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Die menschliche Natur, Thema - Gewalt

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(@tommy-casagrande)
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[#1112693350]

Ich lese gerade ein wahnsinnig interessantes Buch. Es trägt den Titel: Das unbeschriebene Blatt. Die moderne Leugnung der menschlichen Natur.

In diesem Buch geht es darum, dass die Sozialwissenschaften eine Ideologie der Gesellschaft versuchen überzustülpen, die darauf hinausläuft, wie der Mensch sein soll.

Es geht also darum, alle gleich zu stampfen. So, wie man das auch bei Religionen und Sekten im Endergebnis sich gerne wünscht.

Doch sind Menschen nunmal nicht gleich und hauptsächlich liegen diese Unterschiede in ihrer Genetik, also ihrer wahren Natur begründet.

Hauptsächlich bedeutet nicht gänzlich.

Meistens ist es so, dass die Genetik und die Umwelteinflüsse durch eine Wechselwirkung einen Menschen bestimmen. Jedoch gibt es grundsätzlich nichts ohne, dass nicht die Genetik den Anfang und die Vorraussetzung geschaffen hätte.

Es gibt Themen, da liegt es nur an der Genetik, wenn wir an Erbkrankheiten zum Beispiel denken.

Und bei anderen Themen wie der Sprache, die man spricht, liegt es nur an der Umwelt in Form von Kultur, in der man lebt.

In diesem Buch bespricht Steven Pinker unter der Rubrik "Tretminen" auch das Thema -Gewalt-. Ich schreibe es momentan auf Word ab und möchte auch euch gerne daran teilhaben lassen.

Das unbeschriebene Blatt - Die moderne Leugnung der menschlichen Natur.

"GEWALT" von Steven Pinker

[color=Red][b]Seite 1)[/b][/color]
Die Geschichte der Menschheit ist der Krieg. Von kurzen und ungewissen Zwischenspielen abgesehen, hat es auf der Welt niemals Frieden gegeben. Lange bevor die Geschichte begann, herrschte überall und ununterbrochen mörderischer Streit.

Winston Churchills Fazit über die Geschichte unserer Art könnte man als den Pessimismus eines Menschen abtun, der den schrecklichsten Krieg in der menschlichen Geschichte führen musste und an der Geburt eines kalten Krieges beteiligt war, der die Menschheit hätte gänzlich auslöschen können. Leider hat dieses Fazit jedoch den Test der Zeit bestanden. Obwohl der kalte Krieg der Vergangenheit angehört und heiße Kriege zwischen größeren Staaten selten geworden sind, haben wir noch immer keinen Frieden auf der Welt. Selbst vor dem ominösen Jahr 2001, mit seinen schrecklichen terroristischen Anschlägen auf die Vereinigten Staaten und dem anschließenden Krieg in Afghanistan, führte die World Conflict List 78 Gebiete auf, in denen systematische Gewalt geübt wird - von Albanienund Algerien bis Zambia und Zimbabwe.

Auch Churchills Vermutungen über die Vorgeschichte haben sich bestätigt. Von den modernen Wildbeutern, die uns eine Ahnung vom Leben in vorgeschichtlichen Gesellschaften vermitteln, nahm man einst an, sie würden nur zeremonielle Kämpfe austragen, die mit dem Tod des ersten Mannes endeten. Heute wissen wir, dass in diesen Kämpfen, relativ gesehen, mehr Menschen sterben, als in unseren Weltkriegen gefallen sind. Auch die archäologischen Funde zeichnen kein freundlicheres Bild. In der Erde begraben und in Höhlen verborgen, liegen die stummen Zeugen einer blutigen Vorgeschichte, die sich über viele hunderttausend Jahre erstreckt. Dazu gehören Skelette mit den Spuren von Skalpierungen, axtförmigen Verletzungen und verhakten Pfeilspitzen. Waffen wie Tomahawks und Keulen, die sich nicht für die Jagd verwenden lassen, sondern speziell für die Tötung von Menschen bestimmt sind, Befestigungsanlagen wie Palisaden und angespitzte Pfähle sowie die Felsenmalereien auf verschiedenen Kontinenten, die Männer zeigen, wie sie Pfeile, Speere oder Bumerangs gegeneinander schleudern und von diesen Waffen niedergestreckt werden. Jahrzehntelang haben die "Anthropologen des Friedens" geleugnet, dass irgendeine menschliche Gruppe jemals Kannibalismus praktiziert habe, doch die gegenteiligen Anhaltspunkte häuften sich und schließen Heute einen unwiderlegbaren Beweis ein. An einer 850 Jahre alten Fundstelle im amerikanischen Südwesten haben Archäologen menschliche Knochen entdeckt, die wie Tierknochen, die als Nahrung dienten, aufgehackt worden sind. Außerdem haben sie Spuren menschlichen Myoglobins (eines Muskelproteins) an Tonscherben und - womit auch der letzte Zweifel beseitigt ist - in einem Klumpen versteinerter menschlicher Exkremente gefunden. Schon die Angehörigen von Homo antecessor, Verwandte des gemeinsamen Vorfahren von Neandertalern und modernen Menschen, schlachteten sich gegenseitig ab, woraus sich schließen lässt, dass Gewalt und Kannibalismus mindestens 800.000 Jahre zurückreichen.

[color=red][b]Seite 2)[/b][/color]
Der Krieg ist nur einer der Anlässe, aus denen Menschen sich untereinander morden. In vielen Teilen der Welt geht der Krieg in begrenztere Gewalt wie ethnische Konflikte, Territorialkämpfe, Blutfehden und individuellen Mord über. Auch hier kann trotz unverkennbarer Fortschritte von Frieden nicht die Rede sein. Obwohl in den westlichen Gesellschaften die Mordraten während der letzten tausend Jahre um das zehn- bis hundertfache gesunken sind, fielen während des 20. Jahrhunderts eine Million Menschen Morden zum Opfer, und Heute noch liegt für einen amerikanischen Mann die Wahrscheinlichkeit, im Laufe seines Lebens einem Mord zum Opfer zu fallen, bei einem halben Prozent.

Die Geschichte klagt unsere Art nicht nur durch die bloße Zahl Gewaltopfer an, sondern auch durch die Art, wie sie ums Leben gebracht wurden. In Häusern und Wohnungen oder um den Hals von vielen Millionen Christen hängt die Nachbildung eines Folterinstrumentes, das einst Leuten, die römischen Politikern ein Dorn im Auge waren, einen unvorstellbar qualvollen Tod bereitet hat. Das ist nur ein Beispiel für den unendlichen Einfallsreichtum, den der menschliche Geist im Laufe der Jahrtausende auf dem Gebiet der Folter bewiesen hat, und viele Ausdrücke dieser grausigen Kunstfertigkeit haben Eingang in unseren Wortschatz gefunden: kreuzigen, vierteilen, auf die Folter spannen, steinigen, Garrotte, Folterbank, Scheiterhaufen, Daumenschraube. Als Dostojewskis Iwan Karamasow von den Gräueltaten hört, welche die Türken in Bulgarien begangen haben, sagt er: "Ein Tier kann niemals so grausam sein wie der Mensch, so raffiniert, so kunstvoll grausam". Die Jahresberichte von Amnesty International zeigen, dass kunstvolle Grausamkeit beileibe kein Privileg der Vergangenheit ist.

[color=red][b]Seite 3)[/b][/color]
Die Einschränkung der Gewalt großen und kleinen Maßstabs ist eines unserer dringlichsten und moralischen Anliegen. Wir müssen jedes geistige Werkzeuge verwenden, dass uns zur Verfügung steht, um zu begreifen, welche Aspekte des menschlichen Geistes und menschlicher Sozialordnungen dafür verantwortlich sind, dass Menschen so häufig ihresgleichen verletzen und töten. Wie bei so vielen anderen moralischen Anliegen, die ich in diesem Buch untersucht habe, sind alle Bemühungen, eine Antwort zu finden, von dem Versuch vereinnahmt worden, einer bestimmten Antwort den Alleinvertretungsanspruch zuzuschustern. Im Falle der Gewalt lautet die allein selig machende Antwort, dass Gewalt nichts mit der menschlichen Natur zu tun hat, sondern ein pathologisches Verhalten ist, dass auf bösartige äußere Einflüsse zurückgeht. Gewalt ist ein Verhalten, dass von der Kultur gelehrt wird, oder eine ansteckende Krankheit, die in bestimmten Umwelten endemisch ist.

Diese Hypothese ist zum zentralen Dogma einer säkuralen Religion geworden und wird öffentlich hergebetet wie ein Glaubensbekenntnis oder Treuegelöbnis. Erinnern wir uns, dass Ashley Montagu in seinem UNESCO-Manifest behauptet hat, die Biologie untermauere eine Ethik "universeller Brüderlichkeit", und dass viele Anthropologen meinten: "Gewaltfreiheit und Frieden [waren] wahrscheinlich über weite Strecken der menschlichen Vorgeschichte die Norm." In den 1980er Jahren bekannten sich viele sozialwissenschaftliche Organisationen zur Erklärung von Sevilla, in der es hieß, es sei "wissenschaftlich unzutreffend" zu behaupten, dass Menschen ein "gewalttätiges Gehirn" hätten oder von der natürlichen Selektion mit Gewalt ausgestattet worden seien. "Der Krieg ist nichts instinktives, sondern etwas Erdachtes", schrieb Ortega y Gasset, entsprechend seiner Behauptung, dass der Mensch keine Natur, sondern nur eine Geschichte habe. Unlängst hieß es in einer UN-Erklärung zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen: "Gewalt ist Teil eines historischen Prozesses und kein natürlicher oder angeborener Determinismus." 1999 verkündete eine Anzeige der National Funding Collaborative on Violence Prevention: "Gewalt ist erlerntes Verhalten." Ein anderes Merkmal dieses auf bloßen Glauben gegründeten Gewaltverständnisses ist die behauptete Gewissheit, bestimmte Umwelterklärungen seien richtig.

Fortsetzung folgt...


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[color=Red][b]Seite 4)[/b][/color]
Wir [i]kennen[/i] die Ursachen der Gewalt, wird immer auf´s neue wiederholt, und wir wissen auch, wie sie sich beseitigen lassen. Wir haben es bisher nur nicht wirklich gewollt. Erinnern wir uns. „Wir wissen alle“, sagte Lyndon B. Johnson, dass die Bedingungen, die Gewalt hervorbringen, Unwissenheit, Diskriminierung, Armut und Krankheit sind. 1997 wurde in einem Artikel über Gewalt in einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift ein Genetiker zitiert, der sich fast gleichlautend äußerte:

[b]„Wir kennen die Ursachen für die Gewalt in der Gesellschaft: Armut, Diskriminierung, das Versagen unseres Erziehungssystems. Nicht die Gene verursachen die Gewalt in unserer Gesellschaft, sondern unser Sozialsystem.“[/b]

Die Autoren des Artikels, die Historiker Betty und Daniel Kevles, stimmten ihm zu:

[b]„Wir brauchen eine bessere Erziehung, Ernährung und Intervention in gestörten Familien und im Leben misshandelter Kinder, möglicherweise mit der Konsequenz, dass sie der Kontrolle ihrer überforderten Eltern entzogen werden. Doch solche Maßnahmen wären kostspielig und sozial kontrovers.“[/b]

Das Glaubensbekenntnis, wonach Gewalt erlerntes Verhalten sei, macht häufig bestimmte Aspekte der amerikanischen Kultur haftbar. Das Mitglied einer Gruppe, die sich die Überwachung von Spielzeug zur Aufgabe gemacht hat, teilte unlängst einem Journalisten mit: „Gewalt ist ein erlerntes Verhalten. Jedes Spielzeug hat erzieherische Wirkung. Die Frage lautet, was möchten wir, dass unsere Kinder lernen ?“ Gern wird in diesem Zusammenhang auch die Mediengewalt beschworen. So schrieben vor kurzem zwei Experten:

[b]„Tatsächlich lernen Kinder, der Gewalt einen hohen Stellenwert zuzuweisen und sie zu verwenden, um ihre Probleme zu lösen und mit heftigen Gefühlen umzugehen. Sie lernen es von Rollenmodellen in ihren Familien und Gemeinschaften oder von den Helden, die wir ihnen durch Fernsehen, Filme und Videospiele nahe bringen.“[/b]

Fortsetzung folgt...


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[color=Red]Seite 5)[/color]
Kindesmissbrauch ist, wie Richard Rhodes in seinem jüngst erschienen Buch „Why they kill“ erläutert, ein dritter vermeintlicher Grund. „Die Tragödie liegt darin, dass Menschen, die Opfer waren, später häufig andere zu Opfern machen“, sagte der Präsident der Criminal Justice Police Foundation. „Das ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen könnten, doch das würde einige Kosten verursachen. Als Gesellschaft haben wir unsere Mittel nicht in diesem Bereich investiert.“ Man beachte in diesen Aussagen die Formulierung des Glaubensbekenntnisses („Gewalt ist erlerntes Verhalten“), der Gewissheit, dass es sich um eine Wahrheit handelt („Tatsächlich“), und des Vorwurfs, dass es uns an der nötigen Bereitschaft fehlt („Als Gesellschaft haben wir unsere Mittel nicht in diesem Bereich investiert“), anstelle des Eingeständnisses, dass wir nicht wissen, wie das Problem zu lösen ist.

Viele Erklärungen machen die „Kultur“ zum Schuldigen, indem sie sie als Superorganismus hinstellen, der belehrt, befiehlt, Belohnungen und Strafen verteilt. Ein Kolumnist des [i]Boston Globe [/i]war sich offenbar nicht bewusst, dass sich seine Argumentation Im Kreis bewegt, als er schrieb:

[b]„Warum ist Amerika gewalttätiger als andere industrialisierte Demokratien des Westens ? Schuld daran ist unsere kulturelle Prädisposition zur Gewalt. Wir schlagen mit den Fäusten aufeinander ein, misshandeln uns, stechen uns nieder, erschießen einander, weil uns unser kultureller Imperativ dazu veranlasst.“[/b]

Wenn Kultur als Wesen mit Überzeugungen und Wünschen angesehen wird, spielen die Überzeugungen und Wünsche wirklicher Menschen keine Rolle. Nachdem Timothy McVeigh 1995 das Bürogebäude einer Bundesbehörde in die Luft gejagt und dabei 168 Menschen getötet hatte, machte sich der Journalist Alfie Kohn über die Amerikaner lustig, die „über persönliche Verantwortlichkeit lamentieren“, und lastete das Bombenattentat dem amerikanischen Individualismus an: „Wir leiden in diesem Land unter einer kulturell geförderten Sucht nach Konkurrenz. In Klassenzimmern und auf Spielfeldern bringt man uns bei, dass andere Menschen Hindernisse auf dem Weg zum eigenen Erfolg sind.“ Eine ähnliche Erklärung des Bombenanschlags gab amerikanischen Symbolen die Schuld, zum Beispiel dem Pfeile im Fang haltenden Adler aus dem Staatssiegel und Wahlsprüchen der Bundesstaaten: „Lebe frei oder stirb“ (New Hempshire) und „Mit dem Schwert suchen wir Frieden, aber in Freiheit“ (Massachusetts).

Seit kurzem erfreut sich eine Theorie großer Beliebtheit, die die Gewalt in Amerika einem verderblichen und diesem Land eigenen Begriff von Männlichkeit zuschreibt, der Jungen angeblich schon in der Kindheit eingepflanzt wird. Die Sozialpsychologin Alice Eagly meint zu den Motiven von Amokschützen: „Diese Art von Verhalten gehört zu der männlichen Rolle, wie sie in der amerikanischen Kultur seit der Grenzer-Tradition wahrgenommen wird.“ Nach dieser Theorie, die in Bestsellern wie [i]Raising Cain [/i]von Dan Kindlon (deutsch: Was macht mein Sohn ?, Frankfurt am Main 2001) und [i]Real Boys[/i] von William Pollack (deutsch: Richtige Jungen, Bern 1998 ) unter die Leute gebracht wurde, durchleben wir eine „nationale Krise der männlichen Kindheit und Jugend in Amerika“, hervorgerufen durch dem Umstand, dass Jungen gezwungen werden, sich von ihren Müttern zu trennen und ihre Emotionen zu unterdrücken. „Was ist mit den Männern los ?“, fragte ein Artikel im Boston Globe Magazine. „Gewalttätiges Verhalten, emotionale Distanz und erhöhter Drogenkonsum lässt sich nicht durch Hormone erklären“, lautet dort die Antwort. „Das Problem, so sagen die Experten, sind die kulturellen Vorstellungen über Männlichkeit – sie alle zusammengefasst in der einen Formel:
„Ein echter Mann.“

Fortsetzung folgt...


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(@tommy-casagrande)
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[color=Red]Seite 6)[/color]
Die Behauptung, dass „Gewalt erlerntes Verhalten“ sei, ist ein Mantra, dass von wohlmeinenden Leuten ständig wiederholt wird, weil sie zeigen möchten, dass ihrer Meinung nach etwas gegen die Gewalt getan werden müsse. Leider verhält es sich so, dass wir trotz der pausenlosen Beteuerungen, wir würden alle „die Bedingungen kennen, die Gewalt hervorbringen“, kaum eine Ahnung haben. Wilde Schwankungen in den Verbrechensraten – aufwärts in den 1960er und Ende der 1980er, abwärts Ende der 1990er Jahre – führen alle einfachen Erklärungsversuche ad absurdum. Und die üblichen Verdächtigen unter den Gründen, die zur Erklärung der Gewalt bemüht werden, sind vollkommen unbewiesen und gelegentlich offenkundig falsch. Besonders krass zeigt sich das im Fall von Faktoren wie „Ernährung“ und „Krankheit“, die wohlgemut in die Debatte geworfen werden, wenn es um die gesellschaftlichen Übel geht, die angeblich Gewalt erzeugen. Es gibt, um es vorsichtig auszudrücken, keinen Beweis dafür, dass Gewalt durch einen Vitaminmangel oder einen bakteriellen Infekt hervorgerufen wurde. Die anderen angeblichen Ursachen leiden allerdings unter der gleichen Beweisnot.

Agressive Eltern haben agressive Kinder, doch Menschen, die meinen, Agression werde in einem „Teufelskreis der Gewalt“ von den Eltern gelernt, übersehen, die Möglichkeit, dass Gewalttendenzen nicht nur gelernt, sondern auch geerbt werden können. Solange man nicht [i]Adoptivkinder[/i] untersucht und nachweist, dass sie in ihrem Verhalten mehr Ähnlichkeit mit ihren Adoptiveltern als mit ihren natürlichen Eltern haben, bleibt die Rede vom Teufelskreis ohne Beweiskraft. Genauso tragen Psychologen, die bemerken, dass Männer mehr Gewaltakte begehen als Frauen, und die diesen Umstand einer Männlichkeitskultur zum Vorwurf machen, geistige Scheuklappen, die ihnen den Umstand vorenthalten, dass Männer und Frauen sich nicht nur in ihren sozialen Rollen, sondern auch in ihrer Biologie unterscheiden. Natürlich kommen amerikanische Kinder mit gewalttätigen Rollenmodellen in Berührung, aber sie kommen auch mit Clowns, Predigern, Folksängern und Transvestiten in Berührung. So stellt sich die Frage, warum Kinder einige Leute nachahmenswerter finden als andere.

Fortsetzung folgt...


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 Zak
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hallo tommy

net von dir gemeint mit der abschrift. aber falls es kein frei zugaengliches buch ist, bitte ich dich keine weiteren seiten einzufuegen!

gruesse, zak


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