Ich habe letzte Nacht eine wirklich interessante Doku gesehen. Leider weiß ich weder, auf welchem Kanal, noch wie sie hieß.
Es ging dabei um eine Korrektur der amerikanischen Geschichstschreibung in Hinblick auf die Ureinwohner Amerikans, die Indianer.
Eine Aussage, die ich hier freiwörtlich widergeben möchte, hat mich ganz besonders beeindruckt. Sie lautete sinngemäß:
Das Schlimmste was man den Indianern angetan hat, war nicht, daß man ihnen ihr Land genommen hat, ihre Lebensresourcen vernichtet hat - das Schlimmste war, daß ihre Kinder in Schulen einer Gehirnwäsche (ja, dieses Wort wurde da tatsächlich benutzt) unterzogen wurden, daß man ihnen nicht nur ihre Kultur nahm, sondern ihnen auch eine falsche Geschichtsschreibung eintrichterte vom heroischen Weißen und dem heimtückischen, wilden, unzivilisierten Roten; daß man Custer als Helden verehrte und das letzte Aufbäumen einer sterbenen Zivilisation als heimtückisches Gemetzel bezeichnete.
Auf diese Weise wurden die eigenen Eltern und Großeltern zu niederen Geschöpfen degradiert, die nur gut waren wenn sie sich dem Leben des weißen Mannes anpaßten.
In der Doku wurde allerdings auch mit dem neuerlichen Hollywood-Bild a la Costner vom heroischen, etisch über allem stehenden Indianer aufgeräum. Beide Sichtweise - so die Doku - seien grundweg falsch.
Irgendwie fühle ich mich mit den Indianern verbunden.....
Es scheint, als könnten die Amis nur in einer Traumwelt leben, die sie der ganzen Welt als Wahrheit verkaufen. Vielleicht, weil ihre Realität so ganz das Gegenteil davon ist...
meinst du mit dem spiegelbild unsere reeducation auf der einen seite und das naiv heroische bild auf der anderen?
Nein ;D
Wieso sollten die Amerikaner es mit den Indianern anders gemacht haben als mit uns? Wir wurden doch auch nach dem Krieg "umerzogen" - wie auch immer! Das ist doch auch geschichtlich belegt. Nach dem Krieg wurde die nachfolgende Generation förmlich pro-amerikanisch getrimmt! Alles was dort modern war, kam und kommt automatisch auch zu uns ob gut oder schlecht. Obwohl ich ein bekennender Elvis-Fan bin, sehe ich auch diese Zeit mittlerweile kritisch. Mit Speck fängt man bekanntlich Mäuse und das hat man damals erfolgreich mit der Jugend getan. Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass Elvis zufällig nach Deutschland kam.
Da ich Geschichte immer ziemlich langweilig fand und mich in diesen Stunden anderweitig beschäftigt hatte, hat mich diese Umerziehung nicht sonderlich gestreift ...
Klar wurden wir umerzogen - bis heute und mit Erfolg wie man sieht.
Die Amerikaner wurden aber auch nur als Werkzeug gebraucht und das Volk ebenso mißbraucht.
Nebenbei: gemeint ist nicht Amerikaner sondern [b]US[/b]-Amerika.
Es wird heute komischerweise ständig mit Amerika gleichgesetzt.
Ich frage bei solchen Veralgemeinerungen immer gerne weches Land gemeint ist - Paraguay, Kanada Mexiko...?