Leute, stellt Euch vor, irgendeine Gottheit, ein Weltendrache etc. erklärt: "Es reicht, das Bestehende muss plattgemacht werden, damit etwas Neues wachsen kann." Es muss also nicht gleich der ganze Planet verschwinden und auch nicht unbedingt die komplette Menschheit - aber ein größerer Knall soll es schon sein. Wir dürfen uns aber aussuchen, wie es geschehen soll. Also, wie hättet Ihr ihn gern, den Epic Crash?
Ich mache den Anfang und schlage einen großen Ausbruch des Yellowstone vor.
Die Idee ist ansicht nicht ganz uninteressant. Allerdings braucht es dazu meines Erachtens keinen Gott und keinen Drachen.
In den 80er Jahren habe ich einmal eine philosophische Vermutung aufgestellt wonach der Erde möglicherweise selber eine art "Organismus" darstellt innerhalb dessen wir (wie alle anderen lebensformen auch) den Platz von Zellen einnehmen. Jede Zelle hat ihre Aufgabe und letztendlich ermöglichst es das Zusammenspiel aller zellen erst, daß der Organismus existiert und somit eine Daseinsberechtigung für die Zellen bietet.
Die Betrachtungsweise stammte maßgeblich von der Betrachtung der Sichtweise noramerikanischer Indianer. Diese hatten - so unterschiedlich ihre Gesellschaftsstrukturen auch waren und so unterschiedlich ihre "Religionen" - oberflächlich betrachtet - auch waren, eine Gemeinsamkeit, nämlich die Betrachtung der "Mutter Erde".
Leider ist dazu sehr viel verloren gegangen, da die meisten nordamerikanischen Völker keine Schrift kannten und die christlichen Eroberer jedwede Philosophie der Indianer als "Religion" deuteten wodurch die "Wesen" dieser Philosophie automatisch zu "Göttern" stilisiert wurden.
Diese Betrachtungsweise veranlaßt uns heute zu denken, die Indianer hätten eine ähnliche, nur wesentlich naturverbundenere Religion gehabt, wie wir es vom Christentum her kennen.
Doch nach allem was ich weiß, ist diese Betrachtung grundlegend falsch und fußt auf einseitiger Darstellung und noch einseitigerer Überlieferung. Das meiste was wir heute darüber zu wissen glauben, stammt schließlich aus der Feder von Christen.
(Das gleiche gilt im Übrigen auch für die meisten anderen, heidnischen Völker dieser welt, die irgendwann vom Monotheismus überrollt wurden - einschließlich dem vedischen Hinduismus.)
Okay, zurück zum Thema:
Praktisch alle Urvölker Nordamerikas kannten und achteten die "Mutter Erde". Ich glaube der Satz "Wir sind alle Teil der Erde" ist der bekannteste, den je ein amerikanischer Ureinwohner ausgesprochen hat.
Und dabei wird dieser Satz ´fast immer falsch gedeutet. Insbesondere die Esoterik, die scheinbar großen Gefallen an der (in Wirklichkeit nicht vorhandenen) Spiritualität der Indianer findet, deutet diesen Satz so um, daß es eine unsichtbare, mystische Verbindung zwischen den Wesen der Erde gibt. Doch die Aussage ist wörtlich zu nehmen und meßbar zu belegen.
Wir sind wahrhaftig Teil der Erde, d.h. der Erdsubstanz, der Erdmasse. Wir leben nicht nur darauf, sondern wir SIND (mit allen anderen Daseinsformen selbstverständlich) die Erde.
Egal wie sich unsere Populationen auch ändern, ob Arten aussterben oder neue hinzu kommen: Die Masse des Lebens auf der Erde bleibt - soweit meßbar - stets kontstant. Das ist aber nur eines der (scheinbaren) "Wunder", die die Erde hervorbringt: Auch der Sauerstoffgehalt der Luft und der Salzgahalt der Meere bleibt - trotz scheinbar widriger Umstände - stets konstant.
Zurück zu den Indianern:
Obwohl es wirklich nicht viele Überlieferungen gibt, die man verwenden könnte, scheint sich dennoch ein Kriterium deutlich abzuzeichnen:
In grauer Vorzeit - lange bevor die Indianer zu dem wurden was wir als Indianer bezeichnen - muß es in Nordamerika zu einer Katastrophe gekommen sein, die zu einem radikalen Umdenken den Menschen führte.
Es führte dazu, daß man die Erde als eigenständigen Organismus wahrnahm und sich um sein Wohlergehen bemühte. Das führte z.B. dazu, daß man sich immer nur gerade das nahm, was man selber zu Leben brauchte und keine Vorratshaltung betrieb (außer über den Winter).
Allerdings dürften wir nun eines ganz und gar nicht mißverstehen: Die Ureinwohner Amerikas waren vernünftige Menschen. Sie hielten sich an die Regeln, die ihnen Mutter Erde auferlegte, aber sie beteten sie nicht an, wie es sich die Christen gerne vorstellen. Nach allem was ich weiß, sahen sie in der Erde keine Person, der sie zu gefallen hatten, sondern ein perfektes Kreislaufsystem, das man nicht stören durfte.
Schwer zu verstehen - ich weiß 😉
Vielleicht hilft folgende Betrachtung weiter:
Wahrscheinlich hat jeder hier schon einmal den Film Avatar gesehen. Im Prinzip handelt es sich dabei ja um eine (längst überfällige) Auseinandersetzung der Amerikaner mit dem Völkermörd an den Ureinwohnern.
Die Na'vi sind nichts anderes als die Indianer Nordamerikas und Eywa ist nichts anderes als der gesamte Planet. Was anfangs total esoterisch verbrämt erscheint, wird nach und nach klarer. Eine Welt in der alle Lebewesen miteinander biochemisch vernetzt sind.
Nur gibt es hier einen gewaltigen Unterschied zur Erde: Auf der erde gibt es diese Vernetzung nicht.
Somit ist die Erde vielleicht ein eigenständiger Organismus, doch ein Bewußtsein besitzt sie nicht.
Sie ist eher vergleichbar mit kühler Mathematik. Sie hält die Dinge im Gleichgewicht, aber nicht weil sie zörnig wäre oder den einen oder anderen bevorzöge, sondern weil eine Waage schlicht und ergreifend gar nicht anders kann.
So, und nun ist eine Zellen-Art auf dieser Erde völlig entartet. Sie überflutet den Organismus Erde mit immer weiter wuchernden Krebsgeschwüren und bringt ihn langsam aber sicher um.
Wie würde unser Körper darauf reagieren? Richtig, mit Fieber!
Och, Erutan, nun erschlag doch den armen Thread nicht gleich mit so viel Gelehrsamkeit - das sollte hier etwas zur Auflockerung werden!
Ähm, kann ruhig eine Kombination aus allem sein...
Wenn 2012 sieben Milliarden Menschen auf der Erde leben und und durch ein natürliches Ereignis wie Meteoriten oder Hungersnöte,
eine Milliarde sowieso sterben würden, müsste man noch zwei Milliarden abziehen um das leben auf der Erde erträglicher zu machen.
Kurz und schmerzlos wären gezielte Neutronenbombenabwürfe auf dichtbesiedelte Gebiete die sowieso keine Zukunft mehr haben.
Ist wie Chemotherapie für den Planeten. Einfach, Brutal und verbunden mit Risiken, da auch "gesunde Zellen" wie Tiere,
umweltbewusste Menschen oder gute Stadtviertel aussterben. Könnte man in Zusammenhang mit Meteoriteneinschlägen zusammen kaschieren.
Weitere gemeine Lösungen wären: Das Trinkwasser in "reichen Gegenden" wo viel angebaut wird für eine bestimmte Zeit
zu verseuchen oder zu vergiften. So das dort die Infrastruktur zum stehen kommt und sich die Natur erholen kann,
dabei kann noch eine Ölkrise weltweit sogar "helfen".
Nicht in Egostrukturen denken auch mal drüber nachdenken, was gut für den Planeten sein kann.
Es gibt sieben Milliarden Menschen auf der Erde, wo ein Großteil nicht mal die Mittel für Nachhaltigkeit hat, weil die Infrastrukturen
festgefahren sind. Nicht nur das, die meisten denken immer noch in Profit für sich und nicht nach Profit für beide Handelspartner.
Die meisten Arbeitskräfte werden ausgenutzt, ich sehs doch überall: Lohndumping! und immer tauchen noch raffiniertere Methoden
des Lohndumpings im großen Stil auf. Das muß aufhören!
Ein zerstörerischer Weltkrieg könnte diese Reinigung bringen. Städte werden zerstört und können dann von Grund auf mit Bauweisen
der Nachhaltigkeit neu errichtet werden. Nicht nur die Städte werden neu aufgebaut auch die Gesellschaft entsteht wieder neu.
(Geht schnellstens nur, wenn die uneinsichtigen Menschen mit ihren alten Denkmustern einfach sterben!)
Fakt ist doch, dass es diesen Knall geben wird, in welcher Form auch immer. Die z.Zt. 7 mrd. Menschen hat es noch nie auf diesem Planeten gegeben (soweit wir wissen; lassen wir den Atomkrieg in Vorderasien lt. Gilgamesch-Epos mal außen vor=>anderer thread).
Es gibt natürlich viele Untergangsszenarien, aber sicher nicht die vom Dezember 2012, nur weil ein Maya-Kalender dort endet. (Unsere greogorianischen enden ja auch an jedem 31.12. ;D).
Denkbar wäre eine "Union" aus durch Kriege ausgelöste Naturkatastrophen.
Weiterhin Fakt ist, das das Ende von Menschenhand gemacht sein wird.