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[Geschlossen] Goldpreis

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(@nachtschatt3n-2)
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Aktien funktionieren nicht wie Rohstoffe, Rohstoffe unterliegen Naturgesetzen, Aktien sind Gedankenspiele, Phantasieprodukte oder auch Hirngespinste.
Das Ende der Goldrally wäre die Erkenntnis, das eine Goldader, an die ich so nicht rankomme genau den gleichen Wert hat, wie Gold in einem Banktresor, an den ich auch nicht rankomme.
Man kann eine tolle Industrie drumherumhäkeln, die einen machen Löcher in die Erde, die anderen bauen Banktresore und der Rest poliert die Steine glatt.
Auf der Erkenntnis aufbauend könnte man davon ausgehen, das ein steigender Goldpreis mit der Verblödung der Weltbevölkerung zusammenhängt.
Also sind wir aufnem guten Weg 🙂
Irgendwo hat es Hirn geregnet.
Die Asia Bamboo Ag hat offiziell angekündigt, Ihre Bauern bezahlen zu wollen, jemand Bock auf ne kleine Wette, das bald deren Kurs steigt?


Beiträge: 1293
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(@arkas-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Theoretisch ja, aber die Mechanismen die an der Börse den Handel steuern bzw. die "Gesetze" an die sich die meisten halten gelten für Aktien wie für Rohstoffe.

Sicher, wenn man plötzlich irgendwo ganz viel Gold finden würde, dann würde das den Preis auch nach unten drücken, aber die Bewegungen der letzten paar Jahre haben mit solchen Ereignissen recht wenig zu tun. Zumindest beim Gold, bei anderen Rohstoffen ist das teilweise anders.

Aktien sind keine Phantasieprodukte sondern Anteile an Unternehmen, also an real vorhandenen Werten und damit zumindest "irgendetwas". Ob der gerade aktuelle Preis zu diesen vorhandenen Werten passt muss sich jeder fragen, der Aktien kaufen oder verkaufen will.

Währungen wie Euro oder Dollar, die durch nichts gedeckt sind, sind tatsächlich reine Phantasieprodukte, egal ob als bedrucktes Papier oder nur digital. Solche Währungen sind der Willkür von Politikern ausgesetzt, die nur einen Knopf drücken müssen, damit von diesem Dreck immer mehr in Umlauf kommt.

Leider verstehen nur die wenigstens Menschen wie das alles wirklich funktioniert. Kein Mensch käme bspw. auf die Idee einen 50 Euro-Schein anzuzünden. Aber tausende von Euros auf Sparbüchern, Lebensversicherungen oder in sonstigen Schrottanlagen zu haben, die weniger Zinsen bringen als die offizielle Inflation auffrisst (von der realen Inflation ganz zu schweigen), das finden alle total normal.  ;D


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(@thagirion)
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Beigetreten: Vor 15 Jahren

Aktien sind keine Phantasieprodukte sondern Anteile an Unternehmen, also an real vorhandenen Werten und damit zumindest "irgendetwas". Ob der gerade aktuelle Preis zu diesen vorhandenen Werten passt muss sich jeder fragen, der Aktien kaufen oder verkaufen will.

Zumindest sollte es ursprünglich mal so sein, aber die Grenze ist inzwischen derart unscharf und fließend geworden, dass sie oft kaum noch auszumachen ist. Ein großer Teil der heutigen Wirtschaft ist völlig immateriell und magisch; es gibt Unternehmen, die davon leben, virtuelle Spielwelten zu betreiben, Dienstleistungen für Dienstleister von Dienstleistern zu erbringen, bei denen selbst am Ende der ganzen Kette nichts Materielles mehr steht, ganz zu schweigen von denjenigen, die allein davon leben, Geld über den Globus zu bewegen - natürlich auch nur in Form von Zahlen.
Sicher, das alles hat dadurch eine gewisse Erdung, dass irgendwie Geld damit verdient wird und Menschen ganz materiell davon leben können - genau dasselbe gilt allerdings auch für jede (größere) Religionsgemeinschaft, die zumindest ihre Priesterschaft ernährt. Glaube und Magie - das ist der Level, auf dem sich die heutige Wirtschaft bewegt.
Aber auch beim Rohstoffhandel würde ich längst nicht mehr von einer materiellen Basis ausgehen. Wieviel Öl oder Gold wird eigentlich gehandelt, das erst noch gefördert werden muss? (Das war jetzt keine rhetorische Frage, sondern ich weiß es wirklich nicht, aber ich vermute mal, dass es nicht wenig ist.)


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(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Ich hatte es irgendwann vor Monaten mal hier angekündigt, daß meiner Ansicht nach der Goldpreis in den Keller gehen wird. Wie Immobilien, Energieunternehmen, die Lebensmittelindustrie u.s.w. auch, stellt Gold einen Vorteil dar wenn der vieldiskutierte Reset-Knopf gedrückt wird. Diese Werte wandern daher vorher in die "richtigen" Hände. Damit läßt sich der neue Durchgang dann wieder mit den gleichen, bereits beim Start bestehenden Vorteilen beginnen mit dem jeder vorangegangene Durchgang auch schon.

Und weil das so ist, wird er auch genau so wieder enden.

Was nun Aktien angeht, ist ihre ursprüngliche Idee einfach großartig. Aktiengesellschaften ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Beteiligung am Unternehmen wobei das Risiko auf die Einlage begrenzt ist.

Leider wurden Aktiengesellschaften aber schon immer mit zweierlei Maß gemessen. Während das Gros der Unternehmen sowas von unbekannt ist, nutzen andere Unternehmen die Möglichkeit der Aktiengesellschaft als Werbequelle und als Möglichkeit, sich Vorteile unter den Unternehmen zu verschaffen.

Gleichzeitig dienen Aktien eigentlich so gut wie gar nicht dazu, sich an einem Unternehmen zu beteiligen, sondern stellen einen ganz eigenen, ständig schwankenden Wert dar dessen Differenz es in den Augen der allermeisten Kleinaktionäre auszuschöpfen gilt.

Denn würde es um Unternehmensbeteiligungen gehen, dann würde man Aktien von kleinen, unbekannten Unternehmen kaufen und darauf hoffen, daß diese im Laufe der zeit wachsen, wodurch auch der Wert der Unternehmensanteile wachsen würde. Man würde die Gewinne so lange reinvestieren bis man einen so großen Anteil am Unternehmen hat, daß man davon leben kann.

Das ist aber gar nicht vorgesehen. Den meisten Kleinaktionären sind 99% aller Aktiengesellschaften gar nicht bekannt. Oder kennt hier jemand die EBS AG oder die Exuweg AG?

Man wird gehalten, sich mit winzigen Prozentsätzen an den einschlägigen, sogenannten "Börsennotierten" Unternehmen, wie Deutsche Bank, Siemens blabla zu beteiligen wobei man weder den Überblick über den realen Erfolg noch einen direkten Nutzen davon hat.
Relevant ist hier einzig die Differenz zwischen Aktienkauf und Aktienverkauf. Die Dividende, der eigentlich Grund für eine Firmenbeteiligung, spielt hier fast gar keine Rolle. Viele Unternehmen zahlen sie gar nicht.

Wer mit Aktien handelt, sollte folgendes wissen:

Man verschafft schlechten Unternehmen einen uneinholbaren Vorteil vor vielen guten Unternehmen, untergräbt damit die freie Wirtschaft und sorgt dafür, daß am Ende alle zahlen müssen.
Man beteiligt sich an einem perfiden System, das von einigen Wenigen ganz leicht steuerbar ist. Man spielt Rädchen in einem Getriebe und ist jederzeit austauschbar.


Beiträge: 1293
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(@arkas-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

@ Thagirion

Das ist richtig, letztendlich geht es nur darum, ob ein Unternehmen sein "Produkt" gut verkaufen kann. Das kann total unnützer Schwachsinn sein, solange Leute dafür zahlen gibt es Gewinne und Dividende und Aktienkurs steigen. Versagt das Unternehmen ist das Gegenteil der Fall. Insofern sind Aktien nicht total virtuell sondern haben eine Rückbindung zur Realität die sie irgendwann immer einholt.

Es wird sehr viel "Papiergold" gehandelt. Der aktuelle Absturz wurde nur durch solchen Papierhandel herbeigeführt. Wenn alle Leute, die auf dem Papier Anspruch auf echtes Gold haben, dieses einfordern würden (teilweise möglich), dann wäre das Spiel morgen zuende.

@ Erutan

Man verschafft schlechten Unternehmen einen uneinholbaren Vorteil vor vielen guten Unternehmen, untergräbt damit die freie Wirtschaft und sorgt dafür, daß am Ende alle zahlen müssen.

Der freie Markt kann nur durch Zwang wirklich dauerhaft untergraben werden, nicht durch freie Entscheidungen, auch nicht wenn diese falsch sind. Mit Formulierungen wie "ursprüngliche Idee einfach großartig" habe ich ehrlich gesagt meine Probleme weil das wieder so nach perfektem System klingt, in dem das System selbst dafür sorgt, dass auch ja keiner was falsch macht. Sowas kann es meiner Meinung nach nicht geben.

[Es wird immer Leute geben die schwere wirtschaftliche Fehler begehen. In der freien Marktwirtschaft tragen sie dann selbst den Schaden, verlieren also ihr Geld. In unserem System ist das nicht der Fall, bzw. nur mit sehr grossen Einschränkungen. Bei uns herrscht ein Feudal-Sozialismus, in dem die reichen und mächtigen ihre Pfründe um jeden Preis behalten dürfen, die ganz armen ohne wenn und aber durchgefüttert werden und alle in der Mitte zahlen und das Maul halten dürfen.]

Niemand ist gezwungen, Aktien grosser und schlechter Unternehmen zu kaufen, warum sollten am Ende alle zahlen müssen? Einfach weil bessere Unternehmen nicht hoch kommen und uns damit die Chance auf bessere und billigere Produkte verloren geht?

Ok, kann sein, aber funktioniert ja nicht ewig so. Siehe bspw. die Solarenergie Unternehmen. Im Aktienindex TecDax stieg deren Anteil am Kapital gemessen von 2004 bis 2007 von 0% auf 30%, heute ist bloß noch ein Solarenergieunternehmen in diesem Index, viele flogen raus weil es mit ihnen bergab ging. Warum? Der Solarhype wurde vor allem durch staatliche Subventionen getrieben, 2001 mussten die Stromkonzerne den Photovoltaikanlagenbesitzern noch 50,6 Cent/kWh für die Einspeisung bezahlen, Ende des Jahres 2013 werden es noch etwa 12 Cent/kWh sein. Dieser staatliche Zwang hat den Strompreis nach oben getrieben und bei den betroffenenen Unternehmen letztendlich für grosse Verwerfungen gesorgt, da gibt es Kleinunternehmen die von der Spitze von 300 Beschäftigten auf 20 runtergegangen sind.

Back to Gold

Warum ist Gold eigentlich immer wieder Thema? Gold ist Geld. Das gilt seit wahrscheinlich 5.000 Jahren und trotz all dem schöne-neue-Welt-Gelaber ist diese Überzeugung bei der Mehrheit der Weltbevölkerung noch tief verwurzelt. Sehr häufig, wenn Reichtum bildlich dargestellt werden soll sieht man nicht etwa einen Kontoauszug mit vielen Nullen sondern einen Haufen Goldmünzen oder Barren.

Das macht auch Sinn, und zwar deshalb, weil Gold knapp ist. Man kann es zwar "finden" aber nicht selbst in beliebiger Menge herstellen, im Gegensatz zu Papierwährungen die der Manipulation durch Regierungen ausgesetzt sind. Aus dieser Knappheit ergibt sich eine hohe Wertdichte, das heißt man kann sehr viel Kaufkraft in etwas mit wenig Gewicht und Volumen speichern. Gold ist an sich zu nichts nutze, ausser zu Schmuck und ein paar industrielle Anwendungen. Insofern ist ein Stück Brot mehr "wert", denn essen muss man immer. Aber Brot vergammelt und hat eine geringe Wertdichte, man kann nicht einen LKW voll Brot mitschleppen wenn man etwas anderes damit "kaufen" will.

Gold kann man dagegen schon mit sich herumtragen. 95-99% der Weltbevölkerung könnten vermutlich ihr komplettes Vermögen jederzeit in Gold mit sich herumtragen. 31,1 Gramm sind derzeit 1075 Euro.

Unser jetziges Finanz- und Währungssystem ist von Manipulation und Lügen geprägt, wie genau das alles funktioniert versteht kaum einer, aber immer mehr Leute haben zumindest das Gefühl, dass das so nicht ewig funktionieren kann oder dass es zumindest nicht "richtig" ist, ein solches System zu verwenden.

Man beteiligt sich an einem perfiden System, das von einigen Wenigen ganz leicht steuerbar ist. Man spielt Rädchen in einem Getriebe und ist jederzeit austauschbar.

(@ Erutan: Hast Du zwar Aktien gemeint, passt aber grad so gut  ;))

Man kann aus diesem System nur bedingt aussteigen. Jeder braucht ein Girokonto, jeder muss irgendwie Steuern zahlen usw.. Aber niemand muss sein Geld so verwenden, wie die Regierungen (oder wer auch immer) es gerne hätte. Jeder Euro den man in der Tasche oder auf dem Konto hat und nicht ausgibt trägt die Aussage in sich, dass man der Regierung und dem System vertraut. Wer dieser Überzeugung ist darf seine Euros gerne behalten.

Zudem dürfte es wohl klar sein, dass am Ende dieser aktuellen Entwicklung ganz sicher nicht die Masse der Menschen profitieren wird, die einen Haufen Euros in Bar zu Hause oder auf dem Bankkonto hat. Warum nicht? Ganz einfach, alleine schon deshalb nicht, weil das eben die Masse der ("einfachen") Menschen sein wird, natürlich müssen die "bezahlen", wer sonst?. Es wird nicht so sein, dass man am Tag 1 nach dem "Crash" wie auch immer der aussieht, mit 1000 Euro auf dem Girokonto ein Haus und mit 10 Euro in der Tasche Lebensmittel für einen Monat kaufen kann.

Wer dem System also nicht mehr vertraut, der muss sein Geld in etwas werthaltiges umtauschen, also Dinge die real vorhanden sind und die auch immer irgendwie gebraucht werden. Wer etwas mehr Geld hat kann sich nun zwar eine Lagerhalle mieten und mit irgendwelchen Waren vollstopfen, Haushaltsartikel, Stahlwaren usw., die sicher auch in Zukunft noch was wert sind, aber das scheitert in der Regel am Platz und der Organisierbarkeit. Daher bleibt für viele (einigermassen vermögende) am Ende nur Gold.

Abgesehen davon betrachten ja selbst die Massenmedien Gold als Krisenindikator, steigt der Preis dann schreiben alle, dass das am mangelnden Vertrauen in Währungen, Staatsanleihen, Politiker usw. liegt, also am mangelnden Vertrauen ins System. Ein steigender Preis zeigt also den nahenden Systemtod an und führt ihn gleichzeitig herbei.


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