Das ist mal wieder so eine Geschichte, bei der man schlicht und einfach nicht weiß, was man glauben soll. Auf der verlinkten Seite ist z.B. diese Behauptung hier zu finden: "Der Satellit offenbart seine Herkunft von Epsilon Boötis ..."
Ach, und wodurch tut er das? Wie kommt man auf die Altersangabe von 13000 Jahren, die überall herumgeistert? Und wieso sollte das ein künstliches Objekt sein müssen, nur weil es Funkwellen reflektiert? Auch ein Felsbrocken würde das tun - Funkamateure befassen sich z.B. schon seit Jahrzehnten erfolgreich mit Erde-Mond-Erde-Verbindungen durch Reflektion am Mond.
Was spricht denn dagegen, dass das Ding einfach nur ein Felsbrocken ist? Es gibt immerhin Planeten, die von ganzen Ringsystemen aus Steinen umkreist werden.
Guten Abend zusammen
fangen wir also an uns der Sache einigermaßen seriös anzunähern.
In meiner Datenbank befindet sich ein Verzeichnis mit Satelliten, deren Verbindungen, Erdumläufe, Eigentümern etc. und einigen Artikel über den „Schwarzen Ritter“. Einen Artikel habe ich in eine PDF-Datei gepackt.
Es hat wenig Sinn den Artikel hier hinein zu kopieren. Er ist zu lang (12 Seiten). Verfasser und die entsprechende Netz-Seite sind gleich zu Anfang vermerkt. Ich denke der Artikel ist eine gute Grundlage weiter zu „forschen“. Da es ja überall in Deutschland schlechtes Wetter gibt, vielleicht etwas zur Entspannung.
Mit Grüßen Justus
Danke für den PDF-Artikel, Justus, der ist interessant! Die Sache mit den Signalverzögerungen scheint ja gut belegt zu sein und ist auf jeden Fall ungewöhnlich. Bei der Deutung wird es aber genauso wacklig, wie ich es erwartet hatte.
[i]Alle bisherigen Versuche einer Lösung brachten keinen Erfolg. (Die gängige Praxis der Wissenschaftler war damals, die Verzögerungszeiten in der Y-Achse einzutragen.)
Duncan unternahm einen originellen Versuch: Im einem Sekundengitter seiner Grafik zeichnete er
die Zeitverzögerung der am 11.Oktober 1928 empfangenen Zeichen, anstatt der bisher verwendeten Y-Achse, in der X-Achse. [/i]
Wenn man auf ein beliebig zufälliges Muster so lange verschiedene Entschlüsselungen anwendet, bis irgendetwas herauskommt wird immer etwas scheinbar Sinnvolles herauskommen. Und wenn das Ergebnis ALLES sein kann, braucht man nicht einmal lange zu probieren. Viele Divinationssysteme funktionieren genau so: Kaffeesatzlesen, Vogelschau, Fintenkleckse usw. Was man da herausliest, können durchaus stimmige Ergebnisse sein, mit denen man auch etwas anfangen kann (hier sind wir jetzt mitten im magischen Denken), aber trotzdem hat niemand hineingeschrieben, was man herausliest.
Weiter gehts: Obwohl das Ergebnis ein so simples Muster wie ein Sternbild war, stimmte es nicht ganz, also wurde nun nach irgendeiner Zeit in beliebiger Vergangenheit (oder Zukunft) gesucht, in der es doch so aussieht. Bingo! Vor 12 Jahrtausenden passte es. Fast. Die nächste Umstimmigkeit braucht dann eine weitere Verrenkung, aber schließlich passt sie auch.
Das ist schon eine sehr, sehr dünne Indizienlage.
[i]1957 entdeckte der Astronom Dr. Luis Corralos ein unscharfes Objekt das dem russischen Satelliten Sputnik II auf seiner Laufbahn folgte. (Der Satellit wurde am 4.11.1957 gestartet.) Untersuchungen, auch von russischer Seite wurden daraufhin eingeleitet. Seltsamerweise wurde dazu keine öffentliche Erklärung abgegeben! [/i]
Was soll daran seltsam sein? Das war die Sowjetunion und es war mitten im kalten Krieg; da gab es über so gut wie nichts öffentliche Erklärungen, was über eigene Erfolgsmeldungen hinausging.
Das Interessanteste an dem Artikel ist der Schluss, die Aufforderung an Funkamateure, an dieser Sache zu forschen. Da kann man nur hoffen, dass das bei ein paar Leuten mit entsprechender Ausrüstung und Know-How ankommt.
Guten Abend zusammen,
hallo Thagirion,
zum Nachdenken was Du schreibst. Ich möchte noch etwas weiter in meine(r)n Unterlagen/Bibliothek stöbern. Ich bin der festen Überzeugung noch etwas zu haben. Ob es uns weiterbringt, weiß ich nicht. Wann ist der „Schwarze Ritter“ zuletzt gesehen worden? Welche Umlaufbahn? Es würde die Sache erleichtern! Na ja, vielleicht hat der eine oder andere noch was - eine Idee?
Grüße Justus
[i]Alle bisherigen Versuche einer Lösung brachten keinen Erfolg. (Die gängige Praxis der Wissenschaftler war damals, die Verzögerungszeiten in der Y-Achse einzutragen.)
Duncan unternahm einen originellen Versuch: Im einem Sekundengitter seiner Grafik zeichnete er
die Zeitverzögerung der am 11.Oktober 1928 empfangenen Zeichen, anstatt der bisher verwendeten Y-Achse, in der X-Achse. [/i]
Wenn man auf ein beliebig zufälliges Muster so lange verschiedene Entschlüsselungen anwendet, bis irgendetwas herauskommt wird immer etwas scheinbar Sinnvolles herauskommen. Und wenn das Ergebnis ALLES sein kann, braucht man nicht einmal lange zu probieren. Viele Divinationssysteme funktionieren genau so: Kaffeesatzlesen, Vogelschau, Fintenkleckse usw. Was man da herausliest, können durchaus stimmige Ergebnisse sein, mit denen man auch etwas anfangen kann (hier sind wir jetzt mitten im magischen Denken), aber trotzdem hat niemand hineingeschrieben, was man herausliest.
Abgesehen von diesem sehr richtigen Punkt fällt mir noch etwas auf - falls ich mich da irre bitte ich um Aufklärung aber:
Wenn ich zwei Achsen vertausche entsteht doch kein komplett anderes Bild, sondern lediglich eine um 90 Grad gekippte Darstellung. Ich bin jetzt kein großer Astronom (und noch weniger Astrologe), aber ich denke nicht dass bei Sternenbildern die Identifizierbarkeit rapide abnimmt wenn man sie etwas dreht.