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Notstand in Deutschland !?!

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(@erutan)
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Ich sehe das Problem vor allem darin, dass es praktisch keine Alternative mehr gibt. Die Idee des Kommunismus ist zusammengebrochen, das Experiment will so gut wie niemand mehr wiederholen.

Du redest wie ein Politiker oder wie einer der sich von Politikern und Medien hat zudröhnen lassen  ;D

Zunächst einmal:
"Das Experiment Kommunismus" wurde von den gleichen Mächten ins Leben gerufen und umgesetzt wie das Experiment Kapitalismus oder das Experiment Nationalsozialismus.

Das Ziel war es zum einen, die Menschen in mindestens zwei, sich feindlich gegenüberstehende Lager aufzuspalten und zum anderen, die Menschen genau das denken zu lassen was Du gesagt hast. Es gibt nichts mehr. Oder das was ich gesagt habe:
Graviernde Umstürze endeten bisher nie gut.

Es scheint so, als würden alle Menschen weltweitpolitische Systeme in Schubladen stecken und mit einer Aufschrift "gut" oder "schlecht" versehen.

Ein funktionierendes System hat keinen Namen und paßt in keine Schublade.
Demokratie (echte Demokratie) wäre klöasse....aber nur solange man sie nicht ausnutzen kann um seine Leute auf die richtigen Plätze zu bugsieren und eine versteckte Diktatur zu etablieren - etwas, in dem wir derzeit leben.

Eine Monarchie oder offene Diktatur wäre auch denkbar....allerdings nur solange die Möglichkeit immer gewahrt bleibt, den Diktator oder Monarchen notfalls mit Gewalt zu stürzen.

Gar kein System (also Anarchie) wäre auch denkbar...allerdings nur solange sich die Gesellschaft vorher selber ein festes, engmaschiges Regelwerk gibt, das das Recht des physische Stärkeren eindämmt.

Nur in einem einzigen Punkt kann man sicher sein: Kein System, das einem Volk übergestülpt wird, kann gut sein.

dass es der Mehrheit in diesem Land bis jetzt noch zu gut geht für einen Aufstand, aber das ändert sich ja immer schneller

Das wird man rückblickend anders sehen. Ich kann mir die Überschriften in den Geschichtsbüchern späterer Generationen gut vorstellen. da wird von Rückfall in die Sklaverei die Rede sein, von Verpändung von menschlichen Arbeitskräften über viele Generationen hinweg, von Massenpleiten und Menschen, die für eine gerade ausreichende Überlebensgrundlage zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden.

Wir haben nicht den Tiefststand erreicht - wir haben ihn bereits überschritten. Es ging seit dem Ende des zweiten Weltkrieges noch nie so vielen Menschen so schlecht. Es gab nie mehr Firmenpleiten und Entlassungen.

Und dennoch denkt niemand an Aufstand.
Warum nicht?
Weil es immer noch Menschen gibt, denen es gut bis sehr gut geht. Und die gab es auch bei allen früheren Depressionen.


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(@thagirion)
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Beigetreten: Vor 15 Jahren

Du redest wie ein Politiker oder wie einer der sich von Politikern und Medien hat zudröhnen lassen
Zunächst einmal:
"Das Experiment Kommunismus" wurde von den gleichen Mächten ins Leben gerufen und umgesetzt wie das Experiment Kapitalismus oder das Experiment Nationalsozialismus.

Nein, ich traue ihnen nur nicht gar so viel Macht zu wie Du es tust. Ich glaube auch nicht an DIE EINE große Verschwörung - es sind etliche Machtgruppen, die hinter den Kulissen agieren. Natürlich sind Entwicklungen und Ideen wie Kommunismus oder Nationalsozialismus von denen benutzt worden, aber erfunden und ins Leben gerufen haben sie diese Entwicklungen ganz sicher nicht.
Die Einführung von Demokratie ist eine höchst diffuse Sache, Demokratie kann alles mögliche sein. Im primitivsten Fall ist es die Diktatur der Mehrheit über alle Minderheiten - dass wir das wollen, glaube ich nicht. Die immer wieder als Musterbeispiel angeführte Demokratie der alten Griechen bestand daraus, dass eine verschwindend geringe Minderheit der Bevölkerung demokratisch entschied, und in der Schweiz galt es bis weit ins 20. Jh. als demokratisch, dass Frauen keinerlei Stimmrecht hatten. Das war es, was ich meinte - es gibt einfach keine konkreten Vorstellungen, wie das demokratische System aussehen sollte, das einem Umsturz folgen könnte. Ih wäre z.B. auch für eine Einführung von Marktwirtschaft (was das überhaupt ist, davon hat ja kaum noch jemand eine Vorstellung) - aber auch da müsste man sich Gedanken machen, wie Zusammenballungen von riesigen Machtstrukturen und Monopolen von vornherein verhindert werden können.


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(@arkas-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Ein paar Anmerkungen:

Sicher sieht jeder Mensch erstmal nur das eigene Umfeld, aber er sieht auch wie es anderen geht und über die heutigen Medien sieht er vor allem die ganze Welt. Das Krisenbewußtsein wird heute also stärker sein als früher.

Alternativen gibt es in der Theorie genug, nur kennt sie nicht jeder. Das größte Problem mit diesen Alternativen (@ Erutan) ist jedoch, dass die Masse der Menschen schon das heutige System nicht versteht und auch eine Alternative nicht verstehen würde. Die Idee man könne "die Menschen" an sich erziehen und bilden ist meiner Meinung nach Schwachsinn, zu viele werden immer zu "dämlich" sein, diese hochkomplexen Zusammenhänge zu erfassen oder sie haben einfach keine Lust dazu.
Wenn in den nächsten 5 -10 Jahren die Katastrophe eintritt werden weniger als 5% der Menschen zu 100% begriffen haben, was passiert ist. Weniger als 10% haben den Vorgang zu 90% verstanden. Aber 80-90% der Menschen werden einfach die Erklärung glauben, die hinterher derjenige präsentiert, der irgendwie die Macht erlangt und wieder für Ruhe und Frieden und Wohlstand sorgt, selbst wenn das total blödsinnige Propaganda sein wird.

Um den Menschen die Nachteile des alten Geldsystems und die Vorteile einer Alternative zu erklären müsste man sie quasi alle für 2 Wochen auf die Schulbank setzen und ihnen je nach Vorwissen und Bildungsstand Unterricht geben. Wie viele es dann wirklich begreifen ist immer noch sehr fraglich, die meisten werden es einfach glauben, weil es Mainstream sein wird, denn wer alle Menschen so massiv mit Informationen füttern kann muss ohnehin schon vorher irgendwie an die Macht gekommen sein.

Es läuft also letztlich immer auf das "Überstülpen" hinaus. Es wird nie nie nie die Situation geben, in der sich verschiedene Alternativen völlig gleichberechtigt präsentieren, jeder quasi die gleiche "Sendezeit" erhält und die Menschen dann völlig frei entscheiden, welches System sie wollen. Denn wer sollte so eine völlige Entscheidungsfreiheit herbeiführen? Es müsste jemand in dem Moment an der Macht sein, der genau diese Entscheidungsfreiheit will. Aber wer will das schon? Wenn diejenigen an die Macht kämen, die für eine Demurragewährung sind, dann würden sie die einfach einführen, im besten Glauben an das Gute, das sie damit täten. Sie würden aber nicht eine völlig freie Wahl organisieren, ohne ihre Macht auszunutzen.
Das gilt nicht nur für das Geldsystem, auch für die Art der Demokratie, wo es ganz unterschiedliche Möglichkeiten gibt.

Zum Tiefstand und "nie so schlecht wie heute":
Mit Hartz4 kann man heute überleben ohne zu arbeiten, es muss niemand hungern. Nach dem zweiten Weltkrieg war das durchaus noch anders. Es gab zwar keine Massenhungersnot, aber sehr viele Menschen mussten das bischen Einkommen, das sie hatten vollständig für Nahrung, Wohnen, Heizen und Kleidung ausgeben, wo es schon sehr knapp wurde. Insofern geht es den heute ärmsten deutlich besser als den ärmsten von damals, vielleicht besser als vielen von damals.
Was sich verändert hat ist allein der Unterschied zwischen ganz arm und ganz reich, der Abstand ist grösser geworden.

Das liegt aber auch daran, dass manche Menschen einfach besser darin sind, Wohlstand anzuhäufen als andere.

Die eigentliche Frage dreht sich deshalb immer einzig und allein darum, wie viel Geld man von oben nach unten verteilt. Man kann da große währungs- und demokratietheoretische Diskussionen drum herum basteln, aber auf den Punkt gebracht geht es immer nur darum, wie reich die reichsten sein dürfen, ohne dass "uns" das ungerecht erscheint oder als Problem für eine wie-auch-immer-Demokratie weil sie durch zuviel Reichtum zuviel Einfluss haben.

Abgesehen davon geht es natürlich auch um das "perfekte" System ohne Geburtsfehler, das quasi für die Ewigkeit gemacht ist. Dafür gibt es sicher gute Ansätze, die wesentlich länger halten würden als das was heute abläuft, aber aus oben genannten Gründen kann man auch so ein "funktionierendes" System wohl nur mit Gewalt oder eben mit Macht errichten.
Jedoch gibt es vermutlich kein perfektes System, weil es immer solche geben wird, denen es nicht gefällt und wenn die es drauf haben das System zu stürzen werden sie es tun und das Spiel fängt von vorne an.
Ich sehe das ganze daher eher als theoretische Diskussion, nicht als etwas das für uns persönlich wirklich wichtig ist. Man kann sich selbst in jedem System "gut einrichten".

Zum Aufstand:

Es ist absurd zu glauben, dass die Masse der Menschen, die im September wieder die Blockparteien CDU/SPD/FDP/GRÜNE/LINKE wählen wird einen Tag später die gleichen Machthaber mir Schrotflinten und Heugabeln vertreibt, die sie gestern mit einem Kreuz auf einem Zettel hätte abwählen können.

Jedoch kann es schnell gehen, wenn sehr viele sehr plötzlich sehr viel Geld verlieren bzw. sich ihr Lebensstandard drastisch verschlechtert.


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(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Tja....wenn dem so ist....und davon rede ich ja pausenlos...warum in aller Welt machen wir, die Völker dieser Erde nicht mal Gebrauch vom Recht des Stärkeren? Wir sind Milliarden!

Ganz einfach; die Leute haben Angst oder sind sich zu bequem dafür. Was die BRD betrifft; solange der Wohlstand hier noch groß genug ist, wird es kaum zur Revolte kommen, außer die Medien rufen dazu auf. Wenn der Wohlstand aber mal weg sein sollte, dann sollte man auf das Äußerste gefaßt sein.

Nope, das dachte ich auch mal. Stimmt aber nicht. Der Grund ist, daß Völker immer entzweit werden. Wenn es nicht mehr der Wohlstand ist, der die Armen als faule Taugenichts sieht und die Armut, die die Reichen als Ausbeuter sehen, dann werden wir uns die Köpfe über politische Grundsatz-Systeme einschlagen.

Die Weimarer Republik ist hierfür ein gutes Beispiel. Damals wurden die Menschen auf die beiden Lager Kommunismus oder Nationalsozialismus aufgeteilt. Die einen schürten die Angst vor den anderen um umgekehrt.

Und: Damals gab es noch keine so ausgefeilten Medien wie heute.

Die Menschen sind scheinbar einfach nicht in der Lage, die Lage zu analysieren und sich selber zu fragen: Was willst du eigentlich?

Wenn das jeder tun würde, käme ein Konzept dabei heraus, das alle befürworten würden (außer natürlich die Profiteure vom jetzigen System) und an dem alle gemeinsam arbeiten könnten.

Stattdessen läßt man sich abgeschlossene Systeme vorzeichnen und mit Inhalten füllen um dann nach dem, für sich selbst günstigsten zu greifen und die Befürworter anderer, ebenfalls abgeschlossener systeme zu bekämpfen.

So wird das nix. Auch nicht wenn wir alle am Hungertuch nagen.

Es sollte sich jeder einmal fragen: Was will ich eigentlich?

Diese Frage wird doch wohl niemand mit "Kommunismus", "Sozialismus", "Kapitalismus" oder "Demokratie" beantworten, sondern mit:

Freiheit, Gerechtigkeit, Mitspracherecht, Sicherheit etc.

So etwas muß dann keinen Namen bekommen. Es ist wie es ist und verkörpert das was alle wollen.


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(@nachtschatteb)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

"Was sich verändert hat ist allein der Unterschied zwischen ganz arm und ganz reich, der Abstand ist grösser geworden.

Das liegt aber auch daran, dass manche Menschen einfach besser darin sind, Wohlstand anzuhäufen als andere.

Die eigentliche Frage dreht sich deshalb immer einzig und allein darum, wie viel Geld man von oben nach unten verteilt."
Der Zinseszins Effekt bewirkt eine Verteilung des Geldes von fleißig nach reich, daher ist es nicht so sehr die Fähigkeit der Reichen, sondern zurückzuführen auf diesen Effekt. Wie erklärt es sich sonst, das Fleißige die auf derselben Lohnstufe arbeiten, zum Beispiel ein Maurer und ein Maler, jeweils einen ganzen Tag arbeiten müssen, um sich nur eine einzige Arbeitsstunde des jeweils anderen leisten zu können?
Es wird gerne behauptet"mein Geld ARBEITET", was nicht stimmt, man profitiert leistungslos.
Rechnerisch verliert jeder, der weniger als eine Million € angelegt hat, erst bei Vermögen darüberhinaus kann man von Zinsen profitieren. Denn natürlich muss man bei jedem Einkauf/Investition die Zinsen im Herstellungsprozess mitfinanzieren.
Zum Thema: Ich befürchte keinesfalls eine Entwicklung die zu...Zurückdrängung von langwierigen behördlichen...Verfahren führt.
Bezüglich des Wissenstandes wollte ich mal fragen, ob irgendjemand bewusst ist, das wir in Deutschland keine Verfassung haben, wir haben zwar ein Grundgesetz, welches teilweise als eine solche angesehen wird, worüber aber noch nie "demokratisch" abgestimmt wurde.
In diesem GG 20.2 steht: Die Staatsgewalt geht vom Volk aus. Dort sollte meiner Meinung nach allerdings stehen: Die Staatsgewalt geht vom [u]deutschen[/u] Volk aus.
Ich stehe politisch keinesfalls auf einer Wellenlänge mit den 1000 Jahren zwischen 33 und 45, allerdings denke ich, das  seitdem gesetzlich viel mehr geregelt worden ist, als ein Individuum verstehen/lesen kann. Trotzdem hat sich die Gesetzgebung nicht ausreichend darum gekümmert, die wesentlichen Aspekte eindeutig zu Regeln. Ganz zu schweigen davon, eine legitimation aller bis heute erlassener Gesetze zu schaffen.

Es gibt zwar im selben Artikel GG20.4 : Das Recht auf Widerstand gegen einen Unrechtsstaat, allerdings sollte man gerade damals trotzdem gewusst haben, das einem solchen Unrechtstaat Widerstand zu leisten EXTREM schwierig ist.
Der Untertan soll sich auf Rechtsicherheit verlassen lautet die Devise, nun sollte man denn mal versuchen Rechtskenntnis zu erlangen,z.B.:
Bundesbeamtengesetz§185: "...gelten die Grenzen von...1937" 
Ganz vereinfacht ausgedrückt finde ich es sehr verdächtig, das sich seit der Erfindung der Demokratie in Griechenland,bei der nachweislich die Schwierigkeit der Zusammenkunft zur Abstimmung immer das größte Problem darstellte sich bis heute nichts grundsätzliches an jener Demokratie geändert haben soll.
Immerhin besteht durch die Informationsaustauschmöglichkeit der heutigen Zeit ja eine völlig veränderte Ausgangssituation. Genau diese Möglichkeit zur Demokratie wird aber allzugerne als Feindbild dargestellt, begrenzt und bekämpft. So ist es zwar angeblich ohne weiteres möglich, mich anhand meines Onlineverhaltens als Terrorist zu erkennen und einzusperren, es ist aber nicht möglich, meine Meinung als Bürger demokratisch wahrzunehmen. Man kann per Onlinedurchsuchung Terror verhindern, kann aber keine flüssige Demokratie ermöglichen.

Wenn ich schreibe: ich kann die Merkelsche nicht ausstehen, weil sie Gold und Weihrauch versprochen hat, aber alles was ich gekriegt hab, ein mürrisches Grinsen ist, ist es natürlich rechtssicherer belegbar das ich staatsfeindlich bin, während eine Abstimmung im Sinne "Piraten find ich gut" ja leider die Möglichkeit beinhaltet, die Stimme zu fälschen.

Was ich insgesamt damit ausdrücken will, ist die Erkenntnis, das es in Deutschland erwünschter ist, alles so beizubehalten wie es ist. Selbst wenn eine Veränderung eine signifikante Verbesserung bringen würde.
Die "Gewissheit" des Einzelnen, ja eh nichts ändern zu können, ist übrigens die allerbeste Versicherung, die dieses herrschende System hat.


Antwort
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