Hmpf eigentlich war das schon eine Region, wo immer neue Grenzen gezogen worden. An und für sich, ist die "westliche" Welt gerade dabei die von den Tommys anno dazumal festgezogenen Linien zu erhalten, um den Einfluss der Verhandlungspartner bezogen auf die Bodenschätze mit so vielen Interessengruppen wie möglich zu haben. Weil ein "Groß"-Reich in diesem Gebiet eben ein sehr starker Verhandlungsgegner wäre der die Rohstoffe nicht so einfach hergibt, wie wenn man dort Kleinstaaterei hat, die man gegenseitig ausboten kann.
Zu suchen hat Deutschland dort nix, außer wenn man mal davon absieht, dass wir wohl die einzigen waren die dort unten angefangen haben Infrastruktur zu schaffen.
Das Kalifat ist ja nun nix neues in dem Bereich, nur dass die unterschiedlichsten Gruppen sich berufen fühlen es zu errichten und dabei auch noch gern sich gegenseitig Morden, wegen ihrer Auslegung der Religion ist halt nen wenig neu.
Warum mischen sich wohl die Regierungen der Chinesen oder der Schweiz dort nicht ein? Ganz einfach: weil es sie nix angeht!
Der Grund ist viel einfacher: Deutschland ist tributpflichtiger Vasall des Imperium Americanum und muß deshalb Geld, Waffen und Truppen stellen für die Feldzüge der Imperatoren.
Auch am Hindukusch, am Horn von Afrika und sonstwo.
Und richtig, divide et impera, mit vielen schwachen Klein- und Mittelstaaten kann man leichter nach eigenem Gutdünken umspringen als mit einer größeren + stärkeren Regionalmacht.
Gruß
Bergamr
Die deutsche Bundesregierung dürfte sich dessen auch sehr wohl bewusst sein.
Denke, aktuell wird dort relativ klug gehandelt.
Eigentlich geht es dem deutschen Volk (auch als Vasallenstaat) doch recht gut, oder nicht? ...anderen geht es viel schlechter. Wir leben sozusagen in einer schicken Seifenblase.
Das ist limitierte Freiheit, okay. Wer das nicht will, muss ein ganz neues Konzept vorlegen... oder woanders sein Glück suchen.
Zur militärischen Allmacht der USA: könnte es sein, dass hinter diesem Golem noch jemand anderes steht, der ihn zu lenken versucht? ...dieser Golem jedoch sich nicht weiter lenken lassen will??
Die deutsche Bundesregierung dürfte sich dessen auch sehr wohl bewusst sein.
Denke, aktuell wird dort relativ klug gehandelt.
Wenn die "Kanzlerakte" den Tatsachen entspricht, wäre diese Aussage nicht haltbar - und da halte ich es mit Egon Bahr. So unvernünftig wohl sein politisches Tun war, muss man wohl dann doch die Äußerung anerkennen.
Das ist limitierte Freiheit, okay. Wer das nicht will, muss ein ganz neues Konzept vorlegen... oder woanders sein Glück suchen.
Staat ist immer limitierte Freiheit. - Geschichtlich gesehen lief das schon mal anders und besser, weshalb ich dem gesagten von Bergamr: [i]"Und richtig, divide et impera, mit vielen schwachen Klein- und Mittelstaaten kann man leichter nach eigenem Gutdünken umspringen als mit einer größeren + stärkeren Regionalmacht."[/i] nicht zustimmen kann. Allein die Widersetzung gegen Rom zeigt, dass "frei Menschen" selbst vom größten Imperium bedroht kein Staat brauchen, um zu Leben und dieses abzuwehren.
Zur militärischen Allmacht der USA
Die USA sind nur deshalb militärisch aktiv um unablässig ihre militiärische Stärke unter Beweis zu stellen. Würden sie es nicht und eben Geschlagen sein (wobei das zugeben aus innen heraus kommen muss) würde ihr Einfluss und damit das Finazsystem inklussive der Wucherungen zusammenbrechen und die Kontrolle der Machtausübenden verlustig gehen. Und eben weil eine Schwäche in der Durchsetzung genau diesen Kontrollverlust darstellen würde, müssen die USA unablässig unter beweis stellen, dass sie überall ihre vermeintlichen Interessen durchsetzen können (allerdings dürfte hier dann auch klar zu trennen sein zwischen der Machtelite+ Finanzkomplex + mil/indu. Komplex vs. dem US Amerikaner). Nochmal kurz in erringerung gerufen. Es wurde als Konförderation geründet, hat sich aber in ein zentralistisches Vereinigungsgebilde verwandelt. Das sollte auch stets getrennt werden. Den Konförderationen sind die einzigen gebilde die von unten nach oben Instituionalisieren. Beispiel Schweiz und die Kantone. Oder die Polis der Griechen. Und nur solche Gebilde liefern eine Gemeinschaftsbasis, die langfristig Tragfähig ist. Alle anderen machtzentralisierten Gebilde sind nie satt und erweitern sich bis sie in sich selbst zerfallen, da sie die Bedürfnisse der Gemeinschaftsmitglieder nicht decken können.
So das führte zwar jetzt von ISIL weg, aber an sich ist es auch dicht dran. Weil ein Kalifat auch nur eine zentralistische Staatsorganisation darstellt. Und mit der Umma sowie ihrem sozialistischen Habitus die Gebietsverwaltung dann zentralistisch planwirtschaftlich läuft. - Also entgegen aller Freiheit des Einzelnen steht. Im übrigen fühlen sich ne Menge so genannter Linke davon angezogen, nachdem das Sozialismus-Projekt aus der SU heraus gescheitert ist. Sollten die Anhänger von ISIL erfolg haben, wird also da unten ein Mischung aus SU und Imperium entstehen. - Mich wundert nur das man hier im westen so wenig vom Streit um den Platz des Kalifen vernimmt.
Ich verweise gern auch mal auf das hier: http://www.cicero.de/berliner-republik/streitgespraech-hamed-abdel-samad-vs-lamya-kaddor-kein-islam-ohne-islamismus/58344
Mit einem kleinen Zusatz, auf Seite 1 zur Frage: [b]Aber warum geschieht dieses eigenständige Nachdenken so selten? Gegenwärtig gewinnen weltweit jene Kräfte an Einfluss, die den Koran wörtlich und sehr rigide auslegen.[/b] kommt die Aussage von Kaddor: "[i]Natürlich gibt es diese Auswüchse, und diese zu bekämpfen, ist ein Anliegen aller gesellschaftlichen Akteure. Wir tun uns aber keinen Gefallen, wenn wir die islamophobe Karte spielen und jede Fehlentwicklung dem Islam anlasten. Leider unterscheidest auch du nicht zwischen Islam und Islamismus.[/i]" ist sich selbst Rückbezüglich auf das von Abdel-Samad gesagt: [i]"Es gibt einen Vers im Koran, der besagt: Wenn zwei Gemeinschaften unter euch gegeneinander kämpfen, dann kämpft gegen diejenige, die ungerecht ist, bis sie umkehrt."[/i] oder kurz gesagt eine Infragestellung/Abweichung von der Fundamentalistischen Auslegung ist eine Erschaffung einer zweiten Gemeinschaft in der Gemeinschaft und muss bekämpft werden. Eine Trennung in Islam und Islamisten ist die Erschaffung einer zweiten Gemeinschaft und muss bekämpft werden. Es gibt nur die Umma. Und Abdel-Samad sagt es: [i]"Nur der Islam aber tritt mit dem Anspruch auf, er sei das letzte und endgültige Wort Gottes."[/i] - Das läßt sich nicht unterschlagen. Und wer es tut und aus dem Koran eben nur mit Filter wahrnimmt/lebt, der ist erneut in der Zwickmühle des zuvor geschriebenen - Es darf keine zwei Gemeinschaften geben. (NWOler und Sozialisten lieben das!)
Im übrigen sollte man sich selbst mal die Frage stellen was eine Religion ist ohne Fundamentalisten? Und daraus ergibt sich die Sinnfrage einer Relegion. Ist die Relegion dann noch [b]die[/b] Relegion oder was hat es dann? - Und genau hier sind wir am Ausgangspunkt meiner Betrachtung auch zu den wahren Christen vs. Katholiken und die anderen Splittergruppen. Ich für meinen Teil habe die Antwort gefunden. Den ich halte es für abwägig, das Jemand eine Beschreibung bekommt mit einer spezifischen Bedeutung, obwohl derjenige Mensch gar nicht mehr den Inhalt der Beudeutung ausfüllt sondern eben etwas anderes ist. Solche Verwirrung und Begriffsschluderei durch Bedeutungsverleugnung ist für mich nicht annehmbar.
Das mit der Kanzlerakte ist ja nur ein Symbol, ob sie tatsächlich existent ist oder nicht, spielt keine Rolle. Fakt ist, Deutschland ist besetzt und die 'BRD' ist nicht souverän, sondern ein Konstrukt zur Verwaltung des besetzten Gebietes. Ob die Hundeleine kurz oder lang ist, der Hund bleibt angeleint.
Die Aussage, das jeder Staat limitierte Freiheit bedeutet, ist absolut korrekt. Allerdings nicht hilfreich im Detail, da dadurch keine graduellen Unterschiede darstellbar sind. Und die hat ja kernspecht angesprochen. Wobei wir uns eigentlich zuerst über den Begriff 'Freiheit' unterhalten müssten, die Freiheit der westlichen Wertegemeinschaft bedeutet ja im Grunde nur den fast unbegrenzten Zugriff auf Konsumgüter. Von der Freiheit 'Mensch-zu-sein' ist das nach meinem Empfinden meilenweit entfernt und etwas völlig anderes.
Den Einwand mit Rom verstehe ich im Zusammenhang mit 'divide et impera' nicht. Welche 'frei Menschen' meinst Du, hätten sich erfolgreich gegen Rom widersetzt? Die sog. Germanen?
Der Gedanke mit dem 'Golem' USA als Vehikel für hintergründige Interessen trifft m.E. vollumfänglich zu, und ganz sicher muß zwischen Joe Sixpack und der Ostküsten-Machtelite unterschieden werden.
ISIL aus dem Islam heraus erklären zu wollen, ist viel zu einfach gedacht. ISIL ist nur der neue Name von AlKaida ist nur der neue Name von CIA-Operation. Alter Wein in neuen Schläuchen. Nützliche verführbare Idioten zur Destabilisierung der Region. Und perfekt geeignet, um via Medien den Menschen rund um den Globus den 'Angst-Porno 2014' zu liefern. Das wurde schon von Orwell in '1984' beschrieben, endlose Kriege irgendwo gegen irgendjemand. Nicht falsch verstehen, natürlich fließt im Nahen Osten reales Blut, schreckliche Dinge geschehen, aber wie das gesteuert wird und uns 'verkauft' wird, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Und ist vorallem gewollt und gesteuert.
Womit wir bei der Religion an sich sind: immer ein willentliches Steuerinstrument der Macht, egal wie sie sich nennt und um welche Götter es geht. Das der Islam in unserer Zeit sich am agressivsten gebärdet, heißt nichts. Das Christentum war auch mal anders drauf. Ist halt alles auch nur ne 'Golem'-Verpackung. Wir müssen Schleier lüften und dahinter sehen.
Wotan zum Gruß ;D
Bergamr