekannten Genitalattacke nebst todbringender Infektion. Da dachte ich noch, das sind einzelne, die anderen sind guten Willens, aber zu schwach. - Dann ging ich schließlich zu der Sitzung und merkte neben allerhand positiven Signalen, die zum Teil vorgetäuscht waren, dass die Atmosphäre genau die gleiche war wie damals, als mir meine Schulinitiative kaputtgetreten worden ist. Dieses Nicht-verstehen-wollen, kalte Blicke, vorschnelle harte Worte, mehrfaches Abwürgen meines Gesprächsbeitrages, Abdrängen in eine Verteidigungsposition, Hingestellt werden als überspontaner kleiner Heißsporn, den man ja leider nicht vor die Tür setzen kann, und dann so eine Art von Suchbewegung dahingehend, wie man jede Art von Argumentation meinerseits gegen mich verwenden oder als völlig obsolet hinstellen könnte.
Ich bin da trotzdem unverdrossen wieder rausmarschiert und habe den Kopf nicht hängen lassen. Ich habe mir gesagt, das braucht halt Zeit und mein Seminarvorschlag, das ist ja tatsächlich nur ein Angebot und vielleicht es ist besser, wenn ich sowas Anstrengendes in nächster Zeit gar nicht machen muss. - Und in diesem Sinne habe ich auch mit einer Teilnehmerin gesprochen, die mich anschließend anrief, um mir zu erzählen, dass sie sich große Sorgen um die weitere ZUsammenarbeit macht und dass hinter meinem Rücken so allerhand über mich erzählt werden würde.
Ich habe also trotz allem eine positive Gestimmtheit durchgehalten, und das ganz ehrlich. Kannst du das bestätigen?"
"Es ist unglaublich, was du dir alles bieten lässt."
"Nun, ich versuche halt immer, das Gute trotz aller Widrigkeiten für möglich zu halten und mich auch dementsprechend zu benehmen.
Dann trat der Katastrophenfall ein, und mir wurde klar, dass ich da von wenigen Ausnahmen abgesehen mit lauter Leuten an einem Tisch gesesen hatte, die mir sehnlichst den Tod wünschen. Das wusste ich ja vorher nicht. Aber was würde jeder einigermaßen normal tickende Zeitgenosse in so einem Fall tun? Da weiter hingehen und sich von solchen Hassern die Hucke voll-lügen lassen?"
"Ameli, du bist doch´n Meister!"
"Ja, aber ein Meister des gesunden Menschenverstandes, nicht ein Meister des Wieviele-Backen-soll-ich-euch-eigentlich-noch-hinhalten. Diese Zeiten sind vorbei. Und das meine ich durchaus nicht nur auf mich selber bezogen. Die Zeiten des aufoktroierten Leidens, der Glorifizierung irgendwelcher Opfergänge gehören unwiederbringlich der Vergangeheit an. - Außerdem verstehe ich ja das fremde Wollen. Und ich lasse sie ganz frei. Die wollen mich definitiv nicht. Die wollen unter sich sein. Dann sollen sie auch unter sich sein."
"Du wirst ihnen weiterhin an den Zweigabenden begegnen."
"Warum nicht. Das wiederum will [b]ich[/b] so. Und ich denke, das verstehen die umgekehrt genauso gut. Also. Wir machen doch nix weiter als lebendige Anthroposophie pflegen."
"Du hast da was falsch verstanden. Die wollen, dass du in das Kolegium zurückkehrst. Die geloben Besserung."
"Die geloben gar nix. Die wollen bloß nicht endgültig ihr Gesicht verlieren. Ich werde es genau so machen, wie ich es gesagt habe. Die können - wenn sie das tatsächlich wollen - auch ohne mich ne gute Kollegiumsarbeit machen. Und wenn sie das nicht wollen, ist es halt wie schon seit so langer Zeit die Aufgabe der einfachen Mitglieder, das Gleichgewicht zu gewährleisten. Durch konzentrierte Arbeit an anthroposophischen Inhalten, durch das Pflegen..."
"Iss bekannt. Wie also weiter."
"Hab ich doch grade gesagt."
"Du hast mir vorhin noch was anderes gesagt."
"Ach so. Ja. Ich diskutiere bis auf weiteres nicht mehr mit denen. Denn auch hier steht eine bestimmte Entscheidung erst noch aus. Da die jede und jeder nur individuell treffen kann, wird auch hier Zeit benötigt. Und tschüss!"


Antwort
Seite 63 / 72
Teilen: