Ich gehöre nicht zu den Leuten, die den Klimawandel leugnen. Denn selbst wenn alle Wissenschaftler lügen würden und es ihn tatsächlich nicht gäbe, dann müsste es ihn demnächst geben, weil wir seit Jahrhunderten die Voraussetzungen dafür schaffen. Dies geschieht durch Abholzung (läuft im Prinzip seit dem Altertum) und Zerstörung der Humusschicht durch Kunstdünger und Sauerstoffeintrag in den Boden.
Siehe dazu:
[url] http://www.arge-ja.at/herunterladen/107_raggam_fehlmeinungen_klimawandel.pdf
[/url]
Wälder und Böden sind natürliche CO2-Speicher, aber – und das ist der Knackpunkt: Sie sind vor allem natürliche Wasserspeicher. Die Pflanzenwelt besitzt die Fähigkeit, mit Hilfe eines intakten Humussystems ebenso viel Wasser zu verdunsten wie die Meeresoberfläche. Das heißt, Pflanzen haben neben der Funktion der Photosynthese auch die Aufgabe, die Landflächen zu kühlen und so für ein ausgeglichenes Temperaturverhältnis zwischen Land- und Wasserflächen zu sorgen. Nur solange dieses Verhältnis ausgeglichen ist, kann der Mensch auf der Erde leben. Steigen die Temperaturen auf den Landflächen aufgrund von Entwaldung und Wüstenbildung zu stark an, kommt es zu unerträglichen Unwettern und Überschwemmungen und zu einem Anstieg der Meerestemperatur und in Folge zu dem, was uns aktuell als Klimawandel bekannt ist. Der Anstieg der Meerestemperatur kann dann auch ein Freiwerden des im Meeressediment gespeicherten Methans in die Atmosphäre zur Folge haben. Methan weist den 35fachen Treibhauseffekt im Vergleich zu CO2 auf, und leider hat dieser Prozess bereits begonnen. Es wird außerdem befürchtet, dass der Anstieg der Wassertemperaturen zu einem Abbrechen des Golfstroms und dem vorzeitigen Auftreten einer Eiszeit auf der nördlichen Erdhalbkugel führen könnte.
In Kopenhagen wird verhandelt, als seien all diese Gefahren nicht bekannt. Der Aufforstung und Wüstenbekämpfung wird gar kein Platz eingeräumt. Es geht ausschließlich um ein Abmindern des weltweiten CO2-Ausstoßes. So kommt es dann zu solch bizarren Auswüchsen, dass ausgerechnet Brasilien, dessen Urwald jährlich durch Abholzung und Brandrodung um 1,8 Millionen ha reduziert wird, die Nummer 1 auf der Hitliste des „Klimaschutzes“ ist. So etwas kann passieren, wenn eine solche Hitliste ausschließlich nach der Minderung des industriellen CO2-Ausstoßes und der Anwendung erneuerbarer Energieerzeugung fragt. Das heißt konkret, dass eines der Länder, durch dessen Abholzungsmaßnahmen das Klima besonders bedroht ist, sich quasi als Vorreiter im Klimaschutz feiern lässt.
Toll!!
Nun könnte sich ja unsere Hoffnung auf unsere eifrigen Umweltaktivisten richten. Aber leider auch da nur tote Hose!
Über 60 der größten Umweltschutzorganisationen haben sich in Bezug auf ihre Klimaschutzziele dem unter Federführung von WWF und Greenpeace im Jahre 2001 in Marrakesch gegründeten „Gold Standard“ angeschlossen. Diese in der Schweiz ansässige Organisation zertifiziert CO2-Emissions-Ausgleichsprojekte. Gibt man auf der Website der Organisation den Suchbegriff „Reforestration“ oder „Desertification“ ein, erzielt man allerdings null Treffer. Warum? Weil das Thema Aufforstung oder Wüstenbekämpfung im Vokabular dieser Organisationen offensichtlich keinen Platz hat.
Es kommt aber noch schlimmer:
Der WWF Deutschland erläutert in einem Positionspapier, warum Aufforstung als Klimaschutzmaßnahme abzulehnen ist:
[b]1. Wälder können wieder abbrennen.[/b]
Äh ja, alles kann prinzipiell irgendwie und irgendwann vernichtet werden – durch Feuer, durch Erdbeben, durch Überschwemmungen, durch Krieg. Ich habe noch nie davon gehört, dass man vom Bau von Solarkraftwerken abgeraten hätte, nur weil diese nicht unzerstörbar sind…
[b]2. Es gäbe angeblich keine Zertifizierung für Aufforstungsprojekte, durch die die Einhaltung der dauerhaften CO2-Speicherung ausreichend gesichert werden könne. Man müsse erstmal zusätzlich zum „Gold Standard“ einen „Green Standard“ entwickeln. [/b]
Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Es gibt selbstverständlich geeignete Zertifikate, nur dass diese im Rahmen der allgemeinen Forstwirtschaft und nicht unter Federführung von WWF und Greenpeace entstanden sind, siehe dazu
[url] http://deutschland.fsc-products.org/search/entities.php?lang=de&country=DE
[/url]
und
[url] http://de.wikipedia.org/wiki/Programme_for_Endorsement_of_Forest_Certification_Schemes [/url]
Und nun kommt noch etwas ganz besonders Erstaunliches:
In Deutschland haben sich mehr als 100 Nichtregierungsorganisationen in der „Klima-Allianz“ zusammengeschlossen. Die Hauptforderung dieses Verbands besteht darin, die Industrienationen aufzufordern, ihre CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren und Ausgleichszahlungen an die vom Klimawandel am stärksten betroffenen Länder, nämlich die Entwicklungsländer zu leisten, das heißt, teilweise soll der CO2-Ausstoß durch CO2-neutrale Energieprojekte in diesen Ländern kompensiert werden. Man nennt dies gemeinhin „den eigenen CO2-Ausstoß klimaneutral stellen“. Das hört sich gut an. Es ist auch gar nicht so schlecht (als [b]eine[/b] Maßnahme unter vielen). Aber würde man dann nicht von den Organisationen, die diese Forderung mit lautstarken Demonstrationen in Kopenhagen bekräftigen, erwarten dürfen, dass sie ihren [b]eigenen[/b] CO2-Ausstoß auch „klimaneutral stellen“?
Das darf man durchaus erwarten. Aber das tun sie leider nicht.
Dies ist denn auch der Grund, warum solch vorbildliche Klimaschutzorganisationen wie der Düsseldorfer Verein PrimaKlima-weltweit ihre Mitgliedschaft in der „Klima-Allianz“ aufgekündigt haben. Siehe dazu
[url] http://www.prima-klima-weltweit.de/klimaschutz/nachrichten-meinungen.php?aktuelles=aktuelles_1#frage_1 [/url]
Vielleicht versteht Ihr, warum ich diesen „Klimagipfel“ als kurios bezeichne, denn mit echtem Klimaschutz hat das Theater sowohl hinter als auch vor den Türen der Veranstaltung rein gar nichts zu tun. Das heißt, wenn die so weitermachen, braucht auch niemand traurig zu sein, wenn der Gipfel scheitert. Denn der war schon gescheitert, bevor er überhaupt angefangen hatte.
Liebe Grüße
Anait
Wäre es da nicht noch vieeel sinnvoller, den Wasserdampf in der Luft zu reduzieren?
Wasserdampf hat nämlich die unangenehme Eigenschaft zu kondensieren (das ergibt dann Regen und Schnee). Bei CO2 und Methan ist das nicht der Fall.
Aus diesem Grund sind CO2 und Methan auch nicht mehr klimawirksam, wenn sie oberhalb oberhalb einer bestimmten Konzentration in der Luft vorhanden sind. Bei CO2 liegt diese Grenze bei rund 10 ppm und seitdem wir diese Grenze überschritten haben, ist CO2 bereits nicht mehr weiter wirksam.
Das kann man auch gut auf der Venus sehen. 95% CO2 haben wir dort und dennoch genau dieselben Temperaturen wie hier auf der Erde bei vergleichbaren Umständen (Gesamtdruck). Obwohl die CO2 Konzentration 2500 Mal höher ist wie bei uns.
Außerdem sollte man als Klimahysteriker endlich einmal zur Kenntnisnehmen, daß die Erwärmung ursächlich für den CO2 Anstieg ist und nicht der CO2 Anstieg ursächlich für die Erwärmung. Das geht eindeutig aus entsprechenden Messungen des vergangenen Klimas hervor.
Nur Alogiker können diesen Zusammenhang nicht erkennen und phantasieren sich irgendwelche Gründe zusammen, weshalb diese feststehende und widerlegende Tatsache dennoch "beweisend" sein soll.
Tja, dass in Kopenhagen was wirklich Handefestes bei rumkommt, haben wir wohl alle nicht erwartet. Immerhin, noch ist die Konferenz nicht vorbei.
Wobei sich mir persönlich da mal wieder die Frage stellt, wieso sich alle Verschwörungstheorien gegen den Klimawandel und nicht gegen die Lobbyistengruppen richten, die im Hintergrund gegen die Reduktionsgesetze ankämpfen.
Grüße
paule schrieb:
Wäre es da nicht noch vieeel sinnvoller, den Wasserdampf in der Luft zu reduzieren?Wasserdampf hat nämlich die unangenehme Eigenschaft zu kondensieren (das ergibt dann Regen und Schnee). Bei CO2 und Methan ist das nicht der Fall.
Aus diesem Grund sind CO2 und Methan auch nicht mehr klimawirksam, wenn sie oberhalb oberhalb einer bestimmten Konzentration in der Luft vorhanden sind. Bei CO2 liegt diese Grenze bei rund 10 ppm und seitdem wir diese Grenze überschritten haben, ist CO2 bereits nicht mehr weiter wirksam.
Das kann man auch gut auf der Venus sehen. 95% CO2 haben wir dort und dennoch genau dieselben Temperaturen wie hier auf der Erde bei vergleichbaren Umständen (Gesamtdruck). Obwohl die CO2 Konzentration 2500 Mal höher ist wie bei uns.
Außerdem sollte man als Klimahysteriker endlich einmal zur Kenntnisnehmen, daß die Erwärmung ursächlich für den CO2 Anstieg ist und nicht der CO2 Anstieg ursächlich für die Erwärmung. Das geht eindeutig aus entsprechenden Messungen des vergangenen Klimas hervor.
Nur Alogiker können diesen Zusammenhang nicht erkennen und phantasieren sich irgendwelche Gründe zusammen, weshalb diese feststehende und widerlegende Tatsache dennoch "beweisend" sein soll.
Meinst du mich mit Klimahysteriker und Alogiker?
Also, ich fühle mich gar nicht so hysterisch und aloggisch! Aber das könnte durchaus passieren, wenn mich jemand zwingen würde, auf der Venus zu leben, weil sooo sturmfest und erdverwachsen bin ich nun auch wieder nicht, dass ich das dort aushalten könnte mit den Windgeschwindigkeiten, egal wie angenehm die Temperaturen auch sein mögen.
[url] http://www.astronomie.de/sonnensystem/venus/atmv.htm [/url]
Kleiner Tipp:
Lies doch das nächste Mal etwas genauer, was ich schreibe. Hab ich geschrieben, dass es zu heiß zum Leben wird? Oder dass mir zu heiß ist?
Noch´n kleiner Tipp:
Beschäftige Dich doch mal mit der Funktion der Mikroorganismen im Boden, und dann mit den Problemen, die entstehen, wenn deren Bestand auf 10 % des Normalzustands von Dauerhumus absinkt.
Darüber und über die Negativfolgen wusste ich schon Bescheid, als noch kein Schwein von Erderwärmung geredet hat.
Liebe Grüße
Anait