Einer der ganz wenigen Menschen, die sich nicht dem Mainstream angepasst haben und die man dennoch in den Mainstreammedien aussprechen ließ ist heute im Alter von 90 Jahren gestorben.
http://www.tagesschau.de/inland/scholl-latour-103.html
Hallo Erutan,
ich bin zwar kein Freund von den üblichen "Nachrufen", finde es aber gut, dass du Latours Tod hier im Forum erwähnt hast. Er war tatsächlich jemand, der nicht nur nacherzählt, sondern die Dinge, über die er schrieb, selbst erlebt hat und sich in fremde Kulturen einleben konnte. Wenn es etwas gibt, was unsere Volksvertreter von ihm lernen könnten, wäre das wohl: Man kann nicht jeder Kultur unser westliches Staatssystem aufzwingen und sich in Dinge einmischen, von denen man keine Ahnung hat!
Ich darf mich den Vorrednern anschließen. Ich vermisse ihn schon jetzt in den abendlichen Talkrunden. Gerade bei den aktuelle Ereignissen wäre seine Meinung "notwendig" um gehört zu werden.
Ja, das stimmt. Ich werde vor allem seine wöchentlichen Beiträge in der Fernsehzeitung vermissen und gebe zu, dass ich durch ihn sehr viele Vorurteile abbauen konnte. Durch seine Dokumentationen konnte man einen Perspektivwechsel vornehmen und es erschloss sich eine völlig neue Sicht auf die Ereignisse, die ja in den normalen Medien immer nur einseitig dargestellt werden. Wie ich jetzt las, erscheint in nächster Zeit sein letztes Buch, von dem in der TV-Hören und Sehen Auszüge vorab veröffentlicht werden sollen. Ist bestimmt lesenswert.
Auch von mir ein Dank an diesen aufrechten Journalisten.
Und möge er in Frieden ruhen.