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[Geschlossen] Traum vom "Ende der Welt"

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(@anait)
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[#1211054781]

Ein Traum (vor vielen Jahren)

Ich wachte auf, aber nicht in meinem Bett, sondern in einer seltsamen düsteren Szenerie. Bräunliche Nebel- oder vielleicht auch Rauchschwaden durchzogen eine Landschaft aus umgestürzten Bäumen mit angewelktem, noch grünem Blattwerk. Zwischen den Bäumen lagen aufgedunsene Pferde- und Rinderkadaver. Es gab kein lebendes Tier und keinen aufrecht stehenden lebendigen Baum mehr. Es gab auch keinen grünen Grashalm mehr, sondern nur nackten Steppenboden.

Ich bemerkte, dass mir zwei Begleiter zur Seite gestellt waren, meinem Gefühl nach zwei Männer, die sich rechts und links knapp hinter mir befanden. Da ich mich nicht umschaute, habe ich sie nicht gesehen. Sie erschienen mir jedoch vertrauenswürdig und als seien sie mit einer natürlichen Autorität und Weisheit ausgestattet (durchaus im Gegensatz zu mir). Sie forderten mich – ohne dass ich ein Wort gehört hätte – zu einer Wanderung auf. Ich ging einfach los, sie blieben auf ihren Positionen leicht hinter mir.

Es wurde eine sehr lange Wanderung. Zunächst gingen wir Stunde um Stunde durch Nebelfelder vorbei an toten Rindern und Pferden sowie umgestürzten Bäumen. Die Tiere wurden nach und nach zu Gerippen, an den Bäumen vertrockneten die Blätter und fielen ab. Ganz allmählich nahm die Zahl der toten Wesen ab, der Nebel fing an sich zu lichten und es entstand eine diffuse gleichmäßige Beleuchtung so wie man sie manchmal bei Hochnebel haben kann. Es dauerte wiederum Stunden um Stunden bis die Landschaft schließlich vollkommen leer war. Kein Tier mehr, keine Pflanze, es gab einfach nichts mehr als kahlen Steppenboden mit etwas Geröll. Wir gingen und gingen. Mir schien, dass wir sehr weite Strecken (viele Tagesreisen) durch diese Einöde zurücklegten. Niemand sprach ein Wort.

Irgendwann entdeckte ich in der Ferne mehrere Haufen aus trockenem Gestrüpp. Wir gingen darauf zu. Beim Näherkommen erkannte ich, dass die Haufen zur Abdeckung von Erdlöchern dienten. Aus einem der Löcher krochen einige halbnackte schmutzige Menschen mittleren Alters heraus. Sie  schauten mich aus unendlich traurigen, hoffnungslosen und zugleich sehr schuldbewussten Augen an.
Ein Mann sagte: „Und weißt du, was das Schlimmste ist? – Es werden keine Kinder mehr geboren. Du bist die Jüngste.“

In die Hoffnungslosigkeit seines Augenausdrucks mischte sich nun so etwas wie ein letztes Fünklein Hoffnung, eine Hoffnung, die er irgendwie in mich zu setzen schien. Auch bei den anderen vollzog sich diese kaum merkliche Veränderung ihres Ausdrucks.
Ich war zutiefst erschreckt.

Aber unsere Wanderung war noch nicht zu Ende. Wir gingen wieder eine längere Strecke durch ödes unbewachsenes Gelände bis wir an einen sehr dichten schwarzen Wald kamen. Der Waldrand lag völlig undurchdringlich vor uns. Wir hielten uns rechts und gingen eine lange Zeit an dem Waldrand entlang. Schließlich gelangten wir an eine Stelle, an der wir um den Waldrand wie um eine hohe Mauer herum und in entgegengesetzter Richtung durch den Wald weiter gehen konnten.

Sehr bald kamen wir auf eine dunkle Lichtung. Auf dieser Lichtung stand ein großes kastenartiges braunrotes Backsteingebäude mit einer quadratischen Vorderfront, die ihrerseits in 3 x 3 Quadrate aufgeteilt war (wie ein magisches Quadrat). Jedes dieser 9 Quadrate war ein voll einsehbares Zimmer ohne Vorderwand so wie in einem Puppenhaus. Alle Zimmer waren gleich eingerichtet: Sie hatten keine Türen oder Fenster und waren rings an den Wänden mit deckenhohen Bücherregalen ausgestattet. Die Regale waren mit der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe befüllt. In der Mitte eines jeden Raumes stand ein elegantes Teetischchen auf drei geschwungenen Mahagonibeinen. Jedes Tischchen war gedeckt mit Spitzendecke,  feinstem Teegeschirr und zartem Gebäck. Neben den Tischchen gab es noch bequeme Lesesessel.

In jedem Lesezimmer befanden sich ein oder zwei sehr alte Menschen mit schlohweißen Haaren in sehr dezenter violetter bis lilafarbener Bekleidung. Sie saßen, sie standen oder sie gingen gemessenen Schrittes hin und her, völlig versunken in die Lektüre ihrer Bücher.

Ich wurde bei diesem Anblick außerordentlich wütend und brüllte die alten Leute an: „Wisst ihr nicht, was hinter dem Wald los ist? Warum tut ihr nichts?“
Niemand reagierte.
Mein rechter Begleiter tippte mich sanft auf die Schulter und wies mich auf eine riesige Glasscheibe hin, die sich zwischen uns und dem Backsteingebäude befand. Er sagte: „Sie können dich nicht hören.“
In sehr strengem, fast befehlsartigem Tonfall fügte er hinzu: „Du musst etwas tun!“

Dann wachte ich in meinem Bett auf.

Das war für mich kein normaler Traum.
Ich fühlte mich anschließend sehr betroffen, sehr in der Verantwortung und sehr ratlos. In den folgenden Jahren habe ich dann Verschiedenes getan, womit ich hoffte, der Aufforderung aus dem Traum gerecht werden zu können.
Aber eigentlich ist mir dieser Traum immer noch ein Rätsel. Ich würde mich freuen, dazu mal ein paar Kommentare zu lesen.


14 Antworten
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(@erderist)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren

Hallo Anait,
was hat Dich dazu bewogen, gerade jetzt und gerade hier Deinen Traum zu erzählen, wo er doch schon viele Jahre zurück liegt?
Liebe Grüße
ErDerIst


Beiträge: 436
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Themenstarter
(@anait)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren

Hallo DuDerDuBist,
chronologisch war´s ungefähr so:
Vor ein paar Wochen habe ich das Buch "Die Weltgeschichte - der wahre Ursprung" von Georg Lohle gelesen. Der Inhalt war für mich weitgehend neu und sehr interessant. Irritiert hat mich allerdings die Tatsache, dass das Buch beim Bohmeier Verlag erschienen ist, der mir doch reichlich "crowleylastig" erscheint. Nix gegen Crowley, der hat seine Freiheit so genutzt wie er es wollte, das tu ich auch. Es ist nur die Lügerei in Satanistenkreisen (bis hin zu "Liebe unter Willen mitleidlose Liebe"), die mich nervt und die dazu führt, dass ich diesen Leuten oft gar nichts mehr glaube. Also, für mich war aus diesem Grund die ganze Hohle-Welt-Theorie zunächst nicht eben glaubwürdig.
Auf der anderen Seite finde ich, dass man interessanten Thesen, Phänomenen, Ideen usw. immer möglichst unvoreingenommen nachgehen sollte, und wenn man nur lange genug sucht und bohrt, dann zeigt sich schon der Wahrheitsgehalt bzw. Bezug zur Wirklichkeit.
Ich kam dann auf den Gedanken, dass es Korrespondenzen zwischen einer möglicherweise bestehenden Innenerde und dem Inhalt meines Traumes geben könnte. Also habe ich den Traum vor einigen Tagen - zunächst nur für eine einzelne Person - aufgeschrieben.
Gestern bin ich dann auf die Idee gekommen. den Text zwecks öffentlicher Diskussion hier ins Forum zu stellen.
Denn ich finde, dass dies ein sehr schönes und vielgestaltiges und zum Teil echt witziges Forum ist, wovon ich mir also Anregungen, Hilfe, Lebensfreude und wat weeß icke erhoffe.
Was fällt dir denn dazu ein?
Sonntagsgrüße von Anait


Beiträge: 726
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(@goblin)
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Beigetreten: Vor 19 Jahren

Ich erinnere mich auch mal an einen sehr intensiven , interessanten Traum den ich vor ca. 1,5 Jahren hatte:

Ich ging in einem großen Park spazieren, ähnlich wie man den Central-Park aus den US Filmen kennt, umgeben von Hochhäusern. Der Weg den ich entlang ging mündete in einem großen Platz der mit Sitzbänken umgeben war. In der mitter des Platzes sah ich eine gewaltige Menschentraube. Ich auf den Volksauflauf zu, um zu sehen was sich im Zentrum ihres "Intresses" befand. In der Mitte der Menschentraube sah ich einen nackten Mann mittleren alters ca. 1m über dem Boden schwebend. Er war eingehüllt in einer Art Kraftfeld in dessen Inneren Blitze schossen und Energien pulsierten. Es sah alles sehr beeindruckend aus. Ich fragte eine Frau die auch bei den Schaulustigen stand was das sei. Sie sah mich an und flüsterte ehrfürchtig " Das ist die Geburt eines Gottes".

Dann wachte ich auf , und konnte auch nicht mehr einschlafen, da mich das gerade geträumte schwer beeindruckt hatte und fast den ganzen Rest der Nacht beschäftigte.

Was denkt Ihr darüber???

gruß

Goblin


Beiträge: 436
Registered
Themenstarter
(@anait)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren

Hi Goblin,

zu Deinem Traum fällt mir ein, dass in der Traumnacht wahrscheinlich Tom Cruise Vater geworden ist und dass Du einfach miterlebt hast, wie alle Titanologen im Central Park das Ereignis gefeiert haben.

Ach nee, der hat ja nur ne Tochter...

Gruß Anait


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