Zum Schluss eines Jahres wird ja immer Bilanz gezogen. Hier ist meine ganz
persönliche Bilanz, welche Ausdrücke ich nicht mehr hören möchte verbunden
mit der frage, welche ausdrücke die Forumsteilnehmer nicht mehr hören
können:
1. "...ein Stück weit..." (besonders gerne von Renate Künast und den
Grünen benutzt)
2. "...absolut..." (besonders in der Häufigkeit auffällig bei Bastian
Pastefka)
3. "...nicht wirklich..." (besonders auffällig benutzt in der zweiten
Staffel von den Kandidaten von "Deutschland sucht den Superstar")
allein dieses "...ein stück weit..." oder "...dem kann ich ein Stück weit
folgen..." aber bis wohin, wo ist die Grenze und aus wie vielen stücken
besteht diese Sache? Das ist wieder diese völlig unkonkrete
Politikersprache, so nach dem Motto: mein gegenüber hat ja ein wenig recht
aber der grossteil davon ist bei uns. Dieses "... ein stück weit..." ist so
schwammig, so puddingmäßig, bäh. Das wird doch nur gesagt, damit man
hinterher sagen kann "ja, ich war ja dagegen" oder "ja, ich war dafür". Bloß
keine Festlegung, niemand verprellen, du hast recht, ich hab recht. Das ist
diese "win win Strategie" die einem immer in Fortbildungsseminaren verkauft
wird. Keiner soll mehr verlieren, politisch korrekt soll jeder gewinnen, es
ist zum kotzen. Ich habe mal auf einer Fortbildungsveranstaltung gewagt zu
sagen, dass ich ja in einer Diskussion gewinnen will und den anderen von
meiner Meinung überzeugen will und das es ganz natürlich ist, dass in einer
Diskussion jemand die besseren Argumente hat und dieser der Gewinner ist und
der andere der Verlierer. Da wurde ich ja mit großen Augen angestaunt und
gefragt, wie sich denn der andere dabei fühlt und so weiter, schlimm...
das genaue Gegenteil ist das Wort "absolut". Dies duldet keinen
Wiederspruch. Wenn man oder die Politiker jede Diskussion im keim ersticken
wollen, fangen sie jede antwort auf eine frage mit "absolut" an.
Erstaunlich, wenn es um die eigenen Pfründe geht, wird kein Wiederspruch
geduldet...
und zum guten Schluss: "... nicht wirklich...". besonders auffällig bei
Jugendsendungen. Wenn eine frage gestellt wird, beginnt die antwort mit
"...nicht wirklich...". ja was denn? Irreal, unwirklich, nicht wahr??
Was ich nicht mehr hören will ist die Stimme von Daniel K. und Schlagzeilen von Menschen die keiner kennt wegen Sachen die niemanden intressieren.(Bsp.:...... kenn ich nicht da ich so´n scheiss wieder vergesse da es mich nicht interessiert.
Da das meiste in Politik und Showbiz nur hohles gelaber ist zieh ich mich an den par Worten auch nicht mehr hoch.
Reden wir doch über Wortschöpfungen welche einen Umstand sehr schön kompliziert umschreiben.
Mein Favorit: Es heist nicht mehr "Wir müssen in unserer Firma Leute entlassen ..." sondern " Wir müssen unsere Personalkosten redimensionieren ..."
Ach übrigends wünsche ich mir fürs neue Jahr einen Generalstreik gegen die Regierung und evtl auch ihren Sturz. Ich hab diese Idioten satt.
Das ist auch wichtiger sich über oberflächliche Worte von oberflächlichen Menschen auf zu regen.
Denn oberflächlich betrachtet ( das wollen sie ja auch ) sind sie doch recht armseelig.
@ Needle
"Ach übrigends wünsche ich mir fürs neue Jahr einen Generalstreik gegen die Regierung und evtl auch ihren Sturz"
Und was kommt dann ? Nun, Chaos und Anarchie haben wir ja schon.
Grüße,
Andreas
Lassen wir uns überaschen.
Nicht versucht ist am Ende auch daneben geschossen oder?