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Moderne Sklaverei: Sozialstaat am Arsch

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(@discordia)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Sei doch nicht so streng  ;D

Natürlich wurden die Systeme irgendwann einmal eingeführt und weil es sich um eine Verschwörung handelt, wurden die dann auch mit der Zeit angepasst, damit die ganze Sache aussieht, wie eine lebendige Entwicklung
Das nette an Verschwörungen ist es ja, daß sie von ein paar Supergenies ausgedacht werden und dann von einer unheimlich mächtigen Clique durch alle Zeiten betrieben werden.
Damit die armen Betroffenen dann nicht dahinter kommen, muß die ganze Sache natürlich von Zeit zu Zeit ein wenig geändert werden, damit es echter aussieht.
Sonst würden die armen Leute ja hinter die große Verschwörung kommen, also Erleuchtete werden, und das kann ja nicht sein.
Damit wären ja auch die paar Leute, die heute schon hinter die Verschwörung gekommen sind, nicht mehr die Heilsbringer,
Es kann ja gar nicht sein, daß es anders läuft.
Also, ein wenig mehr Respekt vor den Erleuchteten, die ihr Wissen aus dem Internet oder den eigenen Fingern gesogen haben, wäre schon angebracht  ;D

Merke:
Auch ein paranoider Schizophrener wird manchmal verfolgt, aber nicht immer.
Wichtig ist nur, zu wissen, wann man verfolgt wird.
Aber ich sag nicht, wer es ist, auch wenn ich es gaaaaanz genau weiß....

Man it's Halloween!


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(@uranus32)
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Hey Leute, verarschen kann ich mich auch selbst.  😉
Meine Erwartung war, das hier was Konstruktives bei rumkommt!  [smiley=rauchen.gif]

Uranus32!


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(@explorer)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Moin,

herrlich, mal Beiträge wo ich sage: das glaube ich auf Anhieb.
Man muss ja auch mal [img] [/img] können, das macht unser Sklavendasein doch erträglicher.

Merke:
Auch ein paranoider Schizophrener wird manchmal verfolgt, aber nicht immer.
Wichtig ist nur, zu wissen, wann man verfolgt wird.
Aber ich sag nicht, wer es ist, auch wenn ich es gaaaaanz genau weiß....

Ohja, Hauptsache ist es keine Herde Berghammel.


Antwort
Beiträge: 221
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(@discordia)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Hey Leute, verarschen kann ich mich auch selbst.  😉
Meine Erwartung war, das hier was Konstruktives bei rumkommt!  [smiley=rauchen.gif]

Uranus32!

OK, ich gelobe Besserung.
Aber heute ist hier nicht gerade viel Zeit für lange Mails, meine Kids kommen in in paar Minuten aus der Schule and dann geht es zur großen Halloween Party nach Sentosa.
Klar habe ich ein paar Ideen, die schreibe ich dann in den nächsten Tagen, wenn ich wieder mehr im Flugzeug sitze.


Antwort
Beiträge: 221
Registered
(@discordia)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren

Hey Leute, verarschen kann ich mich auch selbst.  😉
Meine Erwartung war, das hier was Konstruktives bei rumkommt!  [smiley=rauchen.gif]

Uranus32!


OK,

nachdem ich gerade wieder mal ein wenig Zeit habe, werde ich versuchen auch ein wenig konstruktiv zu sein.
Als ich noch zur Schule ging (das war so bis Mitte der 1980er Jahre), gab es eine Rechenaufgabe in unserem Statistikunterricht, wie lange, unter Verwendung der demographischen Basisdaten zur Alterspyramide und den durchschnittlichen Beitragszahlungen und Aufwendungen zum österreichischen Sozialsystem, es noch dauern würde, bis die vorhandenen Beitragszahlungen weniger als 75% der Aufwendungen ausmachen würden.
Das wurde damals als wirtschaftliche Grenze des bestehenden Sozialsystems angesehen.
Nach unseren damaligen Rechnungen sollte der Zusammenbruch des - damals - bestehenden Sozialsystems in etwa 2007 stattfinden und der Zustand der Unfinanzierbarkeit bis etwa 2016, 2020 anhalten.
Erst danach würde sich aufgrund der veränderten Alterstrukturen, die haben wir vereinfacht als Grundlage für die Höhe der Beitragsleistungen herangezogen, wieder ein Zustand der Finanzierbarkeit des Sozialsystems einstellen.
Nach dem Abdanken der SPÖ (das sind die österreichischen Sozialdemokraten) geführten Regierung, im Jahr 2000, hat mir ein Mitarbeiter des SPÖ Parlamentsklubs, anläßlich der Debatte um eine Reform des österreichischen Pensionssystems, gesagt, daß auch nach den Berechnungen der SPÖ und des österreichischen Gewerkschaftsbundes ÖGB unsere Annahmen von einer Unfinanzierbarkeit des Systems ziemlich genau stimmen.
Eine Reform wurde von der SPÖ geführten Regierung schon deshalb nie in Angriff genommen, das hätte schon in den frühen 1980er Jahren sein müsen, weil so eine Reform unpopulär wäre und Wählerstimmen kosten würde.
Die Situation dürfte in Deutschland wohl nicht ganz unähnlich sein.
Und natürlich wäre so eine Reform dringend notwendig, aber wer will denn schon der Überbringer schlechter Nachrichten sein.
Natürlich hat die, damals schon in Opposition befindliche, SPÖ die Reformpläne der neuen Bundesregierung als völlig unnötige Härte und "soziale Kälte" abqualifiziert.
Das wir in den nächsten Wochen und Monaten wohl in Deutschland nicht anders laufen, egal wie die zukünftige Regierung aussieht.
War einfach, weil man ja nicht die Verantwortung tragen mußte.
Weitgehend dieselbe Situation gab es beim österreichischen Haushaltsdefizit.
Wenn ich mich recht entsinne, dann hat Österreich in rund 30 Jahren SPÖ geführter Regierungen kaum einen Haushaltsüberschuß ausgewiesen, sondern durchwegs negativ bilanziert, also regelmäßig Kredite aufgenommen.
Gleichzeitig sind aber zumindest zwei Generationen, auch meine, herangewachsen, die immer alle Leistungen des Staates als selbstverständlich gratis erhalten hat.
Dafür bin ich zwar sehr dankbar, aber es hat natürlich auch zu einer starken Verschuldung des Staates geführt, die noch in ein paar Jahrzehnten zu Rückzahlungen zu Ungunsten der dann steuerpflichtigen Bürger führen werden.
Diese werden dann eben mit sehr viel weniger Leistungen des Staates leben müssen, als wir es gewohnt waren.
Also ist der, weiter oben beschriebene, Reichtum, mit dem jeder von uns zur Welt gekommen ist, Großteils auf Kredit aufgebaut worden und hat eigentlich, sehr locker formuliert, der kreditgebenden Bank gehört, wurde aber von uns genützt.
Und nun tritt die Regelung des maximal 3% Haushaltsdefizits zur Beibehaltung der Währungsstabilität des Euro als Regulativ auf.
Damit sind den Finanzplanern weitgehend die Hände gebunden, weil ja der überwiegende Teil des Staatshaushaltes, so an die 70-80%, fix an bestehende Aufgaben des Staates gebunden sind und nicht disponierbar sind.
Unabhängig der bestehenden Konjukturlage.
Daher ist es natürlich an der Zeit, das ganze Finanzmodell des Staates zu hinterfragen.
Da wird es dann auch zu einer Reorganisation der Sozialsystem kommen müssen, die nicht unbedingt populär sein werden.
Niemand gibt gerne liebgewonnene Einnahmen auf, an die man sich im Lauf der Zeit gewöhnt hat, unabhängig davon, ob die Notwendigkeit dazu einsichtig ist oder nicht.
Soweit ich es sehe, und ich bin in Singapore an eine ganz andere Struktur gewöhnt, wird es notwendig sein, dem Staat einige Kernbereiche zuzuweisen und den Rest seiner Aufgaben zu entrümpeln.
Als Kernbereiche würde ich Soziales ud Infrastruktur, Verteidigung und Forschung sowie Vertretung nach Außen und Organisation nach Innen und, ganz wichtig, das Sicherheits- und Justizwesen anführen.
Diese Liste ist keine Wertung, die Reihenfolge ist weitgehend zufällig.
Der Staat wird dann auch nur mehr als Manager, im Auftrag der Wähler, dieser Bereiche auftreten.
Zur Finanzierung dieser Bereiche muß jedoch, speziell im Sozialbereich, für die Beitragszahler ein Modell eingeführt werden, welche wesentlich mehr auf Eigenverantwortung aufgebaut ist und dem Leistungsbezieher nur noch dann einen Bezug über die eigenen Beitragsleistungen hinaus ermöglicht, wenn es aufgrund einer Notlage wirklich notwendig sein muß.
Das Ziel eines solchen Systems ist es, daß die Notlage so rasch wie möglich bewältigt werden kann, mit staatlicher Unterstützung, und danach so rasch der Leistungsempfänger wieder zum Beitragsleister werden kann.
Schon im eigenen Interesse.
Es mag nun kein Allheilmittel sein, aber das CPF Modell, welches wir in Singapore haben, ist zumindest ein sehr guter Ansatz.
CPF (das ist der Central Providence Fund) ist eine Art staatlich geführte Einheitspensionskasse, in die jeder in Singapore Beschäftigte (unabhängig von seinem Status oder Einkommen) rund 10% seines Einkommen nach Steuern abführen muß.
Der Staat betreibt eine eigene Holdung (die Temasek Holding), die wie ein ganz normales Unternehmen fungiert, und aus deren Gewinnen, die sind ziemlich groß, der CPF bezuschußt wird.
BTW, Minister kann in Singapore nur jemand werden, der sich zuvor als Manager im großindustriellen Bereich bewährt hat, also keine Chance für Gewerkschafter, Politikwissenschafter oder ähnlich gebildete Politiker, das nennt man dann wohl eine Technokratie.
Und ja, es gibt freie und demokratische Wahlen in Singapore, aber dennoch haben wir seit der Staatsgründung vor knapp 40 Jahren immer noch dieselbe Partei an der Macht.
Die Temasek Holding wird durch den CPF teilweise besichert, nicht aber finanziert.
Damit kommt jedes Jahr so im Schnitt zwischen 4 und 16% Verzinsung, bisweilen aber auch über 20% (das sind aber Wahljahre) zustande.
Die Sozialversicherung wird hier also wie eine Art Bausparvertrag gehandhabt.
Jedes CPF Mitglied kann sein aktuelles Guthaben jederzeit abfragen und den Bestand sogar, zumindest teilweise, als Besicherung für die Finanzierung einer Wohnung, das funktioniert so ähnlich wie eine Genossenschaftswohnung, verwenden.
Schließlich kenn der CPF ja die bisherige Beitragskurve und kann aufgrund der bekannten Daten, ein ziemlich genaues Kreditprofil des Beitragszahlers ermitteln.
Ab dem 55. Geburtstag steht es dem CPF Mitglied dann frei, entweder seine CPF Bestand auf einmal, das wurde auf 80% des Bestandes eingeschränkt, um Probleme zu vermeiden, oder in Form einer monatlichen Pension zu beziehen.
Sollte der CPF des nicht wollen, dann kann er die Entscheidung, so lange er dies möchte, jeweils um ein Jahr verschieben.
Z.B., weil er eben noch nicht in Pension gehen möchte.
Das System hat den Vorteil vollständig transparent und leicht berechenbar zu sein und gleichzeitig dem CPF die Möglichkeit zu geben, voraus zu planen.
Der Nachteil ist, daß mit niedrigen Beitragsleistungen oder kurzen Beitragszeiten, eben nur sehr kleine Bestände entstehen.
Dafür gibt es aber die steuerfreie Möglichkeit zusätzliche private Vorsorge zu treffen, die ebenfalls vom Staat gefördert wird.
Allerdings in einem weit kleinerem Ausmaß.
Dieses System ist für den Staat wesentlich billiger und muß nicht extra über Steuern oder Abgaben finanziert werden, weil es aus den Erträgen der Temasek Holding gespeist wird.
Zu der Holding gehören Singapore Airlines, die PSA, ein paar Banken und andere hochprofitable Unternehmen.
Daher ist die Staatsquote und die Abgabenquote in Singapore sehr niedrig.
Für Einkommen aus Geschäften im Land zahle ich 22% Steuern und für Einkommen aus Geschäften im Ausland zahle ich keine Steuern.
Also ist meine maximale Steuer- und Abgabenlast (inklusive privater Vorsorge und Zusatzversicherungen) bei rund 40%, im Schnitt sind es gerade mal so um die 32%.
Wobei aber hinzuzufügen ist, daß das Einkommensniveau in etwa dem Österreichs entspricht, die Lebenserhaltungskosten (ausgenommen Autos) um ca. 40% niedriger sind.
Allerdings gilt dies für alle Einkommensklassen, es gibt hier kaum eine Steuerprogression.
Der Staat hat hier primär die Aufgabe, seinen Bürgern nur dann zu helfen, wenn es um Grundbedürfnisse (Infrastruktur, Schulen, Sicherheit etc.) geht, oder um Notfälle.
Die Negativseite ist, zumindest für den gelernten Bewohner einer mitteleuropäischen Sozialhängematte, daß die Verantwortung wesentlich stärker bei jenen liegt, die dann auch später die Nutznießer sein wollen.
Niemand wird verhungern, weil er/sie nicht genug in den CPF eingezahlt hat, aber die Mindestpension sichert nur das Überleben und ein Dach über dem Kopf, mehr nicht.
Klar gibt es ein staatliches Gesundheitswesen, das ist sogar besser als jenes in Österreich oder Deutschland, aber auch dieses deckt nur die Grundversorgung ab.
Gleiches gilt für das Schulwesen.
Wer mehr will, muß sich auf Eigenleistungen einstellen, wird aber vom Staat gefördert.
Das Modell ist aber, schon wegen der Mentalitätsunterschiede, nicht so einfch auf Europa umzulegen.
Dazu müßten die meisten Mitteleuropäer sich von der Idee, daß der Staat sich ja sowieso um alles zu kümmern hat, verabschieden.
Dennoch glaube ich, daß auch die Zukunft des europäischen Sozialstaates eine gewisse Ähnlichkeit mit dem hiesigen System hat.
Und wenn der Staat finanziell entlastet ist, dann kann auch das bestehende Budgetdefizit verringert werden.
Also, besteht eine echte Chance, die Schulden des Staates zu verringern, trotz der Zinslast unter der die aktuelle Finanzlage zu leiden hat.
Damit verbessert sich das Kreditrating und die Finanzierung des Staates wird billiger.
Mittelfristig werden dadurch wieder Geldmittel frei, die entweder zu einer Verringerung der Abgabenlast der Steuerzahler oder zu einem Ausbau des Leistungsangebotes an die Bürger führen können.
Natürlich ist das nur eine Seite der Medaille.
Auf der privaten Seite steht nach wie vor die Problematik, daß jede Finanzierung durch Kredite unweigerlich zu Zinskosten führt.
Nur sollte bei verbesserten Bedingungen seitens des Staates die Möglichkeiten einer Kreditplanung, das ist primär die Rückzahlung, wesentlich verbessert werden.
Wenn die Abgabenlast sinkt, dann wird der Wirtschaftsstandort für Erweiterungen bzw. Neugründungen und Niederlassungen wieder interessanter.
Das hat sich ja auch in Österreich mit der Einführung der Gruppenbesteuerung und der niedrigen Unternehmensbesteuerung gezeigt.
Dadurch wurden, auch wenn die Opposition dies nicht gerne zugeben mag, eine ganze Menge recht interessanter Jobs neu geschaffen, und das sind sicher keine 1 EURO Jobs.
Das Problem hierin ist aber immer noch das gleiche.
Dazu braucht es ein ziemliches Umdenken in den Köpfen der Regierenden.
Ich habe da den Eindruck, daß auch hier die Europäer einen weiten Weg vor sich haben.
Speziell die europäische Linke ist seit sehr langer Zeit, die SPÖ seit 1896, die SPD noch viel länger, gewohnt, Forderungen zu stellen, nicht Lösungen anzubieten.
Forderungen zu stellen, ist oftmals legitim, wenn es um echte Mißstände geht und hat den Unselbständigen in Europa viele Vorteile gebracht.
Der Nachteil daran ist es jedoch, daß irgendwann die (Grund-) Bedürfnisse der Wähler erfüllt sind und jede neue Forderung, die dient ja dann nur zum Stimmenfang bei Wahlen, eigentlich in den Bereich des luxurösen, z.T. Unnötigen und Sinnlosen abzugleiten droht.
Und wenn man seine Wähler nicht rechtzeitig daran gewöhnt, daß die Grundbedürfnisse erfüllt sind, und jeder weitere Ausbau der bestehenden System eigentlich eine Unnötigkeit darstellt, dann tritt der Zustand ein, daß die Wahlversprechen bei ihrer Erfüllung eigentlich jene belasten, für deren Vorteil sie gedacht waren.
Dieser Punkt dürfte Mitte der 1970er Jahre überschritten worden sein.
Seither, und mich stören, daß seit diesem Zeitpunkt auch überwiegend Juristen, Soziologen, Literatur- und Politikwissenschafter die Inhalte linker Politik bestimmt haben, wurden zwar Forderungen aufgestellt und erfüllt, aber kaum wer hat lange Zeit nach den Kosten dieser Pläne gefragt.
Ein polnischer Staatschef, Jaruszelsky, hat einmal gesagt "Wie wollen Sie denn die Kredite eintreiben, ein Staat kann nicht in Konkurs gehen?"
Und genau das bringt die Sache auf den Punkt.
Viel zu lange haben die Europäer auf Kredit gelebt, die Staaten wie auch die Bürger.
Bei einem Bürger kann ein Außenstand eingetrieben werden.
Bei einem Staat kann durch die Handlungsweisen der Politiker entstandener Schaden nur durch eine Verteuerung der weiteren Kredite eingebracht werden, das führt dann zu einer Kostenspirale, die letztlich den Bürger und Steuerzahler trifft.
Das ist simples betriebswirtschaftliches bzw. volkswirtschaftliches Grundwissen, dazu brauche ich keine Verschwörungstheorien, in denen die Illuminati oder die Rockefellers nach der finanziellen Weltherrschaft greifen.
Da liegt auch keine solche Verschwörung zugrunde, sondern nur Finanzmathematik.
Das Problem kann auch nicht durch eine Revolution gelöst werden, sondern nur durch eine Änderung der Einnahmen- Ausgabenstruktur des Staates, der letztlich wir alle sind.
Also wäre eine realistische Einschätzung der Lage, vulgo Kassasturz, notwendig und die Frage, ob wir die staatlichen Leistungen wirklich alle brauchen?
Eine Änderung des Systems ist nicht im finanzmathematischen Bereich oder in der Kreditwirtschaft, die kann sogar zum Vorteil des Staates funktionieren, wie sich am Beispiel der UAE zeigt, notwendig, sondern es ist lediglich eine Änderung in der Denkweise des politischen Führung von einer romatisch geprägten Sozialillusion, wie sie leider sehr populär von der europäischen Linken geprägt wird, zu einem betriebswirtschaftlichen Managementzugang notwendig.
Klar ist es leichter, einem unbedarften Wähler einen Korb voller Goodies zu versprechen, als ein wirtschaftlich orientiertes Modell der Abdeckung der Grundbedürfnisse, aber das ist vielleicht auch Teil des Lernprozesses, der schön langsam zu greifen scheint.
Ich höre da immer wieder, daß, z.B., der Staat jemanden nicht mehr verdienen läßt.
Genau das ist die Barriere, die ich meine.
Diese Aussage stimmt nur für jene, die sich nicht aus ihrer Hängematte der sozialen Unterstützung durch den Staat erheben wollen.
Diese Unterstützungen bekommen ja nur jene, die nicht über eine bestimmte Größe hinaus verdienen.
Und solange diese Menge Personen nicht geringer wird, muß der Sozialstaat zwangsläufig in wirtschaftliche Probleme kommen.
Es wäre also hoch an der Zeit, sich von den liebgewonnenen staatlichen Leistungen, jeder der dies kann, zu verabschieden und zu beginnen sein eigenes Leben zu gestalten.
Dazu muß ich ja nicht gleicht auswandern, es reicht, eine Karriereplanung zu machen, die auch mal Überstunden und Fortbildung in Eigenverantwortung beinhält.
Das schafft auch eine Portion Unabhängigkeit gegenüber dem Staat.


Antwort
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