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Rebirthing

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(@marcel-2)
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Unter Rebirthing wird eine Atemtechnik verstanden, bei der durch intensives Ein- und Ausatmen eine Hyperventilation erreicht wird. Diese Hyperventilation kann toxische Ausmaße annehmen, so daß die Teilnehmer einer Rebirthing-Sitzung in rauschartige Zustände fallen. Diese Zustände rufen oft traumatische Ängste hervor, die von den Rebirthing-Experten als Geburtstrauma interpretiert und als reinigend angesehen werden.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist Rebirthing die fehlerhafte Interpretation einer Sauerstoffintoxikation.

Quelle:
http://www.religio.de/okk/rebirth.html


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(@uranus32)
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@ Marcel

Das ist doch Unsinn was diese Wissenschaftler behaupten! Zur Hyperventilation kommt es nur wenn man falsch atmet.

"...Ein- und Ausatmen sollten entspannt durchgeführt werden, wobei die Atemzüge ungefähr die gleiche Länge haben.
Die kurzen Atemzüge betonen die Verbindung und das Verschmelzen des Ein- und Ausatmens in ununterbrochenen Zyklen.
Während der langen Atemzüge füllt man seine Lungen so weit wie es möglich und angenehm ist, und läßt beim Ausatmen völlig los.
Das Tempo stimmt, wenn man weder drängt noch zurückhält. Der Atem sollte frei fließen, weder erzwungen noch kontrolliert sein und im natürlichem Rhytmus bleiben. Mit der richtigen Atemtechnik fühlen wir mit der Luft nun auch das Prana in den Körper strömen.
Einigen Menschen wird schwindelig, oder ihre Hände und der Magen kribbeln. Menschen, die falsche Atemgewohnheiten haben, werden seltsame und befremdliche Dinge spüren, wenn sie pötzlich richtig atmen. Wer die Übung der "zwanzig verbundenen Atemzüge" regelmäßig macht, fühlt möglicherweise jedesmal etwas anderes , es weniger überwältigend mehr heilend. Das ist ein gutes Zeichen; denn es zeigt uns, daß der Lerneffekt eingetreten ist und man Nutzen für sich und seinen Körper daraus zieht.
Die tägliche Übung lehrt uns wahrscheinlich mehr über das Atmen als uns unser ganzes Leben bisher darüber beigebracht hat. ..."
( aus "Zurück in unsere Zukunft ... Vorwärts in die Vergangenheit" von Bob Frissell, Kapitel Rebirthing - Unterkapitel Zwanzig verbundene Atemzüge)

Gruß Uranus32!


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(@explorer)
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Ich denke was Marcel erwähnt trifft ganz gut den Punkt. Wie sonst sollte eine Atemtechnik, also ein gänzlich körperlicher Vorgang, derart auf die Psyche einwirken? Da halte ich schon den Sauerstoff für entscheidend. Man braucht nur mal die Atmung für längere Zeit zu unterdrücken bzw. zu reduzieren, das gibt auch ganz interessante Reaktionen, ohne dass irgendein Prana hereingeströmt wäre.

Manche Menschen scheinen aufgrund allgemeiner Unzufriedenheit oder Langeweile unbedingt negative Dinge suchen zu müssen, auch wenn sie offensichtlich gar nicht vorhanden sind. Vielleicht vergleichbar mit einer masochistischen Neigung: man mag sogar den Schmerz, denn dieser ist zumindest ein [i]intensives[/i] Gefühl.
Siehe dieses Thema: man weiss natürlich nichts von einem solchen Trauma, aber soll danach intensiv auf die Suche gehen, um es in sich zu entdecken. Wer sucht, der findet. Und wer glaubt schlimme traumatische Erlebnisse durchgemacht zu haben wird sich dadurch kaum besser fühlen. So können völlig unnötigerweisse künstlich Ängste geschürt werden, und wir sind bei so etwas wie einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Ist wieder ein anderes Thema, aber solcherlei Einbildungsgabe scheint soweit gehen zu können dass man sich von Regierungen versklavt fühlt.[smiley=crazy.gif]

Und jeder Mensch wurde gebohren, somit ist das eine geschickte, aber auch echt billige Konstruktion. Wenn das so traumatisch wäre wundere ich mich dass die Menschheit nicht längst ausgestorben ist.
Und ich würde bezweifeln dass Erinnerungen in frühen Lebenszeiten im Unterbewusstsein gespeichert werden können, in die das Gedächtnis absolut nicht zurückreicht. Müsste man mal die Neurologen fragen.

Auf jeden Fall bin ich davon nicht betroffen: meine Mutter sagt immer das ich ganz schnell rauswollte in die Welt.  [smiley=engel.gif]


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Beiträge: 1710
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(@uranus32)
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Wie sonst sollte eine Atemtechnik, also ein gänzlich körperlicher Vorgang, derart auf die Psyche einwirken?

Es gibt gar keine gänzlich körperlichen Vorgänge!

Man braucht nur mal die Atmung für längere Zeit zu unterdrücken bzw. zu reduzieren, das gibt auch ganz interessante Reaktionen, ohne dass irgendein Prana hereingeströmt wäre.

Na was ist denn Prana?

Manche Menschen scheinen aufgrund allgemeiner Unzufriedenheit oder Langeweile unbedingt negative Dinge suchen zu müssen, auch wenn sie offensichtlich gar nicht vorhanden sind.

Auf manche Menschen trifft das sicherlich zu. Aber ein "offensichtlich" in den Satz einzubauen ist schon etwas gewagt von Dir; da Du doch derjenige bist der nicht hinschauen will!

So können völlig unnötigerweisse künstlich Ängste geschürt werden, und wir sind bei so etwas wie einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Das ist aber nur eine Seite der Medallie. Auch wenn Du dich nicht betroffen fühlst; da gibt es trotzdem Menschen die Probleme haben, die durch Rebirthing gelöst werden können!
Und von Dir habe ich bisher keine Alternativen gehöhrt( gelesen).

Gruß Uranus32!


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(@explorer)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Tach Uranus,
die Sichtweisen sind recht verschieden, wir sind ja auch im Forum "Weltanschauung". Aber ich will nochmal kurz meine Sichtweisse erläutern.

Es gibt gar keine gänzlich körperlichen Vorgänge!

Ohne Steuerung durch das Atemzentrum geht es nicht, das stimmt schon. Was ich meine ist dass die Atmung ansonsten sich aber im Körper abspielt und kein sonderlich intellektueller Vorgang ist.
Wenn ich bspw. ein Buch zur Hand nehme [smiley=lesen.gif] folgt dann natürlich auch als erstes mal eine Bewegung der Augen, der Text wird auf der Netzhaut abgebildet, durch kleine Ströme in das Gehirn geleitet, also bis dahin ein recht physischer Prozess. Aber eben dann gibt es einen Übergang in die geistige Welt, es setzt eine Gedankentätigkeit ein, also verändert sich mein Geist, in erster Linie wird das Gedächtnis gefüttert, Fähigkeiten erlernt, aber auch Sichtweissen und Einstellungen verändert, und gelegentlich gibt es auch Veränderungen direkt an der Gefühlsebene, bis hin dass sich die Wahrnehmung des selbst verändern kann. Im Moment beschäftigen wir uns ja mit genaudem, mit der einzigartigen Fähigkeit dass unser Geist sich selbst reflektieren, über siene eigenen Prozesse nachdenken kann.
Das sehe ich beim Vorgang des Atmens irgendwie nicht so.

Na was ist denn Prana?
Au, rhetorische Tiefschläge. Aber ich weiss doch nicht was Du Dir da reinziehst. Ich atme jedenfalls Luft. [smiley=detective.gif]

Manche Menschen scheinen aufgrund allgemeiner Unzufriedenheit oder Langeweile unbedingt negative Dinge suchen zu müssen, auch wenn sie offensichtlich gar nicht vorhanden sind.

Auf manche Menschen trifft das sicherlich zu. Aber ein "offensichtlich" in den Satz einzubauen ist schon etwas gewagt von Dir; da Du doch derjenige bist der nicht hinschauen will!

"Offensichtlich" bedeutet, das etwas sich so zeigt, wie es ist, im Gegensatz zu scheinbar, wo es nur den Anschein hat, aber ganz anders ist. Und so meine ich das auch.
Und wer wie tief in sich hineinschaut oder auch nicht, das kann man schlecht anhand von ein paar Textzeilen hier bewerten. Oder wird dies Dir durch das kosmische Bewusstsein vermittelt? Tja, dann hat es wohl auch ein paar Aufmerksamkeitsschwächen. [smiley=snore.gif]

So können völlig unnötigerweisse künstlich Ängste geschürt werden, und wir sind bei so etwas wie einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Das ist aber nur eine Seite der Medallie. Auch wenn Du dich nicht betroffen fühlst; da gibt es trotzdem Menschen die Probleme haben, die durch Rebirthing gelöst werden können!
Und von Dir habe ich bisher keine Alternativen gehöhrt( gelesen).

Sicher, und ich denke die Medallie hat nicht nur 2 Seiten. Aber eine kenne ich zumindest ein kleinwenig und auf der stehen auch ganz ordentliche Antworten. Die Psychologie kennt eine Reihe von Mechanismen, wo vom eigentlichen auf etwas anderes umgelenkt wird. Das wären die weithin bekannte Projektion (Merkmale, Gefühle, Einstellungen werden vom Ich auf jemand anderen verlagert; so wie der Gewaltverbrecher meint die Welt sei so gewalttätig), Verschiebung (vom eigentlichen Objekt der Begierde wird auf Ersatzobjekte ausgewichen; bspw. wenn mich die Äuserwählte nicht mag dann kauf ich mir halt ´nen Sportwagen und liebe den abgöttisch) oder auch Kompensation (ein Mangel wird durch Vollwertigkeit an anderer Stelle ausgeglichen; d.h. ich sehe zwar nicht so gut aus, aber werde Formel-1 Weltmeister).
Äquivalent zu dem kann man einen Konflikt dadurch lösen, indem man etwas ganz anderes bewältigt. Der ursprüngliche Konflikt wird relativiert, erfährt keine Aufmerksamkeit mehr, und wird unbedeutend.

Und wie ich eingangs erwähnte, es scheint sogar überhaupt nicht der behandelte Konflikt oder auch das Trauma vorzuliegen zu müssen. Deshalb sagt ja auch diese Rebirthing-These, das man danach suchen muss. Klar, man kann sich Probleme schaffen und diese lösen, und fühlt sich hinterher vielleicht sogar irgendwie erleichtert. Aber dann kann es gut passieren dass man andere, wichtige Dinge verpasst.

Ich will nicht in Abrede stellen dass Menschen mit Rebirthing positive Erfahrungen gemacht haben. Wenn das Personen so schildern ist es ja so. Aber es ist fraglich ob dem überhaupt etwas Substantielles zugrundeliegt, oder ob es nicht vielmehr eine Ersatzhandlung darstellt.


Antwort
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