Ein Hauptgrund dafür, dass die Autokonjunktur stagniert, ist die völlig verfehlte Modellpolitik bei vielen Herstellern! Eine Modellpolitik, welche jeden und alles mit immer neuen Nischenautos und Kleinserien, Automobile im „Retrostyle“, siehe VW Beetle, meint Bedienen zu müssen, dient vielen und somit letztendlich keinem. Es ist keine Frage, dass vor wenigen Jahren sich diese Sachen noch verkaufen ließen, aber die Zeiten und die Ansprüche haben sich geändert, doch die Automobilindustrie fährt blind an dieser Entwicklung vorbei in die Krise. Jetzt und heute und hier ist wieder das praktische Auto gefragt, welches eine Familie sparsam und zügig, nicht schnell (!), transportiert. Ein Familienauto muss nicht, wie bei Ford, 242 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen. Man darf als Automobilhersteller auch nicht jedem Trend hinterherlaufen, so wie jetzt den Cabrios mit festen Dächern, damit verzettelt man sich. Gerade VW sollte sich wieder auf die Modellpolitik besinnen, welche VW stark gemacht hat. Das waren vier Modelle! Ein Kleinwagen, Polo, ein Familienauto, Golf, einen größeren Reisewagen, der Passat und der VW Bus. Und man sollte auch aufhören, den Modellen unbedingt und mit aller Gewalt immer neue Namen zu verpassen, bloß weil es „stylisch“ und schick klingen soll. Der VW Bus hieß mal „Caravelle“, oder T4 oder T5 oder, oder, oder. Der Porsche 911 heißt seit 40 Jahren 911, der Golf seit 30 Jahren Golf, und, war das schlecht? Die Automobilhersteller wissen doch auch gar nicht mehr, was ihr Kunde mit einem Automobil erreichen möchte und damit wissen sie auch nicht, was dieses Automobil können muss. Die Frau möchte eine hohe Sitzposition, Schiebetüren, siehe den neuen Peugeot 1007, dafür hier ein großes Lob an Peugeot, genügend Kofferraum für Kinderwagen und Einkäufe, sowie einen im unteren Geschwindigkeitsbereich, bis 80 Km/h, durchzugskräftigen Motor. Dazu Einparkhilfe, Klimaanlage und Radio. Und das reicht für die Bedürfnisse der modernen Frau völlig aus! Für den Mann würde eine Art moderner Kabinenroller genügen, extrem Windschnittig, mit zwei Sitzen hintereinander und einem sparsamen Drei-Zylinder-Dieselmotor. Für den täglichen Weg zur Arbeit braucht niemand, wie es uns die Automobilindustrie vorgaukelt, mehr als 75 PS. Zum Thema Modellpolitik gehört auch, dass die Hersteller aufhören sollten, über die Aufpreisliste Geld zu verdienen. Gerade dieses mit Gewalt „Individualisieren“ des Autos, bremst die Fertigung und die Effektivität bei der Produktion. Wenn die Automobilhersteller sich doch bloß endlich dazu durchringen könnten, ein Modell mit einer halbwegs guten Ausstattung zu einem vernünftigen Preis zu fertigen, würden sie eine Menge Geld sparen. Bei den Exportmodellen für die USA wird dies ja auch so gemacht…
Das erstaunliche ist, dass es so ein Fahrzeug, wie ich es mir vorstelle schon gibt! Siehe hier:
www.jetcar.de
Allerdings wurde eine sehr gute Idee aus dem Osten wieder einmal an der Zielgruppe vorbei gebaut! Wer ist schon bereit, für so ein Auto bis zu 70000 Euro auszugeben? Menschen, welche 70000 Euro für ein Auto über haben, kaufen BMW oder Porsche oder ähnliches. Welche Vorstellungen heroschen bei den Verantwortlichen dieser Firma über die Zielgruppe für dieses Fahrzeug? Reiche Spassmenschen?
Warum gibt es dieses Fahrzeug denn nicht mit einem Dieselmotor? Und zu einem vernünftigen Preis? Mit so einem, ich wiederhole mich noch einmal, an sich sehr guten Konzept sollte man nicht versuchen gegen BMW und Konsorten anzutreten, sondern gegen Smart und Co! Bei einem Preis von 12000 Euro wäre das Jetcar eine echte Alternative.
Zudem fand ich auf dieser Internetseite nichts darüber, wen man mit so einem Fahrzeug ansprechen will.
Mein Vorschlag: Runter mit dem Preis, Dieselmotor rein, dass ganze Jobcar nennen und die Zielgruppe der Berufspendler ansprechen.
Schade, dass ein tolles Konzept aus dem Osten am Markt vorbei produziert wird…
Deshalb habe ich folgendes an die Firma geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,
da ich zur Gruppe der Berufspendler gehöre, suche ich schon seit langem nach einem Auto, welches mich günstiger als die Bahn jeden Tag zur Arbeit hin und zurück bringt. Bei meiner Suche bin ich auf Ihre Internetseite gestoßen. Ich muss als erstes sagen, dass Ihr Jetcar ein sehr gutes Konzept ist. Doch leider muss ich auch sagen, dass Sie an der Zielgruppe vorbei produzieren. Wer ist schon bereit, für so ein Auto bis zu 70000 Euro auszugeben? Menschen, welche 70000 Euro für ein Auto über haben, kaufen BMW oder Porsche oder ähnliches. Welche Vorstellungen heroschen bei den Verantwortlichen Ihrer Firma über die Zielgruppe für dieses Fahrzeug? Reiche Spassmenschen? Warum gibt es dieses Fahrzeug denn nicht mit einem Dieselmotor? Und zu einem vernünftigen Preis? Mit so einem, ich wiederhole mich noch einmal, an sich sehr guten Konzept sollte man nicht versuchen gegen BMW und Konsorten anzutreten, sondern gegen Smart und Co! Bei einem Preis von 12000 Euro wäre das Jetcar eine echte Alternative. Mein Vorschlag: Runter mit dem Preis, Dieselmotor rein, dass ganze Jobcar nennen und die Zielgruppe der Berufspendler ansprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Bin ja mal gespannt, was die antworten…
Die werden Dir antworten, wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;D
Technische Daten Jetcar 2.5 Größe:
Länge: 403 cm
Breite: 150 cm
Höhe: 131 cm[b]Motor:3 Zylinder Diesel(mit Turbolader)[/b]
Hubraum: 799 ccm
max. Leistung: 30 kW (41 PS)
max. Drehmoment: 100 Nm (1800 - 2800)U/min
Sitzordnung: 2 Sitze hintereinander Antrieb: Heck Getriebe: 6 Gang, elektronisch betätigt
Leergewicht (ohne Fahrer): ca. 730 kg
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Kofferaum:180 l
Durchschnittsverbrauch: 2,5 Liter Durchschnitt
CO2-Emmission g/km:66
Abgasnorm:EU 3
Tankvolumen: 30 Liter
Sicherheitsausstattung:ABS, Airbag, Gurtstraffer
Preis (incl. MwSt.): 48.000 €
Aufpreis Cabrio:6.500 €
Grundpreis: 39.990Euro / ab 01.02.2004:[b]48.000 Euro[/b]Versicherungsklassen:
Haftpflicht: Typenklasse 15
Vollkasko: Typenklasse 14
Teilkasko: Typenklasse 22Steuern: ca. 111 Euro
Aber ansonsten sieht die Kiste nicht schlecht aus 8)
Gruß
Bergamr
Es kommt nicht auf das Aussehen an, sondern auf das Konzept. Steh mal im Stau und schau dich mal um. Gerade morgens und abends sitzt in 90% der Automobile nur eine Person!
Dies bedeutet meiner Meinung nach, dass bis 75% des Autos überflüssig ist! Zum Beispiel Gepäckraum, hintere Rücksitzbank und so weiter. Alles was überflüssig ist, ist Gewicht und somit verbrauchstreibend!
Das Problem meiner Meinung nach ist, dass diese Konzepte unter einem schlechten Image leiden. Und dies rührt vom Messerschmidt Kabinenroller her. Roller, das klingt heutzutage so nach Armut… leider.
VW hatte mal ein tolles Konzept mit dem VW Scooter.
http://www.3wheelers.com/gal209.html
Drei Räder, zwei Sitzplätze, schnell, sparsam, leicht und wendig. Aber man baut ja lieber einen völlig überteuerten Golf. Ich glaube, dass dieses Konzept heute eine Chance hätte.
Ich kann mich auch an ein ähnliches Konzept, der Firma Fendt erinnern, allerdings mit zwei Rädern und zwei „Stützrädern“. Das Ding war aerodynamisch so gut, dass es mit 45 PS über 200 lief und nur 4,5 Liter verbraucht haben soll.
Ich frage mich, warum diese Dinge alle in der Versenkung verschwinden…
Nun, BMW hat doch da auch ein gutes 'Stadt-Konzept' :
[url= http://www.bmw-c1.de/de/index.html ]KLICK[/url]
Und preislich durchaus noch im Rahmen.
Man braucht halt ein bißchen mehr Gleichgewichtsgefühl wie bei nem Dreirad ... ;D
Gruß
Bergamr