vllt. sollte man es so sehen das diese werte als "kernwerte" herangezogen werden sollen. Pünktlichkeit ist einem Christen eben nicht so wichtig 😉
Na ja, vielleicht sind die ursprünglichen Werte ja auch nur "Common Sense", die um ein paar mystische Werte erweitert wurden.
So manche Regel macht ja auch nur lokal begrenzt Sinn, wie eben die Idee, daß man kein Schweinefleisch essen soll, bei Moslems und Juden.
Das kann man ganz simpel mit den hygienischen Zuständen in der Zeit der Entstehung erklären.
Thou shall eat at McDonalds, war eben noch kein Thema, wäre aber sicherlich auch noch eine ganz gute Erweiterung 😉
Aber wie hat das schon Douglas Adams formuliert, "... da haben sie vor zweitausend Jahren einen Mann an einen Baum genagelt, nur weil er gesagt hat, daß sie nett zueinander sein sollen..."
...wenn man davon ausgeht, dass diese Werte (10 Gebote) christlich sind, dann müsste man in nicht christlichen bzw. vorchristlichen Kuluturen nicht finden können. Ich glaube das das Christentum nur vorhandene Werte aufgezeichnet hat, ...
Das ist doch klar, sowas entwickelt sich ja nicht von heute auf morgen. Und es bestehen ja auch verschiedene, ja widersprüchliche Moralvorstellunegn zur selben Zeit. Es kommt ja drauf an inwieweit etwas überwiegt und umgesetzt wird. Selbst der frommeste Mormone wird auch mal entgegen der reinen Lehre handeln.
sondern einfach nur dem natürlichen Moralvorstellungen des Menschen entsprechen.
Moral ist doch immer etwas vom Menschen geschaffenes, also künstlich und nicht natürlich. Das Gegenteil wäre Barberei, der Stärkere überlebt u.ä. Naturprinzipien.
Vielleicht kann man die Frage nach christlichen vs. nichtchristlichem Hintergrund angehen indem man sich Gesellschaften anschaut, die so oder anders gespägt sind. Zum Beispiel die aktuellen Reaktionen auf die Mohhamed-Karrikaturen in vielen islamischen Ländern. Ich denke das hat schon etwas mit der Idee des Dschihad zu tun, damit das die Ungläubigen zu bekämpfen seien. Mohhamed war auch Politiker und hat Kriege geführt, Jesus hingegen predigte Friedfertigkeit im Vertrauen darauf, dass Gott allein die Menschen richten werde.
Exxlover, mit der Behauptung "Moral" sei rein künstlich machst du es dir aber etwas zu einfach.
Jede soziale Interaktion erfordert Abläufe und Regeln die von den Beteiligten erkannt werden, was daran aber künstlich-menschlich sein soll kann ich nicht erkennen. Solche Regeln findest du nämlich überall im Tierreich, und sie werden mit zunehmenden Intelligenzleistungen natürlich auch entsprechend komplexer.
"Du sollst nicht töten" wird zb., wenn auch unbewußt, bei so gut wie jedem Rangkampf im Tierreich angewendet. Aus evolutionärer Sicht natürlich aus gutem Grund, denn das Risiko selbst drauf zugehen, geht mit dem Risiko seine Gene nicht mehr weiter zu geben einher.
Der Mensch hat daher aufgrund seiner evolutionären Entstehungsgeschichte auch so einiges an "Benimmregeln" in angeborener Art und Weise mitbekommen. Diese werden dann natürlich kulturell ergänzt und ausgeformt.
Es erklärt sich von selbst, dass nur interkulturelle Vergleiche die angeborenen Verhaltensregeln erkennbar machen.
lg, Tangaroa
PS: jene, die einer menschlichen Evolution nichts abgewinnen können, dürfen sich diese Erkenntisse der Humanethologie auch durch einen göttlichen Schöpfungsakt erklären. Am Ergebnis, nämlich die Existenz angeborener Verhaltensweisen, ändert das allerdings nichts.
Sind denn (Ur-)Christentum, Islamismus und Hinduismus nicht meditative Lebensweisen?
Jedenfalls waren und sind Abba, Allah und Krishna keine Personen! ::)
Gruß Uranus32!